Wissenswertes über die Jasminblüte

Jasminblüte
Jasminblüte

Überwiegend abends, wenn viele andere Pflanzen sich zur Nachtruhe begeben, verströmt die Jasminblüte ihren ansprechenden Duft. Dieser ist mit nichts vergleichbar und wird sehr gerne als Grundlage für Parfüms genutzt. Doch Vorsicht: sämtliche Teile des Echten Jasmins sind giftig.

Allgemeine Informationen zur Jasminblüte

Jasminblüten haben eine besondere Stellung in der Pflanzenwelt. Dies liegt zum einen an ihrem betörenden Duft, zum anderen an ihrer Bedeutung in der Blumensprache: sie stehen

für Reinheit sowie Liebenswürdigkeit. Verschenkt man Jasmin, so soll dies ausdrücken, dass der Empfänger bezaubernd ist.

Die Jasminblüten entwickeln sich überwiegend an den Spitzen junger Triebe. Dort sind sie traubenförmig angeordnet; eine Traube kann aus bis zu zehn einzelnen Blüten bestehen.

Aussehen

Die Blüten sind etwa 2,5 cm groß und bestehen aus einem gelben, unauffälligen Stempel in der Mitte, der von fünf bis neun weißen Blütenblättern umgeben ist. Diese sind länglich-oval und sternenförmig angeordnet.

Merkmale

So schön die Jasminblüten aussehen, so giftig sind sie auch. Sie enthalten – wie die anderen Pflanzenteile im Übrigen auch – viele ätherische Öle. Diese können bereits bei Hautkontakt Vergiftungssymptome hervorrufen. Es kommt neben Hautentzündungen zu

  • Erbrechen,
  • Herz-Kreislaufstörungen,
  • Mundtrockenheit sowie
  • Sehstörungen.

Jeglicher Verzehr ist zwingend zu unterlassen.

Gartenbista-Tipp: Da Jasmin nicht nur für Menschen, sondern auch für Tiere giftig ist, sollte eine derartige Pflanze nicht in einem Haushalt kultiviert werden, in dem Haustiere leben.

Verwendung

Jasminöl
Jasminöl

Aus den Jasminblüten werden Duftöle gewonnen. Diese werden unter anderem zur Herstellung von Parfüm, Duft- oder Aromaölen verwendet; auch in der Kosmetik sind sie sehr beliebt.

Jasminblüten findet man darüber hinaus in Form von Gesundheitstees oder Globuli für die homöopathische Anwendung. Dabei ist jedoch keinesfalls eine Selbstmedikation sinnvoll; auch darf der Tee aufgrund der Giftigkeit der Pflanzenteile nicht selbst hergestellt werden.

Wann hat Jasmin Blütezeit?

Je nach Sorte beginnt die Jasmin Blütezeit im Juni.

Wie lange?

Abgesehen von dem wunderschönen Anblick und dem bezaubernden Duft ist die lange Blütezeit ein weiterer Grund für die große Beliebtheit des Echten Jasmins. Er blüht quasi den ganzen Sommer lang bis in den September hinein. Doch auch nach der Blüte bietet er einen interessanten Anblick: er bildet Beeren, die zunächst dunkelrot schimmern und sich später ins Violette verfärben.

Gründe für das Ausbleiben der Jasminblüte

Leider kann es durchaus passieren, dass der ansonsten so blühfreudige Jasmin plötzlich keine Blüten mehr bildet. Die Gründe hierfür liegen meist in unsachgemäßer Pflege.

Falsche Überwinterung

Gelegentlich bekommt der Jasmin ein zu warmes Winterquartier. Hohe Temperaturen während der Überwinterung führen jedoch dazu, dass die Blüte ausbleibt. Grundsätzlich darf es nicht wärmer als 10°C sein.

Unsachgemäßer Schnitt

Wer allzu beherzt und unbeschwert zur Schere greift, braucht sich nicht zu wundern, wenn der Blütenstrauch ihm das übelnimmt. Wird er nämlich zu stark eingekürzt, so ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die Blütenstände mit entfernt wurden. Da sich diese überwiegend an neuen Trieben entwickeln, sollten vorsorglich nur alte entfernt werden. dieser vorsichtige Rückschnitt erfolgt im zeitigen Frühjahr vor dem Austrieb.

Achtung: Aufgrund der Giftigkeit beim Jasmin Schneiden immer Handschuhe tragen!

Unpassender Standort

Jasmin in voller Blüte
Jasmin in voller Blüte

Damit er sich optimal entwickeln kann, braucht der Echte Jasmin viel Licht und Sonne. Dabei ist es unerheblich, ob er im Freiland oder auf dem Balkon kultiviert wird. An einem zu dunklen, kalten oder schattigen Standort ist es sehr wahrscheinlich, dass keine Jasminblüte zu sehen sein wird.

Achtung: Hinter Glas sollte er keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein, da diese zu Verbrennungen führen kann.

Alter der Pflanze

Leider ist auch oftmals das Alter des Jasmins ursächlich für ein Ausbleiben der Blüte. Bevor man ihn entsorgt, kann jedoch versucht werden, ihn zu verjüngen. Hierfür werden im Frühjahr sämtliche Pflanzenteile auf ein Drittel eingekürzt. Zusätzlich sollten stark überalterte Triebe bodennah abgeschnitten werden. Zwar wird es nach solch einer Radikalkur mindestens zwei Jahre dauern, bis sich eine Blüte zeigt, aber die Chancen sind allemal vorhanden.

Tipps & Tricks zur Förderung der Jasminblüte

Um wirklich regelmäßig eine schöne Jasminblüte zu erhalten, sollten die oben erwähnten Pflegetipps beachtet beziehungsweise durchgeführt werden: Überwinterung, Schnitt, Standort sowie Verjüngung.

 

Symbolgraphiken: © Amphawan – stock.adobe.com; hitdelight – stock.adobe.com; Valentin – stock.adobe.com


, Kategorie: Pflanzen

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