Löffelbaum (Crassula Hobbit): Pflege, Schneiden & Vermehrung

Löffelbaum, Crassula Hobbit
Löffelbaum, Crassula Hobbit

Der Löffelbaum, Crassula Hobbit, ist der wohl prominenteste Vertreter der Dickblattgewächse, die sehr gut hierzulande kultiviert werden können. Crassulas sind sehr pflegeleicht, verzeihen auch den einen oder anderen Pflegefehler und sind demzufolge auch für Anfänger im Bereich der Pflanzenpflege geeignet. Zudem sind sie ausgesprochen dekorativ. Was ist bei der Löffelbaum Pflege zu beachten?

Löffelbaum, Crassula Hobbit – Steckbrief von Gartenbista

  • Standort: hell
  • Substrat: durchlässig; nährstoffarm
  • Pflanzen: Drainage ins Pflanzgefäß
  • Umtopfen: alle zwei bis drei Jahre; neues Substrat; gegebenenfalls größeres Pflanzgefäß wählen
  • Bonsai: Kultivierung als Bonsai möglich
  • Vermehrung: Blattstecklinge; Kopfstecklinge
  • Gießen: einmal wöchentlich; im Winter seltener
  • Düngen: April bis September alle 14 Tage mit Flüssigdünger; Oktober bis März alle vier bis sechs Wochen
  • Schneiden: Geiltriebe sowie störende Triebe gegebenenfalls entfernen
  • Überwintern: helles, kühles Winterquartier im Haus
  • Krankheiten: Mehltau; Pilze
  • Schädlinge: Blattläuse; Spinnmilben

360°-Video

In diesem Gartenbista-Video zeigen wir Ihnen in einer 360°-Ansicht, wie der Löffelbaum (Crassula hobbit) aussieht.

360°-Video vom Löffelbaum (Crassula hobbit) – Gartenbista-Videostudio, gedreht im Oktober

Wissenswertes

Der Löffelbaum, Crassula Hobbit, ist auch unter der Bezeichnung „Geldbaum“ bekannt. Er gehört zur Familie der Dickblattgewächse (Crassula) und stammt ursprünglich aus Süd- und Ostafrika.  Dort wächst die sukkulente Pflanze ganzjährig im Freien. Dies ist hierzulande nicht möglich, da die hiesigen winterlichen Temperaturen zu niedrig für das immergrüne Gewächs sind.

Löffelbaum Blätter
Löffelbaum Blätter

Während der Löffelbaum in seiner Heimat durchaus 2 m hoch werden kann, wird ihm das hier nicht gelingen: Wuchshöhen von maximal 1m sind das Äußerste, was er erreichen kann.

Seinen Trivialnamen verdankt der Crassula der Tatsache, dass seine Blätter so aussehen, als ob sie kleine Löffel wären. Sie sind rötlich- grün gefärbt und dickfleischig, was eine hervorragende Wasserspeicherung ermöglicht. Im Sommer kann es zur Blütenbildung kommen: die weißen, zart süß duftenden Blüten sind jedoch sehr selten.

Standort: Hell!

Der Crassula Hobbit möchte sehr hell stehen, wobei volle Sonneneinstrahlung nur dann ratsam ist, wenn die Sukkulente nicht direkt an der Fensterscheibe steht.

Den Sommer verbringt der Löffelbaum sehr gerne im Freien: nach den Eisheiligen (Mitte Mai) wird er zunächst an einen halbschattigen Platz gestellt. Dies ist insofern wichtig, als dass er sich dort langsam an die Sonne gewöhnen kann, ohne dass seine Blätter verbrennen. Nach etwa vierzehn Tagen ist der Crassula so weit, dass er an seinen endgültigen Standort für den Sommer gebracht werden kann, dieser sollte möglichst regengeschützt sein, damit das kleine Dickblatt nicht der Gefahr von Überwässerung ausgesetzt wird.

Im Herbst muss der Löffelbaum zwingend wieder ins Haus geholt werden, da er nicht winterhart ist. Optimal ist ein helles Winterquartier, in dem Temperaturen zwischen 7°C und 12°C herrschen.

