Knollenbegonie Pflege, Standort, Vermehrung & Überwintern

Begonie in pinkKnollenbegonien sind ganz besonders bei jenen Garten- oder Balkonbesitzern beliebt, die viel Schatten bieten können, da diese Pflanzen kein direktes Sonnenlicht mögen. Knollenbegonien entwickeln sich erst dann so richtig gut, wenn sie im (Halb-)Schatten wachsen können. haben sie einen optimalen Platz gefunden, machen sie ihrem Besitzer den ganzen Sommer über Freude mit ihren dicken, farbenfrohen Blüten, welche einen Durchmesser von bis zu 10 cm erreichen können. Knollenbegonien gibt es in allen möglichen Farben: Weiß, Gelb, Lachs, Rosa, Orange, Rot – nur nicht in Blau.

Knollenbegonie – Steckbrief von Gartenbista:

Knollenbegonie pflanzen nach den Eisheiligen

Neben einem schattigen Standort wünschen sich Knollenbegonien einen nährstoffreichen Boden. Dort können sie nach den Eisheiligen (Mitte Mai) in 20 – 40 cm Abstand zueinander gepflanzt werden.

Werden Knollen in die Erde gesetzt, welche noch nicht getrieben haben, ist darauf zu achten, dass sie nur zur Hälfte in die Erde kommen.

360°-Video von der roten Begonie (Begonia)

In diesem Gartenbista-Video zeigen wir Ihnen in einer 360°-Ansicht, wie die rote Begonie (Begonia) ausschaut.

360°-Video von der roten Begonie (Begonia) – Gartenbista-Videostudio, gedreht im Juni

360°-Video von der rosanen Begonie (Begonia)

In diesem Gartenbista-Video zeigen wir Ihnen in einer 360°-Ansicht, wie die rosane Begonie (Begonia) ausschaut.

360°-Video von der rosanen Begonie (Begonia) – Gartenbista-Videostudio, gedreht im März

Knollenbegonien vermehren durch Aussaat, Teilung oder Stecklinge

Für die Vermehrung von Knollenbegonien bestehen drei verschiedene Möglichkeiten:

  • Aussaat
  • Teilung
  • Stecklinge

Die Knollenbegonien Aussaat ist recht schwierig: Knollenbegoniensamen werden in der Zeit von November bis Januar in kleine Töpfe gesteckt, wo sie bei Temperaturen zwischen 23° und 25°C keimen sollen.

Erfahrungsgemäß tun das aber nur die wenigsten der Samen. Wesentlich sinnvoller sind hingegen die anderen beiden Möglichkeiten der Knollenbegonien Vermehrung: sowohl die Teilung als auch die Vermehrung durch Stecklinge ist nahezu immer erfolgreich.

Die Teilung von Knollenbegonien erfolgt im Frühjahr. Es ist lediglich darauf zu achten, dass jedes der Teile mindestens ein Auge besitzt.

Kopfstecklinge werden im späten Frühjahr beziehungsweise im Frühsommer von der Begonie abgetrennt. Sie können entweder in einem Wasserglas, oder aber direkt in einem mit Erde gefülltem Topf bewurzeln.

Knollenbegonien überwintern: Achtung, Knollenbegonien sind nicht frosthart!

Knollenbegonien können – einmal gekauft – einem Gartenbesitzer jahrelang Freude bereiten. Gräbt er die Knollen vor dem ersten Frost aus, können sie problemlos überwintert und im folgenden Frühjahr wieder in den Garten gebracht werden.

Nach dem Ausgraben müssen die Knollen auf Fäulnis und Schädlinge hin untersucht werden. Befallene Knollen müssen sofort entsorgt werden. Die anderen werden an einen kühlen Ort (5 – 7°C) gebracht, beispielsweise in einem Keller oder einer Garage, nachdem ihnen sämtliche Pflanzenteile entfernt worden sind.

