Harlekinweide (Salix integra Hakuro Nishiki) schneiden

Die Harlekinweide (Salix integra Hakuro Nishiki) – ein wunderschöner Blickfang, vor allem für kleine Gärten

Harlekinweide (Salix integra Hakuro Nishiki) schneiden
Harlekinweide (Salix integra Hakuro Nishiki) schneiden

Die Harlekinweide (Salix integra Hakuro Nishiki) mit ihren auffälligen, panaschierten Blättern wird oft als Hochstamm kultiviert und eignet sich daher sehr gut für kleinere Gärten als Solitärgewächs.

Ebenso gut eignet sie sich als Kübelpflanze für Terrassen und Balkone, sie ist also eine ideale Solitärpflanze für alle, die nicht viel Platz zur Verfügung haben.

Aber auch in größeren Gärten machen die dekorativen Hochstämmchen, die besonders schön aussehen, wenn sie um den Stamm herum mit bunt blühenden Blumen kombiniert werden, ein gute Figur und ziehen viele Blicke auf sich.

Wissenswertes zur Harlekinweide im Überblick

  • Wissenschaftlicher Name: Salix integra
  • Panaschierte Sorte: Hakuro Nishiki
  • Weitere Namen: die Harlekinweide ist auch als Japanische Zierweide bekannt.
  • Ordnung: Malpighiales (malpighienartige Gewächse)
  • Familie: Salicaceae (Weidengewächste)
  • Gattung: Salix (Weiden)
  • Heimat: die Harlekinweide stammt ursprünglich aus Ostasien.
  • Vorkommen: in ihrer Heimat wächst die Harlekinweide auf feuchten Wiesen und in der Nähe von Gewässern.
  • Wuchshöhe: als Strauch kann die Harlekinweide eine Wuchshöhe von bis zu drei Metern erreichen.
  • Blätter: auffällig an der Harlekinweide sind ihre panaschierten Blätter, die im Austrieb rosa-weiß marmoriert sind und sich im Lauf des Sommers zu einem satten Grün umfärben.
  • Kultivierung: für die Kultivierung im Garten oder im Kübel wird die Harlekinweide (Salix integra Hakuro Nishiki) meist als etwa ein Meter hoher Hochstamm angeboten.
  • Blüte: im Frühjahr vor dem Laubaustrieb bildet die Harlekinweide Kätzchen aus.
  • Rinde: die Rinde jüngerer Zweige ist gelblich oder rötlich gefärbt, sodass die Harlekinweide auch im Winter einen schönen Blickfang darstellt und etwas Farbe in den winterlich grauen Garten bringt.
  • Gifitigkeit: die Harlekinweide ist nicht giftig. Ihre Rinde enthält Salicin, das im Körper zu Salicylsäure umgewandelt wird. Salicylsäure ist der Grundstoff für zahlreiche schmerzlindernde und fiebersenkende Medikamente wie Aspirin.
  • Winterhart: die Harlekinweide ist winterhart.

Harlekinweide Standort

Die Harlekinweide (Salix integra Hakuro Nishiki) ist eine sehr genügsame Pflanze, die kaum Ansprüche an ihren Standort und den Boden stellt. Sie bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort, sollte jedoch nicht ungeschützt der Mittagssonne ausgesetzt sein. Daher ist beispielsweise ein Standort im Wanderschatten von Gebäuden gut geeignet, wo sie in der Mittagszeit vor der heißen Sonne geschützt wird.

Wird die Harlekinweide im Kübel auf dem Balkon oder der Terrasse gehalten, kann sie bei Bedarf auch umgestellt werden.

Einige Stunden Sonneneinstrahlung am Tag sind jedoch wichtig, damit die Harlekinweide ihre schönen rosa-weiß gefärbten Triebe ausbilden kann. Bekommt sie nicht genügend Licht und Sonne, werden die Farben blass bleiben, bei zu viel Sonne hingegen können die empfindlichen Blätter verbrennen.

Dadurch, dass die Harlekinweide (Salix integra Hakuro Nishiki) ein Flachwurzler ist, deren Wurzeln maximal einen Meter tief reichen, dafür aber weit und fein verzweigt sind, muss bei der Wahl des Standorts üblicherweise keine Rücksicht auf Versorgungsleitungen genommen werden. Auch das macht sie zu einer optimalen Solitärpflanze für kleinere Gärten.

Harlekinweide Boden

An den Boden stellt die Harlekinweide (Salix integra Hakuro Nishiki) ebenfalls keine großen Ansprüche. Zwar bevorzugt sie leichte, durchlässige und eher sandhaltige Böden, doch sie wächst auch in schwereren Böden gut.

Gartenbista-Tipp: Schlecht durchlässige und verdichtete Böden sollten vor dem Pflanzen einer Harlekinweide gründlich aufgelockert werden, es kann auch etwas Sand oder Kieselsteine untergemischt werden, um den Boden durchlässiger zu machen.

