Liguster / Ligusterhecke – Tipps zum Pflanzen, Schneiden, Vermehren sowie Pflege und Krankheiten

Beeren an einem Strauch des Gewöhnlichen Liguster, Ligustrum vulgare
Liguster (Ligustrum)

Liguster (Ligustrum, auch „Rainweide“ genannt) ist sehr gut als Hecke geeignet: Sie ist winterhart, sehr schnell wachsend, hoch und dicht verzweigt. Man kann sie gut scheiden und sie ist sehr pflegeleicht. Vor dem Pflanzen ist jedoch zu beachten, dass nicht alle Arten immergrün und die Beeren giftig sind.

Ligusterhecke

Eine Ligusterhecke zu pflanzen, ist immer eine gute Idee. Zum einen wächst der Liguster sehr, sehr schnell und dicht (mindestens 40 cm pro Jahr), was dazu führt, dass innerhalb kürzester Zeit der gewünschte Sichtschutz entsteht.

Ligusterpflanzen erreichen eine Höhe von 2 – 3 m, so dass sie auch von der Höhe her optimal als Heckenpflanze anzusehen sind.

Ligusterpflanzen gibt es in verschiedenen Arten: immergrüne und nicht immergrüne. Doch selbst diejenigen Ligusterpflanzen, die im Herbst ihr Laub abwerfen, bieten durch ihren stark verzeigten Wuchs immer noch einen sehr guten Sichtschutz.

Standort

Der Liguster stellt überhaupt keine Ansprüche an Standort- und Bodenverhältnisse. Das bedeutet für den Hobbygärtner, dass er freie Hand bei der Standortwahl hat – der Liguster gedeiht überall…

Liguster pflanzen – Anleitung

  • Pflanzgröße: Ligusterpflanzen, welche eine Höhe von circa 80 cm besitzen, eignen sich optimal zum Einpflanzen.
  • Pflanzzeit: Die beste Pflanzzeit ist vom Oktober bis in den April – natürlich nur an frostfreien Tagen.
  • Pflanzabstand: Ligusterpflanzen sollten in einem Abstand von 30 cm zueinander gepflanzt werden; als Faustregel gilt: drei Pflanzen pro Meter Hecke.
  • Pflanzloch, -graben: Das Pflanzloch für Ligusterpflanzen sollte eine Breite und Tiefe von jeweils 40 cm haben; bei Heckenpflanzung ist es angebracht, einen Graben mit ebendiesen Maßen auszuheben.
  • Damit die Ligusterhecke gerade wird, ist es empfehlenswert, an deren Anfang sowie am Ende Stäbe in den Boden zu rammen und eine Schnur zu spannen. So ist gewährleistet, dass die Ligusterhecke nicht irgendwo einen unerwünschten Bogen macht…

Liguster schneiden

Liguster sollte häufig geschnitten werden, weil dadurch sein Wachstum sehr angeregt wird.

Der beste Zeitpunkt für einen Schnitt ist das Frühjahr, und zwar noch vor dem ersten Austrieb.

Ligusterhecken können durchaus 2-3 Mal pro Jahr in Form geschnitten werden; sie treiben immer wieder aus.

In der Zeit zwischen dem 01. März und dem 30. September sollte allerdings auf einen Schnitt verzichtet werden, da in den Ligusterhecken Vögel brüten könnten.

Gartenbista-Tipp: Zu beachten ist, dass Ligusterhecken keine Blüten bilden, wenn ein jährlicher Schnitt erfolgt.

Pflege: Düngen & Gießen

  • Kein Düngen: Der Liguster ist extrem pflegeleicht und benötigt weder Dünger noch eine regelmäßige Wassergabe.
  • Gießen: Lediglich frisch gepflanzte Ligusterpflanzen müssen regelmäßig gegossen werden; ansonsten braucht der Liguster nur bei extremer Hitze eine kleine Erfrischung.