Mitte Februar sollten die Begonienknollen in Blumentöpfe gesteckt werden, welche mit Erde gefüllt sind. Bei Temperaturen um die 15°C haben die Knollenbegonien nun genügend Zeit, zu treiben. Anfänglich haben sie nur einen geringen Wasserbedarf; je mehr Blätter sich allerdings bilden, desto höher wird dieser. Alle 14 Tage können die Knollen gerne gedüngt werden.

Sollten sich an den jungen Trieben bereits im März oder April Blüten bilden, sollten diese abgeknipst werden, damit die Knollenbegonien ihre Kraft in die Bildung von Trieben stecken.

Ab Anfang April dürfen die Knollenbegonien tagsüber an einen geschützten, schattigen Standort im Garten gestellt werden, damit sie abhärten. Abends müssen sie aber unbedingt wieder ins Haus gebracht werden, da Knollenbegonien nicht frosthart sind. Erst nach den Eisheiligen dürfen sie dann endgültig im Freien bleiben.

Knollenbegonie: Krankheiten, Schädlinge

Knollenbegonien sind ein wenig anfällig für Pilzkrankheiten, vor allem, wenn sie zu feucht stehen. Um derartige Schäden zu vermeiden, sollte unbedingt auf eine nicht zu großzügige Wassergabe geachtet werden. Gegen Echten Mehltau sollte ein spezielles Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden.

Blattläuse und Blattälchen sind gelegentlich auf Knollenbegonien zu finden. Während die ersteren nur selten größere Schäden verursachen, können die Blattälchen dafür sorgen, dass eine Knollenbegonie komplett zerstört wird. Um dies zu verhindern, sollten die betroffenen Blätter entfernt und die Knollenbegonie mit einem Spülmittel-Wassergemisch abgewaschen werden.

Graphik: © mrphotography – Fotolia.com


4 Kommentare

  1. Ich habe mir dieses Frühjahr Knollen der Begonie gekauft und die Knollen nur bis zur Häfte in die Erde gesetzt. Nun habe ich ein Problem. Wenn ich recht informiert bin, sollte die Knolle 5 cm unter der Erdoberfläche sein. Meine Knollen haben schon ausgetrieben und bekommen schon Blätter. Meine Befürchtung ist, dass die ausgetriebenen Keime absterben bzw. abfaulen, wenn ich jetzt die ausgetriebenen Knollen mit Erde abdecke.
    Wie ist die richtige Vorgehensweise?
    Für einen Hinweis bin ich sehr dankbar.
    Mit freundlichen Grüßen
    Otto List

    1. Hallo, Herr List!

      Wenn Sie die Knollen ganz mit Erde bedecken, kann es natürlich passieren, dass Ihnen die Keime absterben. Dies ist allerdings die weniger schlimme Alternative, denn es können sich immer wieder weitere bilden (Knollenbegonien treiben immer wieder aus). Viel schlimmer wäre es, wenn Sie den Status Quo beibehalten würden (Knollen nur zur Hälfte mit Erde bedeckt). Wie sollen Ihre Begonien denn das Jahr überleben, wenn die Knolle schutzlos dem Regen, dem Wetter, Schädlingen etc. ausgesetzt ist?
      Es ist also sinnvoll, Ihre Knollen jetzt in der korrekten Tiefe in die Erde zu setzen und sie dann an einen warmen Ort zu stellen (wenn möglich, bei Temperaturen über 15°C, da es ja bereits Ende März ist).
      Viele Grüße

      Elietta Becker

  2. Ich hab neue kl. Knollenbegonien gekauft.Müssen diese auch erst gewässert werden und wie tief dann in den Boden…bevor sie nochmals in neue Kästen gesetzt werden nach dem Austrieb? Danke schon im Voraus

    1. Nein, neue Knollenbegonien müssen nicht gewässert werden. Die Knollen sollten etwa 1-2 cm mit Erde bedeckt werden. Haben die Triebe eine Länge von 5 cm erreicht, müssen die Knollen in ein größeres Pflanzgefäß umgetopft werden.

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