Löffelbäume brauchen durchlässiges Substrat

Um optimal gedeihen zu können, braucht der Löffelbaum ein Substrat, welches

  • durchlässig und
  • nährstoffarm

ist. Handelsübliche Kakteenerde erfüllt diese Kriterien; alternativ kann ein passendes Substrat auch selbst hergestellt werden:

  • zwei Teile Komposterde
  • einen Teil Perlite

vermischen und den Crassula darin kultivieren.

Richtig pflanzen

Der Crassula Hobbit sollte in einem Pflanzgefäß gehalten werden, welches ausreichend Platz für die Wurzeln bietet. Unten in das Gefäß wird eine Drainage aus Kies oder Tonscherben gelegt. Diese ist insofern notwendig, als dass sich keinesfalls Staunässe bilden darf. Danach wird eine dünne Schicht Pflanzsubstrat eingefüllt und der Löffelbaum vorsichtig eingesetzt. Abschließend werden die Lücken mit Erde aufgefüllt.

Löffelbaum, Crassula Hobbit
Löffelbaum, Crassula Hobbit

Crassula Hobbit regelmäßig umtopfen

Löffelbäume sollten alle zwei bis drei Jahre umgetopft werden. Dies Procedere sollte aus zweierlei Gründen geschehen:

  • Erneuerung des Substrats
  • Größeres Pflanzgefäß wählen

Nach einiger Zeit ist die Erde so verbraucht, dass sie dem Löffelbaum keinerlei Nutzen mehr bringt. Selbst, wenn er in einer Zeitspanne von zwei bis drei Jahren noch nicht so sehr gewachsen ist, dass er ein größeres Pflanzgefäß benötigen würde, so sollte er zumindest neue Erde bekommen.

Gartenbista-Tipp: Beim Umtopfen Wurzeln auf Beschädigungen kontrollieren! Beschädigte Wurzelteile entfernen.

Kultivierung als Bonsai

Sehr gut kann der Crassula Hobbit als Bonsai kultiviert werden. Unter den Bonsaifreunden erfreut er sich nicht zuletzt deshalb großer Beliebtheit, weil er als der am einfachsten zu kultivierende Bonsai gilt. Selbst, wenn er versehentlich über mehrere Wochen keine Wassergaben bekommt, wird er dies verzeihen und weiter gedeihen. Trotz seiner Pflegeleichtigkeit ist der Löffelbaum als Bonsai ausgesprochen selten zu finden.

Als Bonsai kultivierte Löffelbäume benötigen wie ihre großen Artgenossen einen hellen Platz, an dem sie gedeihen können, gerne auf der Fensterbank (aber bitte nicht direkt an der Scheibe). Den Sommer verbringen sie ebenfalls sehr gerne im Freien. Bezüglich der optimalen Bonsai Pflege ist folgendes zu beachten:

  • Gießen: einmal wöchentlich
  • Düngen: April bis September alle zwei Wochen; Oktober bis März alle vier bis sechs Wochen

Vermehrung durch Blattstecklinge

Der Crassula Hobbit wird durch Blattstecklinge vermehrt:

  • Im Frühjahr ein Blatt abschneiden
  • Schnittstelle gut antrocknen lassen
  • Blatt in ein Pflanzgefäß mit Anzuchterde stecken
  • Gefäß an einen warmen, hellen Platz stellen
  • Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden
  • Substrat leicht feucht halten

Nun dauert es nur wenige Tage, bis der Blattsteckling Wurzeln bilden wird. Hat die neu entstandene Pflanze zwei oder drei neue Triebe gebildet, wird sie in ein Gefäß mit geeignetem Substrat umgepflanzt.

Crassula Hobbit
Crassula Hobbit

Vermehrung durch Kopfstecklinge

Alternativ kann der Löffelbaum auch durch Kopfstecklinge vermehrt werden:

  • Im Frühjahr einen Trieb abschneiden
  • Schnittstelle gut antrocknen lassen
  • Steckling in ein Pflanzgefäß mit Anzuchterde geben
  • Alternativ in ein Wasserglas stellen
  • Gefäß an einen hellen Platz stellen, an dem keine direkte Sonneneinstrahlung herrscht

Auch bei dieser Methode wird es nicht lange dauern, bis sich Wurzeln gebildet haben. Wurde die Wurzelbildung in einem Wasserglas praktiziert, kann die junge Pflanze sofort in ein Gefäß mit Kakteensubstrat eingetopft werden. Wurde sie hingegen in einem Pflanzgefäß herangezogen, sollte sie erst dann umgetopft werden, wenn sich neue Triebe gebildet haben.