Vermehren durch Stecklinge

Die Ligustervermehrung ist ein sehr einfaches Procedere:

  • im Frühjahr werden 20 cm lange Stecklinge abgeschnitten
  • in ein Wasserglas gesteckt, welches mit Plastikfolie überzogen wird.
  • Nach einigen Wochen bilden sich genügend Wurzeln, so dass die jungen Ligusterpflanzen in die Erde gebracht werden können.

Liguster Beeren – giftig!

Die Vögel lieben die schwarzen Beeren, die der Liguster aus seinen gelb weißen Blüten, die im Juni/Juli entstehen, hervorbringt. Sie dienen ihnen als wichtige Nahrungsquelle; so kann man als Ligusterbesitzer ganz nebenbei auch etwas für den Tier- beziehungsweise Naturschutz tun…

Achtung: Die schwarzen Beeren der Liguster sind jedoch giftig für den Menschen und können Übelkeit, Erbrechen und Durchfall hervorrufen.

Krankheiten & Schädlinge

Liguster kann gelegentlich von Pilzkrankheiten heimgesucht werden welche durch feuchtes Wetter begünstigt werden. Die Blattfleckenkrankheit äußert sich durch braune oder schwarze Flecken auf den Blättern; gegen diese Pilzkrankheit hilft nur der Einsatz eines speziellen Pflanzenschutzmittels.

Blattläuse, Ligusterblattläuse sowie Dickmaulrüssler sind immer wieder gerne auf Ligusterhecken anzutreffen. Allerdings stellen sie nur in den seltensten Fällen eine wirkliche Bedrohung für die Ligusterpflanzen dar (vor allem die Dickmaulrüssler), so das ein Eingreifen seitens des Gartenbesitzers in der Regel nicht notwendig ist.

Graphik: © ingwio – Fotolia.com


, Kategorie: Pflanzen

4 Kommentare

  1. Liguster löst bei mir und weitere Bekannten starke Allergiesyptome aus. Eine ganz üble und zudem giftige Planze. Kinder können die giftigen Beeren essen. Muss mehrmals pro Jahr geschnitten werden – ineffizient, hohe Pflegekosten.

    Jedem der darauf verzichtet herzlichen Dank…denn es gibt viele die wirklich unter diesen Hecken leiden.

  2. Auch wir haben eine Ligusterhecke, die in diesem Jahr sage und schreibe 50 Jahre unser Grundstück umschließt. Das mit den Beeren ist Quatsch. Die meisten Kinderc wissen, dass sie am besten garnichts aus der Natur essen sollten. Von der Himbeere (möglicher Fuchsbandwurmbefall) bis zu den roten Vogelbeeren (giftig). Als verantwortungsvolle Eltern weist man seine Kinder daraufhin. Ineffizient ist die Hecke nicht. Ein Jägerzaun zum Beispiel braucht mehr – und giftige Pflege..

    In 50 Jahren hat sich nie jemand über Allergieprobleme beklagt. Unsere Hecke ist ca 40Meter lang und 2,50 Meter hoch, sowie 1 Meter breit – an manchen Stellen sogar 2 Meter. Es gibt Wespennester und sehr viele Vogelnester in ihr. Und darum sehen wir nur Gutes darin. Ein ganz klares Votum FÜR den Liguster!

    1. Lieber Kurt!
      Seit wann sind Vogelbeeren giftig?! Sie sind sehr Vitaminreich. Gekocht und zu Marmelade verarbeitet sind sie sehr schmackhaft. Also, bitte keinen Unsinn verbreiten! Auch kann man einen Jägerzaun durchaus giftfrei pflegen, wenn man will!

  3. Wir haben eine 40jährige Ligusterhecke. Diese beinhaltet 4 Seiten. Jetzt fangen nur bei eine Seite die Äste kahl zu werden . Es werden richtige Löcher und man kann die Wurzeln ganz leicht aus der Erde ziehen. Was können wir machen?

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