Japanische Wunderblume pflanzen – das ist zu beachten

Japanische Wunderblume
Japanische Wunderblume

Tagsüber hat man als Gartenbesitzer schon mal die Befürchtung, dass sich die Japanische Wunderblume nicht wohl fühlt und im Eingehen begriffen ist. Nachmittags hingegen öffnet sie ihre wunderschönen Blüten und verströmt einen intensiven Duft. Beim Pflanzen und Pflegen sollten einige Kriterien beachtet werden.

Japanische Wunderblume – Pflanzen-Steckbrief von Gartenbista

  • Blütezeit: JuniOktober
  • Blütenfarbe: gelb, orangefarben, rot, mehrfarbig, rosafarben
  • Standort: sonnig, warm, windgeschützt
  • Boden: locker, nährstoffreich
  • Kübelhaltung: möglich
  • Pflanzenhöhe/-größe: 60 – 100 cm
  • Gießen: regelmäßig
  • Düngen: alle zwei Wochen mit Flüssigdünger
  • Schneiden: nicht notwendig
  • Vermehrung: Aussaat
  • Aussaatzeit: ab März im Haus; Direktsaat nicht sinnvoll
  • Überwinterung: nicht winterhart; Knollen im Winterquartier lagern
  • Giftig: Samen und Knollen leicht giftig
  • Heilwirkung: Blüten und Blätter entzündungshemmend, wundheilend und verdauungsunterstützend
  • Krankheiten und Schädlinge: keine bekannt

Japanische Wunderblume pflanzen

Geschlossene Blüten am Tag
Geschlossene Blüten am Tag

Die dekorative kleine Zierpflanze ist etwas für echte Liebhaber außergewöhnlicher Gewächse. Tagsüber steht sie schlapp und inaktiv herum. Erst am späten Nachmittag öffnet sie ihre stark duftenden Blüten, welche die ganze Nacht geöffnet bleiben. Am folgenden Morgen sind sie verblüht. Dies tut der Beliebtheit der Wunderblume jedoch keinen Abbruch, im Gegenteil: sie erstrahlt in vollem Glanz, wenn sich die meisten anderen Pflanzen zur Nachtruhe begeben haben. Sie verschönert so nächtliche Hausgärten und ist eine beliebte Nahrungsquelle für Nachtfalter. Zudem werden verblühte Blüten umgehend durch neue ersetzt, so dass die Blütenpracht über Monate hinweg nicht abreißt.

Übrigens: An einer einzigen Pflanze können sämtliche Blütenfarben vorkommen.

Standort

Die Japanische Wunderblume, Mirabilis jalapa, stammt nicht etwa aus Japan, sondern aus Südamerika. Demzufolge mag sie es gerne warm und sonnig, und genauso sollte ihr hiesiger Standort auch ausfallen. Zudem noch etwas windgeschützt, da die filigranen Pflanzenteile starken Stürmen nicht standhalten können.

Boden

Bezüglich des Bodens ist die Japanische Wunderblume sehr anspruchslos. Sie gedeiht in normalem Gartenboden, solange dieser

  • locker und
  • nährstoffreich

ist.

Japanische Wunderblume auf dem Balkon pflanzen?

Die Mirabilis jalapa kann sehr gut in Kübelhaltung kultiviert werden, also auch auf dem Balkon. Dabei ist jedoch zu beachten, dass das Pflanzgefäß unten Löcher besitzen muss, durch die überschüssiges Wasser abfließen kann. Auch sollte unten in das Gefäß eine Drainage aus Kies oder Blähton gelegt werden, um Staunässe zu vermeiden.

Wann kann man Japanische Wunderblume pflanzen?

Da die Zierpflanze keine Kälte und keinen Frost verträgt, sollte sie erst ins Freie, wenn keine diesbezüglichen Gefahren mehr drohen.

Vor den Eisheiligen?

Es ist davon abzuraten, eine Pflanzung vor den Eisheiligen (Mitte Mai) vorzunehmen. Bis dahin können immer noch Spätfröste kommen, welche zwangsläufig zum Eingehen der Mirabilis führen würden.

