Mandelbäumchen – Tipps zum Pflanzen, Schneiden, Pflege und Krankheiten

Mandelbäumchen (Prunus triloba)
Mandelbäumchen (Prunus triloba)

Das Mandelbäumchen (Prunus triloba) zählt zu den beliebtesten Ziergewächsen in heimischen Gärten.  Seine rosa Blüten, die vom AprilMai blühen, sind ein Eyecatcher. Beim Pflanzen ist zu beachten, dass der Hochstamm oder Busch einen sonnigen Standort benötigt. Bei der Pflege sind regelmäßiges Schneiden und Gießen wichtig.

Hochstamm oder Busch

Mandelbäumchen gibt es sowohl als Strauch als auch als Bäumchen. Da diese eine gewisse Größe erreichen (Sträucher können bis zu 2 m hoch werden, Bäumchen 3-4 m, bei günstigen Bedingungen sogar bis zu 6 m), sollte ihnen bereits bei der Wahl des Standortes genügend Platz eingeräumt werden.

Diese sind zu unterteilen in reine Ziersträucher und solche, die auch tatsächlich Früchte tragen. Hierzulande sind aber eher die Ziermandelbäumchen zu finden.

360°-Video vom Mandelbäumchen

In diesem Gartenbista-Video zeigen wir Ihnen in einer 360°-Ansicht, wie ein Mandelbäumchen ohne Blüten aussieht.

360°-Video vom Mandelbäumchen – Gartenbista-Videostudio, gedreht im August

Standort

Mandelbäumchen sind ein wenig anspruchsvoll, was die Bodenverhältnisse angeht: dieser sollte luftig und nährstoffreich sein, und keinesfalls zu nass. Und genau darin besteht die einzige kleine Problematik bei der Pflege: zum einen benötigen sie – insbesondere an Sommertagen – viel Wasser, zum anderen dürfen sie keinesfalls der Staunässe ausgesetzt werden.

Die Bäumchen und Sträucher mögen am liebsten einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Der geeignetste Standort ist auf der Süd-West-Seite des Grundstücks: die Sonne scheint dort lange und anhaltend, aber nicht in den Morgenstunden.

Mandelbäumchen pflanzen

Die beste Pflanzzeit für Mandelbäumchen ist das Frühjahr.

Es ist empfehlenswert:

  • Das Pflanzloch, in welches das Bäumchen gesteckt werden soll, zunächst mit Kompost aufzufüllen und erst dann das Bäumchen einzusetzen.
  • Danach mit normaler Gartenerde auffüllen, diese gut festtreten.
  • Anschließend wässern.

Mandelbäumchen schneiden / zurückschneiden

Ein regelmäßiger Schnitt von Mandelbäumchen ist unverzichtbar.

Direkt nach der Blüte sollte ein sogenannter „Erziehungsschnitt“ stattfinden: das gesamte alte und abgestorbene Holz wird entfernt.

Zweijährige Triebe werden ebenfalls bis zum alten Holz hin zurückgeschnitten; von den neuen Trieben hingegen werden nur einige Zentimeter von den Spitzen entfernt.

Vermehren durch Wurzelteilung

Auch, wenn dies kaum vorstellbar ist: die Vermehrung von Mandelbäumchen ist durchaus möglich, vor allem, wenn es sich um Sträucher handelt.

Im Frühjahr vor dem Austrieb  werden diese einfach ausgegraben und der Wurzelballen mit einem Spaten geteilt.

Die neu entstandenen Pflanzen werden dann wie oben beschrieben in die Erde gesetzt.

Überwintern

Mandelbäumchen sind zwar frosthart, Spätfröste können ihnen aber dennoch Schäden zufügen: die Knospen erfrieren und können sich somit nicht zu Blüten entwickeln.

Wird das Bäumchen im Topf als Kübelpflanze gehalten, was durchaus auch möglich ist, sollte es unbedingt den Winter über im Haus verbringen.

Krankheiten & Schädlinge

Mandelbäumchen werden leider häufig von der Monilia-Spitzendürre befallen, einer Pilzart, welche die Zweige schlagartig welken lässt. Um diesen Pilz bekämpfen zu können, helfen nur ein radikaler Rückschnitt der betroffenen Zweige sowie der Einsatz eines entsprechenden Pflanzenschutzmittels.

Von Schädlingen hingegen bleibt die Pflanze weitestgehend verschont; lediglich Blattläuse können zu einem Problem werden. Doch auch hiergegen hilft ein entsprechendes Pflanzenschutzmittel, welches aber nur in jenen Fällen eingesetzt werden sollte, in denen ein Befall derart massiv ist, dass das Bäumchen von den Parasiten komplett ausgesaugt wird. Ansonsten sollte man Natur Natur sein lassen und auch den Blattläusen einen kleinen Lebensraum (beziehungsweise eine Speisekammer) lassen…

Graphik: © ankiro – Fotolia.com


, Kategorie: Pflanzen

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