Löwenmäulchen Pflege – Standort, Ausäen & Krankheiten

Ob als wunderschöne, farbenfrohe Beeteinfassung, in Kästen oder Töpfen, auf Balkonen oder als Ampelpflanzen: Löwenmäulchen sind immer ein Lichtblick im wahrsten Sinne des Wortes in Weiß, Gelb Orange-, Rot- und Rosatönen. Selbst in der Vase halten die – je nach Sorte bis zu 1 m hohen – Blumen wochenlang. Und nicht nur das: sie sind auch sehr blühfreudig und extrem anspruchslos.

Löwenmäulchen- Steckbrief Gartenbista.de

Löwenmäulchen Standort

Aufgrund ihrer Anspruchslosigkeit wachsen Löwenmäulchen in jedem Boden. Sie lieben Sonne und benötigen relativ viel Wasser, wobei Staunässe aber unbedingt zu vermeiden ist.

Allerdings sollte man bei der Auswahl des Standortes darauf achten, dass dieser windgeschützt ist. Bei allzu starken Stürmen knicken die Stängel der Löwenmäulchen nämlich leicht ein – und das wäre sehr schade um die langlebige Sommerblume…

360°-Video von dem Löwenmäulchen (Antirrhinum)

In diesem Gartenbista-Video zeigen wir Ihnen in einer 360°-Ansicht, wie das Löwenmäulchen (Antirrhinum) ausschaut.

360°-Video von dem Löwenmäulchen (Antirrhinum) – Gartenbista-Videostudio, gedreht im Juni

Löwenmäulchen Aussaat

Im Februar können Löwenmäulchen bereits im Frühbeet oder auf der Fensterbank vorgezogen werden. Ab April kann die Direktaussaat ins Freie erfolgen; eventuelle Spätfröste machen den Pflanzen nichts aus. Sollten bereits vorgezogene Pflanzen gekauft werden, so können diese ebenfalls zu diesem Zeitpunkt in die Erde gebracht werden. Dabei sollten die Wurzeln ein wenig gekürzt werden, da sie sich dadurch besser verzweigen. Der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen sollte – je nach Sorte – zwischen 20 und 60cm betragen. Eine zu enge Pflanzung fördert die Bildung von Pilzerkrankungen.

Löwenmäulchen Pflege Tipps

  • Verblühte Blüten nach Möglichkeit entfernen, da an diesen Stellen immer neue nachwachsen, und dies in der Zeit von Juli bis Oktober.
  • Sollte der Winter nicht allzu frostig sein, sind Löwenmäulchen sogar winterfest. Unterstützen kann der Gartenbesitzer die Pflanzen bei ihrer Überwinterung, indem er sie mit ein wenig Reisig abdeckt – allerdings gibt es keine Garantie, dass die Löwenmäulchen auch tatsächlich im folgenden Jahr wieder blühen…
  • Löwenmäulchen haben einen mittleren Düngebedarf und sollten von daher während ihrer Blütezeit alle zwei Wochen mit einer kleinen Düngergabe unterstützt werden.
  • Damit die Löwenmäulchen schön üppig wachsen, sollten die Mitteltriebe bei Jungpflanzen gestutzt werden.
  • In ihren getrockneten Blüten bilden sich Hunderte Samenkörner, die bereits bei der kleinsten Berührung herausfallen und an Ort und Stelle keimen. So sorgt das Löwenmäulchen selbst für seine ständige Vermehrung…

Löwenmäulchen Krankheiten und Schädlinge

Stehen die Löwenmäulchen zu schattig oder zu eng, kann sich der Löwenmäulchenrost bilden; ein Pilz, welcher sich durch helle Punkte an der Blattoberseite sowie dunkelbraunen Pusteln an der Blattunterseite bemerkbar macht. Da dieser Pilz auch auf andere Pflanzen übergeht, muss die betroffene Pflanze umgehend entfernt und entsorgt werden (nicht auf dem Kompost!). Auch andere Pilzerkrankungen wie Mehltau und Grauschimmel können sich bei falscher Pflege und ungünstigen Umständen bilden.

Blattläuse sind sehr interessiert an den Löwenmäulchenpflanzen. Sollte der Befall zu stark werden, ist der Einsatz eines Pflanzenschutzmittels empfehlenswert.

 

Graphik: © Sven Knie-Fotolia.com


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