Pflege Tipps

  • Gießen: Während der Wachstumszeit sollte der Crassula Hobbit einmal die Woche eine Wassergabe bekommen. Wird dies jedoch vergessen, so stellt dies kein großes Problem für das Dickblattgewächs dar: es speichert in seinen Blättern genügend Wasser, um eine Trockenzeit zu überstehen. Grundsätzlich wird nur mäßig gegossen; auch sollte das Substrat leicht angetrocknet sein, bevor eine erneute Wassergabe erfolgt. Ab September wird die Bewässerung eingeschränkt.
  • Düngen: Von April bis September bekommt der Löffelbaum alle vierzehn Tage Flüssigdünger zusammen mit dem Gießwasser. Während der Ruhezeit (Oktober bis März) sollte das Düngen komplett eingestellt werden. Ausnahmen bilden lediglich Löffelbäume, die als Bonsai kultiviert werden: auch in der winterlichen Ruhezeit sollten diese alle vier bis sechs Wochen gedüngt werden.

Pflegefehler

Der Crassula Hobbit zeigt jeglichen Pflegefehler dadurch an, dass er seine Blätter abwirft. Die Ursachen hierfür können mannigfaltig sein:

  • Lichtmangel
  • Schädlinge
  • Zu kalt
  • Zu viel Wasser
  • Zu wenig Wassre
  • Zugluft

Richtig schneiden

Theoretisch ist es nicht notwendig, den Crassula Hobbit zu schneiden. Wächst der Löffelbaum jedoch nicht gleichmäßig, so sollte ein Schnitt erfolgen. Dasselbe gilt, wenn sich Geiltriebe oder zu schwache Triebe bilden. Ein gezieltes Schneiden sorgt nicht nur für eine schönere Optik der Pflanze, sondern auch für mehr Stabilität aufgrund der Kompaktheit:

  • Geschnitten wird im Frühsommer
  • Nach unten wachsende Triebe entfernen
  • Dünne, schwache und beschädigte Triebe abschneiden
  • Keine Stummel stehenlassen

Oft wird durch einen Schnitt das Wachstum noch mehr angeregt, so dass nach einiger Zeit ein erneuter Schnitt notwendig ist.

Löffelbaum
Löffelbaum

Überwinterung

Der Crassula ist nicht winterhart und muss dementsprechend ins Haus geholt werden, sobald es Herbst wird. Bereits ab August werden die Wassergaben reduziert.

Optimal ist es, wenn der Löffelbaum in ein helles Winterquartier gebracht wird, in dem Temperaturen zwischen 7° und 12°C herrschen. Steht ein solches nicht zur Verfügung, kann der Crassula notfalls auch in einem gewöhnlichen Wohnraum kultiviert werden. Dabei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass dieser nicht zu warm ist und dass dort keine trockene Luft herrscht.

Krankheiten und Schädlinge

  • Mehltau: Bildet sich weißer, puderartiger Belag auf den Blättern, so ist dies ein Indiz für Mehltau. Betroffene Pflanzenteile müssen umgehend entfernt und entsorgt werden; außerdem muss ein spezielles Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden.
  • Pilze: Zeigen sich runde Flecken auf den Blättern, handelt es sich dabei in der Regel um Pilze. Da diese Krankheit nicht von alleine heilt, muss ebenfalls ein spezielles Pflanzenschutzmittel angewandt werden; zudem ist es unabdingbar, die betroffenen Pflanzenteile umgehend zu entfernen.
  • Blattläuse: Steht der Crassula Hobbit im Sommer im Freien, siedeln sich gerne Blattläuse an ihm an. Bei leichtem Befall können Hausmittel zu deren Bekämpfung eingesetzt werden; ist der Befall jedoch sehr stark, hilft nur ein spezielles Pflanzenschutzmittel.
  • Spinnmilben: Die kleinen Schädlinge treten überwiegend während der Überwinterung auf, wenn die Umgebung zu warm und/oder zu trocken ist. Sie sollten mit einem Pflanzenschutzmittel vernichtet werden.

