Karde Pflege und Heilwirkung – auch gegen Borreliose einsetzbar

cardo dei lanaioli (Dipsacus fullonum)Sie ist leicht mit einer Distel zu verwechseln: die Karde, die hierzulande an Ufern und auf Weiden anzutreffen ist. Manch ein Hobbygärtner möchte gerne diese interessante zweijährige Pflanze auf seinem eigenen Grundstück haben – nicht zuletzt wegen ihrer tollen Heilwirkung. Der Karden Anbau im eigenen Garten ist grundsätzlich möglich, jedoch muss man sich darüber im Klaren sein, dass diese Pflanze eigentlich für die freie Natur geschaffen ist und weniger für heimische Beete.

Karde Pflanzen – Steckbrief von Gartenbista:

Karden Pflege – Tipps

  • Aussaat: Die Karde liebt steinige Bodenverhältnisse und sollte deswegen auf einem trockenen, sandigen Boden gepflanzt beziehungsweise ausgesät werden.
  • Standort: Bei der Wahl des Standorts sollte zudem beachtet werden, dass die Pflanze eine Höhe von 1,5 m erreichen kann.
  • Blütezeit: Die Karde ist zweijährig. Im Oktober des zweiten Lebensjahres wird ihre Wurzel ausgegraben und getrocknet.
  • Trocknen: Wichtig beim Trocknen der Kardenwurzel ist, dass dieser Prozess zügig vonstatten geht. Ist dies nicht möglich, kann die Wurzel bei 40°C in den Backofen gelegt werden.

Karde Heilwirkung

Die Karde wirkt

  • antibakteriell,
  • blutreinigend,
  • harntreibend und
  • schweißtreibend,

und wird deswegen unterstützend bei

  • Furunkeln,
  • Hautkrankheiten,
  • Kopfschmerzen,
  • Magenbeschwerden,
  • Ödemen,
  • Rheuma und
  • Verdauungsschwäche

sowie zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt. Hierfür wird ein Tee aus der frischen oder getrockneten und zerkleinerten Kardenwurzel hergestellt: einen Teelöffel der Wurzel mit 200 ml heißem Wasser übergießen und 10 min ziehen lassen. Danach abseihen. Dieser Tee kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewandt werden.

Karde gegen Borreliose

Die interessanteste Heilwirkung der Karde ist jedoch bei Borreliose zu beobachten, einer Erkrankung, bei der die Patienten nahezu kaum homöopathische Unterstützung bekommen. Die Karde wird hierbei entweder als Tee oder als Tinktur angewendet. Die Tinktur wird aus einer im Herbst frisch geernteten Wurzel hergestellt. Diese wird gewaschen und zerkleinert (Achtung, sie ist sehr hart!) und in ein Glas mit Schraubdeckel gefüllt. Ist dieses zur Hälfte gefüllt, wird Doppelkorn hinzugegeben, bis die Karde bedeckt ist. Dann wird das Glas verschlossen und für 2 – 6 Wochen an einen warmen Ort gestellt. Hat die Tinktur genug gezogen, wird sie gefiltert und in eine Flasche abgefüllt.

Wird diese an einem dunklen und vor allem kühlen Ort gelagert, hält sich die Tinktur ein Jahr lang.

Bitte beachten Sie, dass gartenbista-Artikel nicht den fachlichen Rat eines Arztes, Heilpraktikers oder Physiotherapeuten ersetzen können. Außerdem übernimmt weder der Autor noch gartenbista das Risiko für eine Eigenbehandlung aufgrund dieses Artikels.

Graphik: © paolofusacchia – Fotolia.com


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