Anleitung zum Japanische Wunderblume Pflanzen

  • Erde am gewählten Standort auflockern
  • So lange harken, bis das Substrat feinkrümelig geworden ist
  • Pflanzlöcher ausheben
  • Aushub mit Kompost oder Hornspänen vermischen
  • Eine Knolle in jedes Pflanzloch setzen, wobei dies maximal drei Zentimeter tief geschehen darf
  • Löcher mit Aushub auffüllen
  • Angießen

Gartenbista-Tipp: In Rabatten wirken die Japanische Wunderblumen besonders beeindruckend aufgrund ihrer verschiedenfarbigen Blüten.

Abstand

Fröhliche Wunderblumen im Garten
Fröhliche Wunderblumen im Garten

Zwischen den einzelnen Pflanzen sollte ein Abstand von 50 – 70 cm eingehalten werden, da sie sich auch seitlich gerne ausbreiten. Dies gilt auch für jene Wunderblumen, die in Pflanzgefäßen kultiviert werden.

Richtige Pflege

Die Japanische Wunderblume benötigt ein wenig Aufmerksamkeit seitens des Hobbygärtners. Sollten aus irgendeinem Grund die verblühten Blüten nicht von selbst abfallen, sollten sie entfernt werden. diese Maßnahme sorgt für eine scheinbar endlose Blütezeit.

Gießen

Um den hohen Wasserbedarf zu decken, sollte die Mirabilis regelmäßig gegossen werden. an heißen tagen sowie in langen Trockenperioden kann dies auch zweimal am Tag notwendig sein. Staunässe ist dabei zu vermeiden.

Düngen

Alle 14 Tage sollte etwas Flüssigdünger zusammen mit dem Gießwasser verabreicht werden. Die letzte Gabe erfolgt im September.

Ist die Japanische Wunderblume winterhart?

Die kleine Zierpflanze ist nicht winterhart. Bereits Temperaturen zwischen 10° C und 5° C machen ihr zu schaffen, so dass sie keinesfalls derartigen Bedingungen ausgesetzt werden sollte. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sie einjährig kultiviert werden muss. Es ist durchaus möglich, sie zu überwintern.

Tipps zur Überwinterung

Mirabilis ist nicht winterhart!
Mirabilis ist nicht winterhart!

Die Japanische Wunderblume zeigt an, wenn sie sich ausgepowert hat und nun in die Winterruhe gehen möchte: ihre Blätter werden gelb, die Blütenpracht lässt merklich nach. Noch bevor der erste Frost eintritt, müssen die Knollen ausgegraben werden. Bitte nicht zu lange warten, da ansonsten die Gefahr besteht, dass sie Schäden durch zu niedrige Temperaturen nehmen. Dies geschieht in Freilandkultur mithilfe einer Grabegabel; in Kübelhaltung können sie vorsichtig mit den Händen ausgebuddelt werden. Eventuell anhaftende Erde wird sorgfältig abgeklopft. Danach werden sowohl die Wurzeln als auch die eingezogenen Triebe abgeschnitten.

Ist dies geschehen, können die Knollen in ihr Winterquartier, welches idealerweise Temperaturen zwischen 5° C und 10° C aufweist. Wichtig ist, dass sie sich nicht berühren. Sehr gerne können sie auf einen Gitterrost gelegt werden. Alternativ können sie auch in eine Kiste mit trockenem Sand oder Sägespänen aufbewahrt werden.

Die Knollen der Japanische Wunderblume dürfen weder austrocknen nach faulen. Eine regelmäßige Kontrolle ist daher notwendig. Ist die Luftfeuchtigkeit zu gering, werden sie alle 2-3 Wochen leicht eingesprüht. Wenn jedoch eine hohe Luftfeuchtigkeit im Winterquartier herrscht, so müssen sie regelmäßig gedreht werden.

 

Symbolgraphiken: © M. Schuppich – stock.adobe.com; hecos – stock.adobe.com; vaz1 – stock.adobe.com; Mlle Sonyah – stock.adobe.com

 


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