 

 

Graphiken: © skymoon13 – Fotolia.com; goa novi – Fotolia.com; art_zzz – Fotolia.com; Aleksey Solodov – Fotolia.com; Maksim Shebeko – Fotolia.com


11 Kommentare

  1. Hallo,
    ich mag ungewöhnliche Pflanzen, habe aber manchmal Probleme, weil ich nicht genug über deren Pflege weiß. Mein größtes Sorgenkind ist mein Geldbaum. Crassula Hobbit verliert seine Blätter und sieht schon richtig kahl aus. Das ist kein schöner Anblick. Was kann ich dagegen tun? Mache ich etwas falsch bei der Pflege meiner Pflanze? Vielen Dank schon einmal für eure Tipps,
    liebe Grüße,
    Agnes

    1. Hallo,
      allgemein gilt Crassula Hobbit als eher pflegeleicht. Aber dem stimme ich nicht zu. Wenn diese Pflanze ihre Blätter verliert, dann kann es viele Ursachen haben. Es kann an zu viel oder zu wenig Licht liegen. Es besteht die Möglichkeit, dass zu viel oder zu wenig gegossen wurde. Außerdem kommen noch Zugluft oder Befall mit Schädlingen infrage….

    2. Hallo Agnes,
      der Verlust der Blätter kann daran liegen, dass dein Löffelbaum Zugluft abbekommen hat. Beim Lüften solltest du ihn von der Fensterbank nehmen. Ein weiterer Grund kann eine unausgewogene Bewässerung sein. Die Blätter fallen ab, wenn das Bäumchen entweder zu reichlich gewässert wird oder wenn es zu wenig Wasser erhält. Du solltest vor dem Gießen prüfen, ob die Erde schon wieder trocken ist.

    3. Guten Morgen, wenn der Löffelbaum seine Blätter abwirft, dann solltest du ihn an einen hellen Standort ohne Zugluft stellen. Gerade um diese Jahreszeit kann es leicht vorkommen, dass die Pflanze zu wenig Licht bekommt. Eventuell kannst du während der dunklen Jahreszeit auch eine Pflanzenlampe nutzen. Außerdem ist es erforderlich, dass du regelmäßig und bei Bedarf wässerst, der Löffelbaum darf aber nicht „ertränkt“ werden.

  2. Hallo Agnes,
    ich hatte vor einiger Zeit ähnliche Probleme mit meinem Löffelbaum. Meine Nachbarin, die sich gut mit Pflanzen auskennt, hat mir dann den entscheidenden Tipp gegeben. Ich habe meinen Löffelbaum zu oft gegossen und habe ihn in handelsübliche Blumenerde umgetopft. Sie hat mir geraten, die Pflanze weniger zu gießen und der Blumenerde Perlite hinzuzufügen. Ich habe den Rat befolgt und nach einigen Wochen hat sich mein Löffelbäumchen zum Glück erholt.
    Frank

  3. Hallo,
    seit einigen Wochen besitze ich einen Löffelbaum, den ich im Baumarkt kurzentschlossen gekauft habe, weil ich die Pflanze optisch sehr ansprechend fand.
    Ich würde gerne mehr über meinen Löffelbaum erfahren. Weiß jemand hier, zu welcher Familie der Löffelbaum gehört, ist er mit Kakteen verwandt, er hat so fleischige Blätter?
    Was ist bei der Pflege von Crassula Hobbit zu beachten?
    Viele Grüße,
    Sepp

    1. Hi Sepp,
      Crassula Hobbit gehört zur Familie der Dickblattgewächse. Sowohl Kakteen als auch Dickblattgewächse zählen zu den sukkulenten Pflanzen. Es besteht also eine gewisse Verwandtschaft zwischen deinem Löffelbaum und einem Kaktus. Bei der Pflege solltest du auf Anzeichen von Krankheiten und auf Schädlinge achten. Steht die Pflanze im Sommer auf der Terrasse, kann sie von Blattläusen befallen werden, die bei einem rechtzeitigen Erkennen leicht mit Hausmitteln entfernt werden können.

