Japanischer Spindelstrauch Pflege – Standort, Vermehrung & Überwinterung

Japanischer Spindelstrauch
Japanischer Spindelstrauch

Die Japanischer Spindelstrauch Pflege ist recht einfach, da das Gewächs sehr anspruchslos, bescheiden und dankbar ist. Mit nur wenig gärtnerischem Aufwand kann man jahrelang Freude an dem dekorativen Strauch haben, der im günstigsten Fall sogar Blüten hervorbringen wird.

Japanischer Spindelstrauch Pflanzen-Steckbrief von Gartenbista

  • Standort: warm, sonnig bis halbschattig
  • Substrat: durchlässig, humos
  • Pflanzenhöhe/-größe: bis 4 m
  • Kübelhaltung: möglich
  • Gießen: mäßig
  • Düngen: Frühjahr und Herbst mit Kompost oder Hornspänen, AprilJuni mit Flüssigdünger
  • Schneiden: im Frühjahr
  • Überwintern: winterhart, in Kübelhaltung und kalten Regionen schützen
  • Vermehrung: Aussaat, Stecklinge
  • Giftig: ja
  • Heilwirkung: keine bekannt
  • Krankheiten und Schädlinge: Mehltau, Läuse

Allgemeine Informationen über Japanischer Spindelstrauch

Der Japanische Spindelstrauch, Euonymus japonicus, gehört zur Familie der Spindelbaumgewächse, zu der etwa 100 verschiedene Gattungen mit mehr als 1.200 Arten gehören. Ursprünglich ist er in Asien beheimatet. Er wächst entweder strauchförmig oder als kleiner Baum, wobei er Wuchshöhen bis maximal 8 m erreicht. Hierzulande wird er Japanische Spindelstrauch vorwiegend als Strauch kultiviert und kann bis zu 4 m hoch werden. Er ist nicht nur immergrün, sondern auch noch mehrfarbig. Je nach Sorte können seine Blätter einen weißen Rand aufweisen oder gelblich schimmern. Im Herbst bekommen einige von ihnen zudem eine wunderschöne Herbstfärbung.

Im Juli bildet der dekorative Strauch kleine, eher unscheinbare, weiße Blüten. Aus ihnen entwickeln sich später rosafarbene Früchte.

Japanischer Spindelstrauch Pflege – Standort

Spindelstrauch
Spindelstrauch

Da der Euonymus Wärme liebt, sollte er einen möglichst sonnigen Standort bekommen. Auch im Halbschatten gedeiht er gut. Schattige Plätze hingegen sollten ihm nicht angeboten werden: zwar wird er dort nicht eingehen, jedoch kann sich dort die dekorative Blattfärbung nicht entwickeln. Auch die Blüten würden nur spärlich bis gar nicht erscheinen.

Bei der Wahl des Standortes sollte zudem beachtet werden, dass der Japanische Spindelstrauch viel Platz benötigt. Als Faustregel gilt: ein Abstand in der Hälfte der zu erwartenden Wuchshöhe sollte zwingend zu anderen Pflanzen, Mauern etc. eingehalten werden. Ausnahmen bestehen lediglich bei jenen Gewächsen, die als Hecke kultiviert werden sollen. Damit dies auch wirklich ein blickdichter Sichtschutz wird, müssen die Pflanzen etwas näher beieinander gepflanzt werden.

Boden

Der Boden sollte

  • durchlässig und
  • humos

sein. Zwar ist der Japanischer Spindelstrauch sehr anspruchslos, doch unter optimalen Bodenverhältnissen bekommt er einen dichten, buschigen Wuchs, wunderschöne Blätter und viele Blüten.

Gartenbista-Tipp: Erfüllt der Boden nicht die gewünschten Voraussetzungen, kann beim Pflanzen eine Drainage gelegt und/oder der Aushub mit Kompost angereichert werden.

Japanischer Spindelstrauch Pflege Tipps

Ist der passende Standort gefunden, so gedeiht der dekorative Strauch nahezu von alleine. Dennoch sollte er ein wenig Aufmerksamkeit seitens seines Besitzers bekommen.

Gartenbista-Tipp: Eine Mulchschicht rund um den Wurzelbereich auftragen. Dieser speichert nicht nur Flüssigkeit, sondern gibt auch Nährstoffe ab.

