Milchorangenbaum – so pflegen Sie den Osagedorn richtig

Milchorangenbaum, Maclura pomifera
Milchorangenbaum, Maclura pomifera

Der Milchorangenbaum ist ausgesprochen dekorativ – und hierzulande eher selten. Er wird eher in Parkanlagen und Botanischen Gärten kultiviert als in heimischen Gärten. Schade eigentlich, denn das Gehölz ist ein echter Eyecatcher und bringt zudem noch interessante Früchte hervor.

Milchorangenbaum – Maclura pomifera – Pflanzen-Steckbrief von Gartenbista

  • Blütezeit: AprilJuni
  • Standort: sonnig
  • Boden: sandig-lehmig
  • Pflanzenhöhe/-größe: 15 m hoch, Krone bis 12 m breit
  • Rinde: dunkelbraun, rissig
  • Wachstum: Jungpflanzen bis 40 cm pro Jahr, ältere Exemplare weniger
  • Gießen: nur junge Bäume
  • Düngen: nein
  • Schneiden: nicht notwendig
  • Vermehrung: Aussaat, Stecklinge, Wurzelstecklinge
  • Verwendung: Holz für Pfosten und Zaunpfähle, Früchte zur Insektenabwehr
  • Überwinterung: winterhart; junge Bäume bis 3 m Höhe schützen
  • Giftig: nein
  • Krankheiten und Schädlinge: keine bekannt

Wissenswertes über den Milchorangenbaum

Der Milchorangenbaum, Maclura pomifera, gehört zur Familie der Maulbeergewächse. Ursprünglich stammt er aus den USA, genauer gesagt aus Arkansas und Oklahoma. Sein Holz wurde in früheren Zeiten von den Osage-Indianern zum Bogenbauen verwendet, was ihm den Namen Osagedorn einbrachte. Mittlerweile ist er jedoch überall in den Vereinigten Staaten anzutreffen, und hat von da aus den Weg nach Mitteleuropa gefunden. Das interessante Gehölz mit den kleinen, scharfen Dornen ist hierzulande jedoch nur selten anzutreffen.

Von April bis Juni bildet der Milchorangenbaum hellgrüne Blüten, von denen die männlichen traubenförmig herabhängen, während die weiblichen eine kreisrunde Form besitzen. Da die Bäum zweihäusig sind, werden zwei Exemplare zur Bestäubung benötigt. Ist diese erfolgt, entstehen aus den Blüten grünlich-gelbe Früchte. Diese erinnern von ihrer Optik her ein wenig an Orangen. Sie erreichen einen Durchmesser von etwa 15 cm und können bis zu einem Kilo schwer werden. Der Duft ist verlockend: süßlich und orangenartig. Der Geschmack hingegen ist enttäuschend: so bitter, dass die Früchte ungenießbar sind. einen Nutzen haben sie dennoch: sie vertreiben nachweislich Insekten, so dass sie sehr gut zur Abwehr von Mücken und Co auf Terrassen und Balkonen platziert werden können. Auch das Holz findet Verwendung: es ist härter als Eichenholz und wird deswegen gerne zur Herstellung von Pfosten und Zaunpfählen verwendet.

Standort

Milchorangenbäume lieben es warm. Demzufolge sollten sie an einen möglichst sonnigen Standort gepflanzt werden. Zu beachten ist bei dessen Auswahl auch die ausladende Wuchsform des Gehölzes: der Baum wird bis 15 m hoch und erreicht eine fast ebensolche Kronenbreite.

Bezüglich des Bodens ist der Osagedorn eher bescheiden: er nimmt mit jedem Gartenboden vorlieb, bevorzug jedoch sandig-lehmige Substrate.

Milchorangenbaum pflanzen

  • Wurzelballen gründlich wässern
  • Pflanzloch ausheben, welches etwa doppelt so groß wie der Wurzelballen ist
  • Aushub mit etwas Humus oder Kompost anreichern
  • Osagedorn so tief in die Erde setzen, wie er zuvor im Container gestanden hat
  • Loch auffüllen
  • Erde gut festtreten
  • Angießen

Richtiger Zeitpunkt

Containerpflanzen können ganzjährig an frostfreien Tagen in die Erde gebracht werden. Optimal ist jedoch das Frühjahr, da sie dann bis zum Winter genügend Zeit zum Einwurzeln haben.

Vermehrung

Der Milchorangenbaum kann auf drei verschiedene Weisen vermehrt werden:

  • Aussaat durch Saatgut aus dem Fachhandel, da hierzulande geerntete Früchte keine keimfähigen Samen enthalten
  • Stecklinge im Sommer
  • Wurzelstecklinge im Winter

Milchorangenbaum richtig pflegen

Das dekorative Gehölz ist sehr pflegeleicht und macht seinem Besitzer so gut wie keine Arbeit.

Gießen

Nach der Pflanzung müssen junge Bäume regelmäßig, besonders an heißen Tagen gewässert werden; bei Exemplaren, die höher als drei Meter sind, ist dies nicht mehr notwendig.

Düngen

Der Osagedorn benötigt keine zusätzlichen Nährstoffe.

Milchorangenbaum schneiden?

Für gewöhnlich muss der Maclura nicht geschnitten werden. Lediglich vertrocknete oder beschädigte Triebe sollten entfernt werden.

Gartenbista-Tipp: Beim Schneiden Handschuhe tragen, um Verletzungen durch die Dornen zu minimieren!

Überwinterung

Grundsätzlich ist der Milchorangenbaum winterhart und benötigt keinerlei Unterstützung, um die kalte Jahreszeit zu überstehen ausnahmen bilden junge Bäume: bis sie etwa drei Meter hoch sind, sollten sie einen speziellen Winterschutz bekommen.

Ist der Milchorangenbaum giftig?

Keines der Pflanzenteile ist in irgendeiner Art und Weise giftig. Essen wird man die Früchte dennoch nicht, da sie sehr bitter und somit ungenießbar sind.

Verwendung der Früchte

Die pampelmusengroßen Früchte des Osagedorns sind sehr schön anzuschauen und werden deswegen gerne zu Dekorationszwecken verwendet. Dabei haben sie einen wunderbaren Nebeneffekt: sie halten lästige Insekten wie Mücken fern. Stellt man sie auf der Terrasse oder Veranda auf, dienen sie dort als eine ganz natürliche Insektenabwehr.

Krankheiten und Schädlinge

Milchorangenbäume sind ausgesprochen robust und widerstandsfähig. Sie werden weder von Krankheiten noch von Schädlingen heimgesucht.

 

Symbolgraphiken: © fascinadora – Fotolia.com


, Kategorie: Pflanzen

1 Kommentar

  1. Vielen lieben Dank für den interessante Artikel über den Osagedorn. Ich möchte gerne wissen, ob man die Früchte nicht essen kann, weil sie giftig sind, oder einfach nur bitter schmecken. Wenn das nämlich der einzige Grund wäre, könnte man sie doch sehr gut zu Marmelade verarbeiten. Bitterorange ist ja auch bitter und ausgesprochen beliebt. Danke für Ihre Antwort.

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