Koniferen Pflege, Standort, pflanzen & Sorten

Koniferen pflanzen
Koniferen pflanzen

Bei Vorschlägen bezüglich der Gartengestaltung wird man als Gartenbesitzer häufig mit dem Begriff „Koniferen“ konfrontiert. Eine vage Vermutung, was sich dahinter verbergen könnte, hat wohl jeder. Doch was sind eigentlich Koniferen wirklich?

Koniferenz – Steckbrief von Gartenbista:

Was sind Koniferen?

Bei Koniferen handelt es sich um Nadelhölzer, welche nahezu überall auf der Welt vertreten sind. Meistens sind es Bäume, die Zapfen in irgendeiner Form hervorbringen. Daher stammt auch ihre Bezeichnung „Zapfenträger“.

Koniferen verdunsten Wasser über ihre Nadeln; dies geschieht sowohl im Sommer als auch im Winter. Ihre Wurzeln gehen meistens tief in die Erde hinein.

Koniferen sind immergrün, so dass sie sowohl im Sommer als auch im Winter einen sehr schönen Anblick bieten. Doch nicht nur das: Koniferen sind ausgesprochen pflegeleicht und kommen auch mit widrigen äußeren Umständen zurecht. Auch sind sie ausgesprochen resistent gegenüber Schädlingen und Krankheiten. Kurz gesagt: Koniferen sind ein pflegeleichtes Instrument, um jeden Garten zu begrünen und zu verschönern…

Koniferen Sorten

  • Wacholder
  • Zypresse
  • Zwergkiefer
  • Eibe
  • Schirmtanne
  • Muschelzypresse
  • Lebensbaum
  • Kugelzypresse
  • Kiefer
  • Zwerglebensbaum

Koniferen pflanzen

Koniferen sind eine echte Zierde für jeden Garten. Doch bevor man sich als Gartenbesitzer an ihnen erfreut, kommt erst einmal etwas Arbeit auf einen zu: Koniferen pflanzen.

a) Koniferen: Pflanzzeit beachten

Konifere Standort
Konifere Standort

Die beste Pflanzzeit für wurzelnackte Koniferen ist der Sommer. Dies hat den Hintergrund, dass die Koniferen in den Sommermonaten besonders gut wachsen und deshalb auch so gut anwachsen, wenn der Boden warm ist. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit der Frühjahrspflanzung, welche ebenfalls möglich ist, da sich bis zum Winter genügend Wurzeln bilden können, um die kalte Jahreszeit zu überstehen.

Anders hingegen ist die Lage bei Koniferen, welche als Ballenware gekauft worden sind: es ist empfehlenswert, diese im Herbst auszupflanzen, da die ungeschützten Ballen im Sommer leichter austrocknen können.

b) Koniferen Standort: sonnig bis halbschattig

Koniferen stellen keine besonderen Ansprüche an ihren Standort. Optimal ist ein sonniges bis halbschattiges Plätzchen.

Lediglich die Eibe sowie der Zwerglebensbaum bevorzugen einen schattigen Standort.

c) Boden vor dem Koniferen Pflanzen vorbereiten

Bevor die Koniferen in die Erde können, muss diese vorbereitet werden. dazu gehört zum einen, die Erde schön zu lockern:  die Nadelgehölze besitzen in der Regel viele Feinwurzeln, die nicht stark genug sind, durch festes Erdwerk durchzudringen.

Das Erdloch, in welches die Pflanze gesetzt werden soll, muss zweimal so gro0 sein wie der Ballen selbst. Im Übrigen ist es sehr empfehlenswert, Ballenware zu kaufen, anstelle von Containerpflanzen.

Koniferen pflanzen – So geht´s!

Als Faustregel gilt: beim Koniferen Pflanzen sollte das Pflanzloch 1,5-mal so groß sein wie der Wurzelballen.

Handelt es sich bei der Konifere um Ballenware, sollte das Ballentuch erst im pflanzloch geöffnet werden, da es den Wurzeln einen optimalen Schutz bietet. Falls möglich, sollte das Tuch entfern werden; ansonsten kann es auch in dem Pflanzloch verbleiben.

