Netzblattstern (Coreopsis verticillata) – Pflege & Standort

Netzblattstern blüht in einer sonnig gelben Farbe.

Beim Netzblattstern handelt es sich um eine äußerst robuste und vor allem anspruchslose Pflanze. Den ganzen Sommer hindurch blüht sie in einer sonnig gelben Farbe. Natürlich kann die Pflanze auch sehr gut als Schnittblume verwendet werden. Sie bereichert sowohl Blumenbeete als auch Staudengärten und ist außerdem eine prima Insektenpflanze, die bis zu 50 cm groß werden kann.

  • Blütezeit: Juni bis August
  • Standort: sonnig und warm
  • Boden: durchlässig
  • Pflanzzeit: Herbst oder zeitiges Frühjahr
  • Boden/ Erde: durchlässige Gartenerde
  • Pflanzabstand: 20 bis 30 cm
  • Kübelhaltung: möglich
  • Vermehrung: Aussaat, Stecklinge oder Teilung
  • Aussaatzeit: Frühjahr
  • Gießen: gelegentlich gießen und Staunässe vermeiden
  • Düngen: gelegentlich
  • Blütenpflege: Verblühtes regelmäßig entfernen
  • Schneiden: Rückschnitt im Herbst
  • Überwinterung: winterhart
  • Pflanzenhöhe/-größe: 10 bis 60 cm
  • Wachstum: schnell wachsend
  • Giftig: ungiftig
  • Schädlinge: Schnecken, Blattläuse
  • Krankheiten: Mehltau

Allgemeine Informationen

Beheimatet ist der Netzblattstern in Nordamerika. Heute findet man die Pflanze in ganz Europa, da sie besonders pflegeleicht und anspruchslos ist erfreut sie sich auch großer Beliebtheit in jedem Garten.

Viele Gärtner kennen die Pflanze unter ihrem anderen Namen: Mädchenauge. Dieser rührt vielleicht vom Aussehen der Blüten her, welche in einem leuchtenden Gelb und in runder Form daher kommen und im Innern einen dunklen Punkt haben.

Auf Blumenbeeten und in Staudengärten wirken die winterharten Stauden wunderschön, da sie fast den ganzen Sommer hindurch blühen. Bei Bedarf lassen Sie sich auch sehr schön als Schnittblumen verwenden. Die Pflanze ist auch eine gute Insektenpflanze und zieht somit auch die Bienen an.

360°-Video von dem Netzblattstern

In diesem Gartenbista-Video zeigen wir Ihnen in einer 360°-Ansicht, wie der Netzblattstern (Coreopsis verticillata) aussieht.

360°-Video von dem Netzblattstern (Coreopsis verticillata)- Gartenbista-Videostudio, gedreht im September

Richtiger Standort

Der Netzblattstern liebt sonnige und sogar vollsonnige Standorte. Ideal ist jeder Platz mit möglichst vielen Sonnenstunden. Hier überzeugt die Pflanze mit ihren leuchtenden gelben Blüten sowohl im Staudenbeet als auch als lange blühende Beetumrandung.

Die Blume sollte in Gruppen gepflanzt werden. Ideal sind dabei Anpflanzungen von 3 bis 15 Stück mit einem Pflanzabstand von 20 bis 30 cm. Auch in Kombination mit anderen Pflanzen wirkt der Netzblattstern sehr dekorativ.

Möglich ist auch das Pflanzen in einem großen Pflanzkübel für Terrasse oder Balkon. Aber auch hier bevorzugt die Blume sehr viele Sonnenstunden.

Gartebista-Tipp: Ein halbschattiger Platz wäre auch noch möglich, auf einen komplett schattigen Platz sollte jedoch verzichtet werden.

Boden

Der richtige Boden für das Mädchenauge sollte folgende Merkmale aufweisen:

  • durchlässig
  • sauer bis kalkarm
  • pH-Wert 5 bis 6,5
  • sandig, steinig oder lehmig
  • keine Staunässe

Der Boden sollte auf jeden Fall gut durchlässig sein. Auch längere Trockenperioden stören die Pflanze nicht. Allerdings sollte in heißen, trockenen Sommern dennoch regelmäßig etwas gegossen werden. Staunässe gilt es aber in jedem Fall zu vermeiden.

Durchlässige Gartenerde ist gut geeignet. Im Idealfall hat sie einen pH-Wert zwischen 5 und 6,5. Die Erde kann leicht sauer bis kalkarm sein und sogar auf sandigen, steinigen und lehmigen Böden gedeiht das Mädchenauge sehr gut.

Gartenbista-Tipp: Wird der Netzblattstern im Blumenkübel angepflanzt, ist eine normale handelsübliche Blumenerde ideal. Damit sie gut durchlässig wird, kann etwas Sand hinzugefügt werden.

