Ist Goldrute giftig für Hunde, Katzen oder Menschen?

Goldrute
Goldrute

Diese Pflanzen sind hierzulande vielerorts zu finden. Sie erfreuen aufgrund ihrer leuchtend gelben Blüten nicht nur das menschliche Auge, sondern auch Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten, denen sie als Nahrungsquelle dienen. Häufig wird jedoch behauptet, dass Goldrute giftig sei. Das ist sie nicht; im Gegenteil: sie dient als traditionelle Heilpflanze unter anderem bei Harnwegsproblemen.

Goldrute – Giftstoffe und Symptome

Die Goldrute (Solidago) gehört zur Familie der Korbblütler. Ihre hauptsächlichen Inhaltsstoffe klingen alles andere als giftig, und das sind sie auch nicht:

  • Ätherische Öle
  • Flavonoide
  • Kaffeesäurederivate
  • Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Eisen
  • Phenylglykoside
  • Saponine

Goldrute giftig für Menschen

Von den in der Goldrute enthaltenen Stoffe ist kein einziger für den menschlichen Körper giftig. Sämtliche Pflanzenteile können berührt und/oder verzehrt weder, ohne dass eine gesundheitliche Gefahr von ihnen ausgeht.

Achtung: Wer gegen Korbblütler allergisch ist, sollte Kontakt mit der Solidago vermeiden!

Kinder/Baby

Auch Kinder können bedenkenlos mit Goldruten in Kontakt treten, solange sie keine Allergie gegen Korbblütler haben.

Dürfen Tiere Goldrute essen?

Es kommt immer wieder vor, dass Haus- oder Weidetiere an Trieben der Goldrute knabbern. Tierhalter geraten deswegen oft in Panik, weil sie von der Gefährlichkeit der Pflanze überzeugt sind. Diese Sorge ist unbegründet: es sind keine gesundheitlichen Schäden zu befürchten, wenn ein Tier die eine oder andere Goldrute gegessen hat.

Goldrute giftig für Hunde

Hunde können nicht nur Goldraute bedenkenlos zu sich nehmen; sie wird sogar gerne in der Veterinärmedizin eingesetzt. In Verbindung mit anderen Kräutern wird sie kurativ als Ergänzungsfutter zur Stärkung der Nieren sowie zum Durchspülen verabreicht. Wichtig dabei ist, dass für eine vermehrte Wasseraufnahme gesorgt werden muss.

Katzen gefährdet

Die leuchtend gelbe Farbe verleitet Katzen gelegentlich dazu, spielerisch in die Goldrute hinein zu beißen. Essen wird sie die Pflanze in der Regel nicht, jedoch könnte sie diese bedenkenlos tun: die Goldrute stellt keine Gefahr für die Samtpfoten dar.

Kaninchen

Auch Kaninchen werden ein Zusammentreffen mit einer Goldrute unbeschadet überleben: wie alle anderen Tiere auch, können sie gerne an der Pflanze nagen – eine Gefahr für Leib und Leben besteht nicht.

Pferde

Wie bei Hunden, können auch Pferde die Goldrute als Ergänzungsfutter bekommen. Hierbei ist zu beachten, dass für eine erhöhte Wasseraufnahme gesorgt werden muss, da das Kraut harntreibend wirkt.

Schafe

Schafe kommen auf ihren Weiden häufig mit der Goldraute in Berührung. Gelegentlich knabbern sie auch an ihr, was sie gerne tun können: Goldrute ist nicht giftig für Schafe.

Allergiker aufgepasst

Menschen, die allergisch gegen Korbblütler sind, sollten den Kontakt mit der Goldrute möglichst meiden. Sie kann allergische Reaktionen hervorrufen, wie beispielsweise:

  • Heuschnupfen
  • Kontaktdermatitis

Wer allergische Symptome bemerkt, sollte jeglichen Kontakt mit der Solidago umgehend einstellen und – je nach Schwere der Reaktionen – einen Arzt aufsuchen.

Goldrute als Heilpflanze

Im Juli/August werden die gelben Blütenspitzen gesammelt und an einem waren, luftigen und möglichst dunklen Ort kopfüber getrocknet.

Seit Jahrhunderten wird die Goldrute als Heilpflanze genutzt. Sie ist

  • Entwässernd,
  • entzündungshemmend,
  • harntreibend,
  • krampflösend,

und wird deswegen in der Homöopathie gerne unterstützend eingesetzt. Insbesondere kommt sie bei folgenden Beschwerden zum Einsatz:

wunden

  • Blasenleiden
  • Darmerkrankungen
  • Gicht
  • Hauterkrankungen
  • Nierenleiden
  • Rheuma

Sehr gerne wird die Goldrute innerlich als Tee angewendet. Hierfür benötigt man zwei Teelöffel des getrockneten Krautes pro Tasse. Der Tee sollte mindestens 20 Minuten ziehen, damit sämtliche Inhaltsstoffe aktiviert werden können.

Das Getränk kann auch äußerlich angewendet werden, indem es auf Wunden und ähnliches getupft wird.

 

Symbolgraphiken: © motivjaegerin1 – Fotolia.com


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