Die Konifere darf nicht zu tief eingesetzt werden. Das Loch mit Erde auffüllen und gießen.

In der ersten Zeit nach dem Pflanzen muss die Koniferen direkt auf den Ballen gegossen werden. Zu beachten ist, dass kleine Koniferen grundsätzlich besser Wurzeln als große. Bei höheren Koniferen ist es zudem ratsam, ihnen einen Stützpfahl zu geben, der ihnen in der Anfangszeit die nötige Stabilität verleiht.

Sollten Koniferen als Hecke gepflanzt werden, ist es sehr wichtig, auf den nötigen Abstand zwischen den einzelnen Koniferenpflanzen zu achten.

Koniferen schneiden: Wann? Wie?

Richtig schneiden
Richtig schneiden

So schön ungeniert und ungehemmt wachsende Koniferen auch aussehen: es kommt der Tag, an dem sie geschnitten werden sollten. Ein Schnitt dient nämlich nicht nur der Verschönerung der Optik, sondern auch der Stärkung der Gehölze. Dadurch werden sie resistenter gegenüber Krankheiten und Schädlingen.

a) Wann soll man Koniferen schneiden?

Koniferen können eigentlich das ganze Jahr über geschnitten werden, wenn es frostfrei ist. Auch sollte der Schnitt keinesfalls in praller Sonne erfolgen – optimal eignet sich ein trüber Tag für diese Tätigkeit.

b) Wachstum beeinflussen durch Koniferen Schneiden

Durch einen korrekten Schnitt kann das Wachstum der Koniferen beeinflusst werden. Dieser sollte alle halbe Jahre geschehen.

Werden den Koniferen im Frühjahr sowie Spätsommer die Spitzen entfernt, so wird dadurch ein allzu schnelles Wachstum gedämmt, ohne dass kahle Stellen entstehen.

Achtung beim Spitze Schneiden: Einige Koniferen-Sorten sind nicht wirklich in der Lage, eine neue obere Spitze zu bilden. Ist diese einmal ab, so muss das Pflänzchen ohne sie weiterleben…

c) Wie kann man Koniferen schneiden?

In welcher Art der Koniferen Schnitt absolviert wird, ist abhängig davon, wie die Pflanze individuell wächst. Ist sie eine Solitärpflanze? Ein Teil einer Hecke? Ist ersteres der Fall, so sollte die Konifere einen Formschnitt bekommen. Dieser dient in erster Linie der Optik; das bedeutet, die Konifere sollte so geschnitten werden, wie es der Gartenbesitzer wünscht. Dabei sind folgende Regeln zu beachten:

  • Nicht zu tief ins Holz schneiden
  • Lieber einmal öfter als zu tief schneiden
  • Ältere Koniferen nicht mehr in Form schneiden; sie können von innen her nicht mehr nachwachsen
  • Bereits bei Jungpflanzen mit dem Formschnitt beginnen
  • Keinen Radikalschnitt praktizieren!

Beim Heckenschnitt ist es wichtig, dass dieser gleichmäßig erfolgt. Optimal für die Pflanzen ist es, wenn die Hecke oben schmaler ist als unten; so erhält die komplette Konifere genügend Licht und Wasser.

Gartenbista-Tipp: Nach dem Schnitt die Pflanzen gründlich wässern!

Koniferen Vermehrung

Die Vermehrung von Koniferen erfolgt im Spätsommer über Stecklinge.

Koniferen richtig düngen: So geht´s!

a) Warum sollten Koniferen gedüngt werden?

Eine bessere Nährstoffversorgung führt generell zu einem besseren Wachstum der Poflanzen. Dies ist bei Koniferen nicht anders, darüber hinaus werden sie widerstandsfähiger und sind somit besser gegen Krankheiten und Pilzbefall geschützt.Ist eine Konifere nährstofftechnisch unterversorgt, so zeigt sie dies durch Braunwerden ihrer Triebe. Diese können dann abgeschnitten werden.

b) Womit sollte man seine Koniferen düngen?

Es gibt verschiedene Methoden, Koniferen zu düngen. Die einfachste ist der Einsatz eines Spezialdüngers, der im Fachhandel erhältlich ist. Anwendungshinweise sollten hierbei genau beachtet werden, damit die Gehölze zwar alle

Wann düngen?
Wann düngen?