Gießen

Wenn der Japanische Spindelstrauch im Freien ausgepflanzt ist, so benötigt er nur so viel Wasser, dass sein Wurzelballen nicht komplett austrocknet. Für gewöhnlich sind derartige Wassergaben nur in langen Trockenperioden und bei starker Hitze notwendig.

Anders hingegen in Kübelhaltung: der Strauch sollte regelmäßig gegossen werden, jedoch nur in einem solchen Maße, dass sich keine Staunässe bildet. Diese verträgt er überhaupt nicht.

Düngen

Im Frühjahr sowie im Herbst kann gut verrotteter Kompost in die Erde eingearbeitet werden. Auch Hornspäne sind gut geeignet.

Von April bis Juni freut sich der Spindelstrauch über eine Gabe Flüssigdünger alle zwei Wochen zusammen mit seinem Gießwasser. Ab Juli sollten die Düngegaben immer weiter reduziert werden, bis ab September gar nicht mehr gedüngt wird.

Gehört Schneiden zu Japanischer Spindelstrauch Pflege?

Früchte des Japanischen Spindelstrauchs
Früchte des Japanischen Spindelstrauchs

Der Euonymus ist sehr schnittverträglich und kann zudem in nahezu jede gewünschte Form geschnitten werden. Sollte dabei ein Fehler unterlaufen, so verzeiht das Gewächs diesen und gedeiht trotzdem.

Ein regelmäßiger Schnitt sorgt dafür, dass der Japanische Spindelstrauch buschiger und somit blickdichter wird. Diese Maßnahme sollte im Frühjahr durchgeführt werden. So ist gewährleistet, dass der Strauch den Winter über nicht kahl ist. Bei Heckenpflanzen sind unbedingt die diesbezüglichen gesetzlichen Regelungen zum Schutz brütender und nistender Gartenvögel zu beachten.

Wichtig ist außerdem, dass ausschließlich scharfes Werkzeug verwendet wird. Keinesfalls sollten die Pflanzenteile gequetscht werden.

Gartenbista-Tipp: Da der Japanische Spindelstrauch giftig ist, sollten beim Schneiden Handschuhe getragen werden.

Japanischer Spindelstrauch Vermehrung

Wer möchte, kann seinen Japanischen Spindelstrauch vermehren. Hierfür stehen zwei verschiedene Methoden zur Auswahl:

  • Aussaat
  • Stecklinge

Grundsätzlich sollte die Stecklingsvermehrung bevorzugt werden. Aus Saatgut gezogene Jungpflanzen wachsen nur sehr langsam, so dass es Jahre dauert, bis man einen einigermaßen großen Strauch besitzt.

Aussaat

Saatgut ist im guten Fachhandel erhältlich. Unter Umständen kann es auch aus den getrockneten Früchten gewonnen werden.

Die Aussaat selbst erfolgt im Frühjahr. Da sie sehr langwierig ist, empfiehlt sich die Anzucht in kleinen Pflanzgefäßen.

Stecklinge

Wesentlich schneller kommt man zum Erfolg, wenn Stecklinge verwendet werden. Dies sollte möglichst im Hochsommer geschehen:

  • 15 – 20 cm lange, verholzte Triebe abschneiden
  • Untere Blätter entfernen
  • Anzuchtgefäße mit nährstoffreichem Substrat füllen
  • Stecklinge in das Substrat stecken
  • Angießen
  • Gefäße an einen warmen Ort stellen

Zeigen sich neue Blätter, so sind diese ein Indiz für eine erfolgreiche Wurzelbildung.

Ist Japanischer Spindelstrauch winterhart?

Zwar ist der dekorative Strauch winterhart, jedoch sollte er in kalten Regionen einen leichten Winterschutz bekommen. Eine Schicht Reisig oder Laub schützt den Wurzelbereich.

Tipps zum Überwintern im Kübel

Wird der Japanische Spindelstrauch im Kübel kultiviert, so sollte er unbedingt vor Frost geschützt werden. Das Pflanzgefäß sollte mit einem Frostschutzvlies oder Luftpolsterfolie umwickelt und an einem geschützten Standort ausgestellt werden, gerne auf einen Holz- oder Styropurblock. Alternativ kann der Strauch in einem kühlen Winterquartier überwintern.

 

Symbolgraphiken: © lukasbeno – stock.adobe.com; skymoon13 – stock.adobe.com; Erik – stock.adobe.com


, Kategorie: Pflanzen

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