Richtig Pflanzen

Bereits im Frühjahr kann die Pflanze nach dem letzten Frost ins Freie gesetzt werden. Da es sich hier um eine Staudenpflanze handelt, sollte sie stets in Gruppen von 3 bis etwa 15 Stück gesetzt werden. Dabei empfiehlt sich ein Pflanzabstand von 20 bis 30 cm.

Was es noch zu beachten gibt:

  • vor dem Pflanzen Unkraut entfernen
  • eventuell Boden mit Sand durchlässig machen
  • nach dem Pflanzen angießen

Bilder Galerie

Gießen und Düngen

Die Staudenpflanze ist anspruchslos und pflegeleicht. Hat sie einen sonnigen warmen Platz und einen guten durchlässigen Boden wächst sie praktisch von allein.

Auch längere Trockenperioden machen der Pflanze nichts aus. In langen heißen Sommern sollte sie aber dennoch gelegentlich etwas mit Wasser versorgt werden. Der ideale Zeitpunkt zum Gießen sind dann die späten Abendstunden oder der frühe Morgen. Auch sollte die Pflanze stets direkt an die Wurzeln gegossen werden.

Steht der Netzblattstern in einem Pflanzkübel, ist regelmäßiges Gießen jedoch besonders wichtig. Trotzdem sollte auch hier die Erdoberfläche zwischenzeitlich immer etwas antrocknen. Allerdings gilt es hier besonders darauf zu achten, dass sich keine Staunässe bildet.

Gartenbista-Tipp: Einfaches Leitungswasser oder Regenwasser aus der Gartentonne reichen zum Gießen völlig aus.

Gelegentliches Düngen führt der Pflanze Nährstoffe zu, sodass sie immer wieder neue Blüten austreiben kann. Besonders wichtig ist eine regelmäßige Zufuhr von Dünger für Kübelpflanzen. Hier empfiehlt es sich etwa alle 14 Tage mit flüssigem Dünger für Blühpflanzen aus dem Gartenmarkt zu düngen. Den Flüssigdünger nie direkt auf die Erde geben, sondern immer ins Gießwasser mischen. Sonst kann es zu Verbrennungen der Wurzeln kommen.

Richtig Schneiden und Überwintern

Netzblattstern richtig schneiden.
Netzblattstern richtig schneiden.

Die Pflanze sollte stets von verblühten Blütenständen befreit werden. Selbstverständlich können auch während der Blütezeit immer wieder Blüten als Schnittblumen abgeschnitten werden. Hier wird dann automatisch regelmäßig eine Art Rückschnitt vorgenommen.

Ein gründlicher Rückschnitt ist auf jeden Fall im Herbst nötig. Hier wird die Pflanze kräftig bodennah zurückgeschnitten, sodass sie im Frühjahr wieder problemlos austreiben kann. Da sie winterhart ist, verträgt sie Temperaturen bis etwa -23 °C. Trotzdem sollte der Wurzelbereich vor dem ersten Frost mit Rindenmulch oder Tannenzweigen abgedeckt werden, sodass er etwas vor der Kälte geschützt ist.

Pflanzkübel mit dem Mädchenauge können ebenfalls im Freien überwintern, sollten jedoch geschützt stehen und mit Folie, Jute oder Gartenvlies abgedeckt werden.

Vermehrung

Für das Vermehren stehen folgende Möglichkeiten zur Auswahl:

  • Stecklinge
  • Teilung
  • Aussaat

Aussaat

Die Aussaat kann im zeitigen Frühling etwa ab März erfolgen. Sobald der letzte Frost vorbei ist und die Pflänzchen groß genug sind, dürfen sie ins Freie gesetzt werden. Die Samen können entweder gekauft oder selbst geerntet werden. Das Saatgut wird gut mit Erde bedeckt und dann leicht angefeuchtet. Bei etwa 15 bis 18° C dauert die Keimung etwa vier bis sechs Wochen. Der ideale Platz für die Saatschale ist ein heller Fensterplatz.

Stecklinge

Auch die Vermehrung mit Stecklingen ist möglich. Hierfür werden gesunde Triebe etwas unterhalb des Knotens abgeschnitten, sodass sie eine Länge von 10 bis 15 cm haben. Die Stecklinge werden dann in Gruppen von zwei bis drei Pflänzchen in Anzuchttöpfe gesetzt. Nach dem Setzen sollten sie leicht angegossen werden. Die Stecklinge bilden recht schnell kleine Wurzeln aus und können nach ein paar Wochen ausgepflanzt werden. Bei der Vermehrung durch Stecklinge ist auf eine konstante Feuchtigkeitszufuhr zu achten.