Nährstoffe bekommen, die sie benötigen, aber nicht überversorgt werden.Darüber hinaus können Koniferen mit organischem Dünger versorgt werden, beispielsweise mit Stallmist. Alternativ kann

auch Kunstdünger verwendet werden, zum Beispiel Blaukorn. Auch bei diesen Methoden gilt: so sparsam wie möglich, damit keine Überdüngung stattfindet.

c) Wann und wie oft sollen Koniferen gedüngt werden?

Die erste Düngung darf frühestens vier Wochen nach der Pflanzung stattfinden. Wird Langzeitdünger verwendet, so reicht eine einmalige Gabe pro Jahr aus; normaler Dünger hingegen muss zweimal jährlich verabreicht werden, und zwar im April und im Juli.

Generell ist Mitte Juli mit Düngen Schluss. Erhalten die Koniferen zu einem späteren Zeitpunkt noch Nährstoffe, können ihre Triebe nicht mehr richtig ausreifen. Somit wären sie sehr frostgefährdet.

d) Koniferen richtig düngen: So geht´s!

Dünger darf niemals auf die Pflanzenteile oder auf die Wurzeln geraten. Dies würde zu Verbrennungen führen. Der Koniferendünger wird nur außen auf der Erde um die Pflanze herum verteilt und – gegebenenfalls – leicht eingeharkt – nicht eingegraben!

Koniferen Krankheiten, Koniferen Schädlinge

oniferen sind zwar eigentlich sehr robuste, widerstandsfähige und krankheitsresistente Pflanzen, doch selbst sie bleiben nicht von Krankheiten und Schädlingen verschont. Vorbeugend kann man als Gartenbesitzer zwar durch ausreichend Wasser und Nährstoffe sowie eine korrekte Standortwahl, doch im Falle eines Falles ist der Einsatz eines speziellen Pflanzenschutzmittels oft unabdingbar. Im besten Fall hingegen reicht ein Entfernen des betroffenen Triebes.

a) Welche Krankheiten treten bei Koniferen auf?

Leider treten insbesondere Pilzkrankheiten häufig an Koniferen auf. Sie äußern sich unter anderem in Trieb- und Zweigsterben, Wurzel- oder Stammfäule. Zu den häufigsten Krankheiten zählen:

  • Kiefernblasenrost: Eine Pilzkrankheit, die den Wassertransport innerhalb der Pflanze erschwert. Dies führt dazu, dass der betroffene Trieb abstirbt.
  • Kiefernschütte, ebenfalls eine Pilzkrankheit: Die Nadeln werden braun und fallen ab. An feuchten Tagen wandert der Pilz auf gesunde Triebe über, was im schlimmsten Fall zu einem kompletten Eingehen der Pflanze führt.
  • Thujaschuppenbräune: Diese Pilzkrankheit äußert sich darin, dass einzelne vergilbte Blattschuppen auf der Unterseite der Zweige sichtbar sind. Später fallen die befallenen Triebe einfach ab.
  • Generell ist es bei Pilzerkrankungen sinnvoll, zunächst einen Rückschnitt bis tief in das gesunde Holz hinein zu versuchen. Erst, wenn dieser keinen Erfolg bringt, sollte ein Pflanzenschutzmittel angewandt werden.

b) Welche Schädlinge sind an Koniferen zu finden?

  • Borkenkäfer, die mehrere Generationen im Jahr hervorbringen
  • Gelbe Fichtengallenlaus, die einjährige Triebe bevorzugt
  • Sitkafichtenlaus, die an den Nadeln saugt, bis diese schließlich abfallen
  • Wolllaus, die die Triebe aussaugt und somit die Koniferen extrem schwächt
  • Thujaminiermotte, deren Raupen Fraßgänge in Schuppenzweige bohrt, so dass diese dann von innen austrocknen und braun werden

Symbolgrafiken: © Kasia Bialasiewicz – Fotolia.com; © antonsov85 – Fotolia.com; © The Photos – Fotolia.com; © Roxana – Fotolia.com


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