    2. Der Löffelbaum gehört zu den Dickblattgewächsen, was man unschwer anhand der Blätter erkennen kann. ei der Pflege solltest du darauf achten, dass Crassula Hobbit nicht winterfest ist und den Winter über deshalb nicht im Freien verbringen kann. Das Winterquartier sollte kühl und hell sein. Außerdem bevorzugt der Löffelbaum eine Umgebung mit hoher Luftfeuchtigkeit. Wenn du also einen hellen und kühlen Platz auf der Fensterbank im Bad hast, ist dieser Platz gut geeignet für deinen Löffelbaum.

    3. Hallo Sepp,
      dein Löffelbaum gehört der Familie der Dickblattgewächse an. Der Löffelbaum ist einfach zu halten und eignet sich auch für Pflanzen-Anfänger. Wichtig ist, dass du Zugluft vermeidest und vor dem Gießen überprüfst, wie nass oder trocken das Substrat ist. Lichtmangel und Kälte solltest du vermeiden. Wenn du dies beherzigt, solltest du viel Freude mit dem Löffelbaum haben. Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Pflege deines Dickblattgewächses.

    4. Hallo,
      der Löffelbaum ist verwandt mit den Kakteen, wenn auch nur indirekt. Kakteen und Löffelbäume gehören nicht zur selben Familie. Der Löffelbaum ist ein Mitglied der Familie der Dickblattgewächse. Bei der Pflege von Crassula Hobbit solltest du auf einen kompakten und gepflegten Wuchs achten. Dies erreichst du durch einen gezielten Schnitt im Frühsommer, indem du nach unten wachsende und schwache Triebe entfernst.

  4. Hallo Zimmerpflanzenfreunde! 🙂

    Ich hatte einen schönen Pflanzenstand vom Löffelbaum, er war mindestens 30 cm hoch und genauso breit, die Stängel waren voller Blätter, also eine äußerst schöne und dekorative Pflanze! Gegossen habe ich sie einmal in der Woche und sie hat sich über die letzten Jahre hinweg prächtig entwickelt.
    Im Frühjahr diesen Jahres ließ sie jedoch auf einmal die Blätter hängen, sie fielen ab und das ging soweit, dass sogar zwei Stämmchen eingegangen sind. Ich habe die Pflanze aus dem Topf genommen und den Wurzelballen komplett freigelegt, hier war die Pflanze durchgeweicht und hat teilweise auch etwas geschimmelt. Ich habe die Schadstellen entfernt, die Schnittstelle trocknen lassen und die nun nicht mehr so ansehnliche Hälfte wieder eingepflanzt. Das ist etwa 3 Monate her und ich war guter Hoffnung. Jetzt sieht es allerdings so aus, als ob sie es nicht überlebt, weil der vorletzte Stängel nun ebenfalls durchweicht ist und nach unten hängt.
    Es fiel mir jedoch auf, dass sich an den oberen Enden dieses Stängels kleine Luftwurzeln knapp unter den Blättern ausgebildet hatten! Ich nehme an, dass die Pflanze hier einen Überlebenskniff entwickelt hat, sodass sich die kleinen Wurzeln möglicherweise, wenn der Stängel abfällen würde, neu im Boden festsetzen würden. Ich habe diese Enden mit den Luftwurzeln alle vom kaputten Stämmchen abgeschnitten, in Seramis gesetzt und mit etwas Dünger angegossen. Die Töpfchen stehen jetzt erstmal im Fenster mit Westseite. Ich werde jetzt abwarten, ob sie anwachsen, denn mit dem Bewurzeln über Blattstecklinge hatte ich bei dieser Pflanze bis jetzt noch kein Glück :/

    Ich nehme an, dass sich Staunässe im Topf gebildet hat und dass dadurch das Wurzelwerk sukzessive beschädigt wurde, wodurch die einzelnen Stämmchen eins nach dem anderen von innen heraus vergammelt sind. Das ist ziemlich schade, denn ich mag diese Pfalnze gern. Aber vielleicht schaffen es die kleinen Stecklinge! 🙂

    Beste Grüße,
    Heiko

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Du kannst unter Pseudonym kommentieren. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ja, ich habe die Datenschutzerklärung gelesen.