Teilung

Eine recht unkomplizierte Methode der Vermehrung ist die Teilung. Diese kann im Frühling, aber auch im Herbst erfolgen. Der Wurzelballen wird dafür ausgegraben und mit einem Spaten oder scharfen Messer geteilt. Jedes Teilstück sollte mindestens zwei bis drei Knospen aufweisen. Dann kann der neue Staudenteil sofort am gewünschten Standort eingepflanzt werden. Somit ist die Vermehrung durch Teilung sicherlich die einfachste Variante.

Krankheiten und Schädlinge

Blattläuse können dem Netzblattstern schaden.

Der Netzblattstern ist eine robuste Pflanze und somit auch nicht besonders anfällig für Krankheiten. Auch Schädlinge braucht die Pflanze nur wenige zu fürchten.

Die Wurzelfäule und der Mehltau sind die einzigen Krankheiten, welche das Mädchenauge fürchten muss. Die Wurzelfäule tritt meist dann auf, wenn die Pflanze der Staunässe ausgesetzt ist. Darum sollte stets darauf geachtet werden, dass der Boden durchlässig ist und sich keine Staunässe bilden kann.

Den Mehltau erkennt man am mehligen weißlichen Belag auf den Blättern. Diese werden nach einiger Zeit schließlich welk und vertrocknen. Sollte diese Erkrankung auftreten, hilft starker Schachtelhalmtee, mit welchem die Pflanze übergossen wird. Auch spezielle im Handel erhältliche Mittel können helfen.

Bei den Schädlingen sind vor allem Schnecken eine lästige Plage. Dagegen hilft nur Schneckenkorn oder das regelmäßige Absammeln der Tiere. Sonst fressen sie die Pflanze kahl.

Eine weitere Gefahr für das Mädchenauge sind Blattläuse. Sie können praktisch in jedem Garten auftreten und sind an den klebrigen Ausscheidungen auf den Blättern erkennbar. Das Besprühen mit einer Seifenlösung aus Schmierseife kann Abhilfe schaffen. Auch ausgekochte Tabakreste haben sich schon als hilfreich erwiesen. Weiterhin stehen auch im Handel verschiedene Präparate zur Verfügung.

Besonderheiten

Das Besondere der Pflanze ist ihre lange Blütezeit. Den ganzen Sommer hindurch treibt sie immer wieder neue leuchtend gelbe Blüten aus, die auch als Schnittblumen die Wohnung bereichern. Dabei kann der Netzblattstern auch sehr gut auf bunten Staudenbeeten, in Bauerngärten und in naturnahen Gärten angepflanzt werden. Sogar als Beetumrandung passt er prima.

Im Kübel gepflanzt kann er außerdem auch Balkon und Terrasse bereichern. Verschiedene Gräser, Astern, Rittersporn, Ehrenpreis oder Schafgarbe sind nur einige der Pflanzenpartner, welche in Kombination mit dem Netzblattstern eine tolle Mischung ergeben.

Ihre Anspruchslosigkeit und ihre robuste Natur machen die winterharte Staude zu einer beliebten Gartenpflanze. Sie wächst schnell und bedarf nur wenig Pflege. Die Insektenpflanze lockt außerdem Schmetterlinge, Marienkäfer und Bienen in den Garten. Somit schützen diese nützlichen Insekten wiederum auch andere Pflanzen vor Schädlingen.

Coreopsis verticillata – Gartenpflanze & dekorative Schnittblume

Wer einen Netzblattstern in seinem Garten hat, wird mit dieser Insektenpflanze viele nützliche kleine Insekten anziehen. Die winterharte Staude wächst schnell, benötigt dabei nur wenig Pflege und auch nicht allzu viel Wasser. Nur in langen Trockenzeiten sollte sie gegossen werden oder aber, wenn es sich um eine Kübelpflanze handelt.

Egal ob im Garten auf dem Beet, als Beetumrandung oder als Kübelpflanze auf Balkon oder Terrasse, das Mädchenauge zieht stets alle Blicke auf sich. Die Blüten leuchten in satten Gelbtönen, welche von Sonnengelb bis zu zartem Zitronengelb reichen.

Auch Hobbygärtner mit wenig Pflanzenerfahrung kommen mit dem Netzblattstern gut zurecht. Die Vermehrung der Pflanzen gelingt ebenfalls recht einfach und kann durch Teilung, Stecklinge oder Aussaat erfolgen.

Mit einem sonnigen Platz, gelegentlichem Wasser und etwas Dünger ist das Mädchenauge schon zufrieden. Die schnell wachsende Pflanze freut sich außerdem über einen durchlässigen Boden. Im Herbst ist außerdem ein Rückschnitt erforderlich. Mit diesen Pflegetipps gelingt ein einfaches Anpflanzen im heimischen Garten problemlos und die Pflanze wird jede Menge Freude bereiten.

Symbolgrafiken: © gratysanna, M. Schuppich, skymoon13 – Fotolia.com


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