Im Kübel sollte immer auf eine gute Drainage geachtet werden, da Staunässe zu einem Kümmerwuchs führt.

Harlekinweide Pflege

  • Harlekinweide gießen
Harlekinweide (Salix integra Hakuro Nishiki) Hochstamm
Harlekinweide (Salix integra Hakuro Nishiki) Hochstamm

Viel Pflege braucht die Harlekinweide ebenfalls nicht. Junge und frisch gepflanzte Exemplare sollten regelmäßig gegossen werden, sodass die Erde immer leicht feucht ist. Das ist vor allem bei der Haltung im Kübel wichtig.

Bei länger anhaltenden Trockenperioden während des Sommers müssen auch ältere Pflanzen ausdauernd gewässert werden, sodass sich das gesamte Wurzelsystem gut mit Wasser vollsaugen kann.

In ihrer Heimat wachsen die Harlekinweiden in Gewässernähe oder auf feuchten Wiesen und sie bevorzugen daher einen feuchteren Standort und die Wurzeln dürfen nie vollständig austrocknen.

Als Flachwurzler ist die Harlekinweide bei Trockenheit auch nicht in der Lage, sich Wasser aus tieferen Erdschichten zu holen, an heißen Tagen sollte daher regelmäßig der Feuchtigkeitsgehalt der Erde überprüft werden.

Im Kübel trocknet die Erde noch schneller aus, sodass dort unter Umständen sogar zweimal täglich gegossen werden muss.

Gartenbista-Tipp: Um das Austrocknen der Erde und gleichzeitig das Verdichten des Bodens zu vermeiden, kann eine Schicht Mulch um den Stamm der Harlekinweide aufgebracht werden.

  • Harlekinweide düngen

Eine Düngung der Harlekinweide (Salix integra Hakuro Nishiki) ist eigentlich nur im Kübel notwendig. Im Freiland findet die anspruchslose Pflanze genügend Nährstoffe im Boden, im Kübel sind diese jedoch aufgrund des geringen Bodenvolumens sehr begrenzt und daher sollte die Pflanze etwa einmal monatlich mit Kompost oder flüssigem Langzeitdünger gedüngt werden.

Wird die Kübelpflanze gemulcht, um Austrocknung zu vermeiden, kann man sehr gut Kompost zum Mulchen verwenden und spart sich damit die zusätzliche Düngung.

Mehr Pflege braucht die Harlekinweide, abgesehen von einem jährlichen Rückschnitt, nicht.

Harlekinweide schneiden

Je nachdem, ob die Harlekinweide als Strauch oder als Hochstamm kultiviert wird, muss sie mehr oder weniger regelmäßig geschnitten werden.

Hochstamm Harlekinweide schneiden

Der Hochstamm besteht aus einem meist etwa einem Meter hohen kahlen Stamm mit einer kugelförmigen Laubkrone. Um diese Form zu erhalten, muss die Harlekinweide regelmäßig einen Formschnitt bekommen.

  • Harlekinweide Formschnitt: Um einen Formschnitt vorzunehmen, werden im Frühjahr, wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind, aber noch vor dem Laubaustrieb, alle Triebe gründlich eingekürzt. Am besten ist es, wenn alle Triebe auf eine Länge von 5 bis 10 Zentimetern zurückgeschnitten werden, wobei möglichst die Kugelform der Laubkrone erhalten bleiben sollte. Etwa drei bis vier Augenpaare sollten pro Trieb erhalten bleiben, damit die Harlekinweide kräftig austreiben kann.
  • Nachschnitt in den Sommermonaten: Da die Harlekinweide recht schnell wächst, wird sie während des Sommers immer wieder mal aus der Form geraten, wer gern die akkurate Kugelform beibehalten möchte, muss daher auch in den Sommermonaten immer wieder zur Gartenschere greifen und zu lang gewordene Triebe einkürzen.
  • Schneiden von hochstämmigen Harlekinweiden im Kübel: Hochstämme im Kübel müssen ebenso geschnitten werden wie Hochstämme im Freiland, wobei es sein kann, dass die Pflanzen im Kübel nicht ganz so schnell wachsen.

Gartenbista-Tipp: Zum Schneiden sollte man immer nur eine scharfe Gartenschere benutzen, da mit anderen, ungeeigneten oder stumpfen Schneidwerkzeugen die Triebe quetscht und dadurch beschädigt werden.

Harlekinweiden Strauch schneiden

Wächst die Harlekinweide (Salix integra Hakuro Nishiki) nicht als Hochstamm, sondern als Strauch, ist es nicht unbedingt erforderlich, sie jedes Jahr zu schneiden. Dennoch sollte jedes Jahr im Frühjahr ein leichtes Auslichten vorgenommen werden, bei dem tote und beschädigte Zweige entfernt werden. Auch verholzte, ältere Triebe, die schon brüchig aussehen, sollten bei dieser Gelegenheit entfernt werden.

