Witwenblume (Knautia) Pflege – Tipps: Standort & Vermehrung

Violette WitwenblumeFrüher war sie nur an Feld- und Wegesrändern zu finden; heutzutage wird sie auch gerne als Zierpflanze im eigenen Garten angepflanzt: die Witwenblume; liebvoll „Knautia“ genannt. Die bis zu 80 cm hohe Staude mit den zarten weißen, rosafarbenen, pinken oder violetten Blüten, die auf langen Stängeln sitzen, ist sehr bescheiden und demzufolge pflegeleicht. Ohne großen Arbeitsaufwand seitens des Gartenbesitzers kann die Witwenblume viele Jahre lang ein Blumenbeet verschönern. Darüber hinaus ist sie eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten.

Knautia, Witwenblume Pflanzen – Steckbrief von Gartenbista:

Witwenblume Standort: Sonne erwünscht

Die kleine Staude liebt die Sonne und möchte deswegen gerne einen sonnendurchfluteten Standort haben. Notfalls nimmt sie auch mit einem Plätzchen im Halbschatten vorlieb; allzu schattige Orte mag sie jedoch gar nicht. Wenn der ihr zugewiesene Standort auch noch windgeschützt ist, fühlt sich die Krautie rundum wohl.

Der Boden sollte nährstoffreich und durchlässig sein; keinesfalls darf sich Staunässe bilden.

Saure Böden sind tödlich für die Pflanze. Wer ihr nur einen solchen bieten kann, sollte entweder auf die schöne Zierpflanze verzichten oder den Boden mit Kalk anreichern.

Witwenblume als Kübelpflanze

Die Krautia lässt sich auch im Kübel kultivieren. Dabei ist jedoch zwingend darauf zu achten, dass sich keine Staunässe bildet. Um diese zu vermeiden, sollte unten in das Pflanzgefäß eine Schicht Kies gegeben werden. Darüber hinaus muss unbedingt die Möglichkeit des Wasserablaufs im Boden des Kübels gegeben sein.

Witwenblume pflanzen im Frühjahr

Die Witwenblume ist im Fachhandel erhältlich; die beste Pflanzzeit ist das Frühjahr, wobei auch im Herbst eine Pflanzung möglich ist. Vor dem Einbringen in die Erde sollten die Stauden gut gewässert werden; dasselbe gilt für die erste Zeit nach dem Einpflanzen

Witwenblume Aussaat

Witwenblumen Samen kann sowohl von bestehenden Pflanzen gewonnen als auch im Fachhandel erworben werden. Zu beachten ist jedoch, dass durch Aussaat entstanden Pflanzen meistens nur einjährig sind.

Die Krautia wird im zeitigen Frühjahr ausgesät, und zwar in Anzuchtschalen im Hause. Haben die Pflanzen eine Höhe von circa 5 cm erreicht, müssen sie pikiert werden. Sinnvoll ist es, sie direkt an Ort und Stelle zu pflanzen.

Witwenblume Pflege – Tipps

  • Gießen: Eine regelmäßige Wassergabe ist notwendig, insbesondere bei Trockenheit. Dabei ist darauf zu achten, dass nicht zu stark gegossen wird, so dass sich keine Staunässe bildet.
  • Düngen: Eine Gabe Langzeitdünger im Frühjahr ist sinnvoll.
  • Schneiden: Verblühte und welke Pflanzenteile sollten abgeschnitten werden.
  • Überwintern: Die Witwenblume ist winterhart und benötigt keinen speziellen Frostschutz.

Witwenblume Vermehrung durch Teilung

Die Witwenblume lässt sich sehr gut durch Teilung vermehren. Hierfür wird sie im Frühjahr ausgegraben. Dann wird die Wurzel mit einem scharfen Spaten geteilt und die beiden neu entstandenen Pflanzen wieder in die Erde gebracht.

Im Übrigen sorgt eine solche Teilung nicht nur dafür, dass neue Pflanzen entstehen: sie hilft auch den älteren Krauties dabei, sich wieder kräftiger zu entwickeln.

Auch ist eine Vermehrung durch Stecklinge möglich: im Frühjahr werden circa 5 cm lange Stecklinge abgeschnitten und in einen Topf mit Erde gesteckt, welcher mit Folie abgedeckt wird. Nach etwa einem Monat haben sich Wurzeln gebildet; die Pflanzen können dann ins Freiland gepflanzt werden.

Darüber hinaus vermehrt sich die Witwenblume selbst, indem sie ihre Samen großzügig an ihrem Standort verteilt. Wer diese Selbstaussaat nicht wünscht, sollt verblühte Blütenstände unbedingt entfernen.

Die Samen können allerdings gut aufgehoben und für eine kontrollierte Aussaat im Folgejahr genutzt werden.

Witwenblume Schädlinge und Krankheiten

Schädlinge und Krankheiten sind bei der Krautia nicht bekannt, es kann jedoch zur Wurzelfäule kommen. Dieser Pflegefehler entsteht durch eine übermäßige Wassergabe.

Graphik: © julene91 – Fotolia.com


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