Ist die Harlekinweide in der Wuchsform als Strauch aus den Fugen geraten und zu groß geworden, weil sie über längere Zeit nicht geschnitten wurde, kann sie auch großzügig oder sogar radikal zurückgeschnitten werden.

Je nach Erfordernis kann sie mit einem Radikalschnitt bis auf wenige Zentimeter über dem Boden heruntergeschnitten werden. Da alle Weidengewächse sehr schnittverträglich sind, wird sie auch nach dieser Radikalkur wieder neu austreiben.

Natürlich ist es aber auch möglich, die Harlekinweide als Strauch regelmäßig jährlich oder alle zwei Jahre zurückzuschneiden, damit eine solche Maßnahme gar nicht erst nötig wird.

Harlekinweide vermehren

  • Vermehrung der Harlekinweide über Stecklinge
Harlekinweide (Salix integra Hakuro Nishiki) Jungpflanze
Harlekinweide (Salix integra Hakuro Nishiki) Jungpflanze

Wie die meisten schnittverträglichen Pflanzen lässt sich die Harlekinweide theoretisch gut über Stecklinge vermehren. Die abgeschnittenen Triebe bewurzeln in einem Wasserglas sehr schnell und können dann in Anzuchtwerde gepflanzt werden.

In der Praxis stellt sich allerdings das Problem, dass es sich bei den Harlekinweiden immer um veredelte Pflanzen handelt, die vom Gärtner auf einer anderen Weiden-Art als Unterlage veredelt und dann meist als Hochstamm gezogen wurden.

Pflanzt man nun seinen bewurzelten Steckling ein, so wird dieser in den allermeisten Fällen ein anderes Aussehen haben als die ursprüngliche Pflanze und auch ein Hochstamm wird natürlich nicht ohne weiteres daraus wachsen. Oft sind die Wurzeln bei Stecklingen aus veredelten Pflanzen auch zu schwach, um den Trieb überleben zu lassen und er geht ein, bevor er richtig angewachsen ist.

  • Vermehrung der Harlekinweide über Samen

Auch die Vermehrung über Samen ist bei den Weiden und somit auch bei der Harlekinweide nicht ganz einfach. Es braucht auf jeden Fall eine männliche und eine weibliche Pflanze, um überhaupt fruchtbare Samen zu bekommen und es bleiben nur wenige Stunden, in denen die reifen Samen keimfähig sind und eingepflanzt werden können.

Ist die Harlekinweide winterhart?

Angewachsene Harlekinweiden im Freiland sind absolut winterhart, sie vertragen sogar problemlos Temperaturen unter -30°C.

Etwas anders sieht es bei frisch gepflanzten Exemplaren und Kübelpflanzen aus. Die Harlekinweide sollte daher möglichst im Frühjahr ins Freiland gepflanzt werden, damit sie Zeit hat, vor dem Winter gut anzuwurzeln.

Kübelpflanzen brauchen Schutz vor dem Durchfrieren des Wurzelballens, möchten den Winter aber trotzdem gern draußen verbringen. Der Kübel sollte mit Vlies oder Folie umwickelt und gegen Bodenfrost auf einen Holz- oder Styroporblock gestellt werden. Gerade jüngere Pflanzen nehmen einen geschützten Standort nahe einer Mauer gern an.

Harlekinweide Krankheiten und Schädlinge

Es sind keine spezifischen Krankheiten oder Schädlinge der Harlekinweide bekannt.

Heilwirkung der Harlekinweide (Salix integra Hakuro Nishiki)

Die Harlekinweide ist nicht giftig, sie enthält im Gegenteil wie alle Weidengewächse Inhaltsstoffe, die in der Medizin verwendet werden. So enthält die Rinde Salicin, den Grundstoff des Aspirins. Weidenrindentee wird eine fiebersenkende, schmerzlindernde und antirheumatische Wirkung nachgesagt.

Dennoch sollte man diese Präparate lieber auf ärztlichen Rat in der Apotheke holen, als auf eigene Faust den Garten zu plündern.

Die Harlekinweide: eine sehr ansprechende, pflegeleichte Solitärpflanze für kleine und große Gärten

Gerade die Besitzer kleiner Gärten haben es nicht immer leicht, eine passende Solitärpflanze als Blickfang zu finden. Mit der flachwurzelnden Harlekinweide, die vor allem als Hochstamm nur wenig Platz wegnimmt und an ihrem Fuß auch noch Raum für eine hübsche Bepflanzung bietet, ist jedoch genau der passende Blickfang für den kleinen Garten gefunden.

Aber auch in größeren Gärten macht sie eine gute Figur und zieht mit ihrem schön gefärbten Laub viele Blicke auf sich.

Die Harlekinweide (Salix integra Hakuro Nishiki) ist anspruchslos und pflegeleicht und damit auch sehr gut für Anfänger geeignet. Außerdem ist sie absolut ungiftig und stellt keinerlei Gefahr für Kinder oder Haustiere da.

Fotos: © chralexanat84, Jutta Adam, tsach – Fotolia.com


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.