Gloxinie, Pflege, pflanzen, ist sie giftig & winterhart?

Gloxinie (Incarvillea delavayi)
Gloxinie (Incarvillea delavayi)

Die Gloxinie ist eine pflegeleichte, winterharte Staude, die mit ihren trompetenförmigen Blüten an vielen Standorten des Gartens ihre bezaubernde Schönheit entfaltet. Die aus Asien stammende Staude beeindruckt mit ihren großen Blüten, die in verschiedenen Farben intensiv leuchten.

Mit etwas Pflege, entwickelt sie im Sommer immer wieder neue, beeindruckende Blüten. Ob im Pflanzkübel, auf dem Balkon oder im Blumenbeet, die Trompetenblume ist eine Pflanze, die mit Ihrer Anmut und Farbenpracht die Blicke auf sich zieht.

Gloxinie (Incarvillea delavayi) – Steckbrief von Gartenbista

Gloxinie (Incarvillea delavayi): Pflegetipps für Schnellleser

  • Blütezeit: Juni/Juli
  • Standort: halbschattig bis sonnig
  • Boden: neutral bis sauer, humusreich, durchlässig und kalkarm
  • Pflanzzeit: ab Mai
  • Pflanzen: die Knolle 5 cm tief eingraben, zwischen den Knollen 20 bis 30 cm Platz lassen
  • Vermehrung: durch Aussaat oder Teilung
  • Aussaatzeit: im Frühjahr
  • Gießen: regelmäßig, zu viel gießen vermeiden
  • Düngen: im Frühjahr, vor dem Auspflanzen
  • Blütenpflege: verwelkte Blüten sofort entfernen, so können neue Blüten nachwachsen
  • Schneiden: vertrocknete Blätter und Blüten regelmäßig abschneiden
  • Überwinterung: bei trockenen Standorten im Freien, ansonsten an einem kühlen, dunklen Ort
  • Krankheiten: Wurzelfäule bei staunassen Böden
  • Schädlinge: Schnecken, Nagetiere

Allgemeine Infos über zur Gloxinie

Die Garten-Gloxinie ist eine pflegeleichte und horstig wachsende Staude. Sie ist nicht giftig. Ursprünglich wächst sie in China und Tibet, meist in Höhenlagen über 2000 m. Sie fühlt sich vor allem in gemäßigten Klimazonen wohl und gehört zur Familie der Trompetenblumen. Oft wird sie auch blühender Farn oder chinesische Trompetenblume genannt.

Ihre trompetenartigen Blüten werden bis zu 8 cm groß und sitzen an längen Blütenstängeln. Die auffallenden Blüten mit ihrem gelben Schlund, leuchten in weiß, rosa oder pink. Durch die intensive Leuchtkraft der Blüten, hebt sie sich in jedem Garten hervor. Die dunkelgrünen, gefiederten Blätter haben Ähnlichkeit mit Farn, daher auch die Bezeichnung „blühender Farn“.

Die Staude wird 20 bis 60 cm groß und auch breit. Die knolligen, fingerartigen Wurzeln vertragen Frost ohne weiteres. Nur hohe Bodenfeuchtigkeit macht ihr zu schaffen, dann fängt sie an zu faulen und stirbt schließlich ab.
Insgesamt gibt es 16 verschiedene Arten der Gloxinie, wie zu Beispiel die „Kletter-Gloxinie“. Mit ihren Ranken wächst und windet sie sich an einem Spalier oder Gitter empor.

Gloxinie Standort

Die pflegeleichte Pflanze fühlt sich an einem sonnigen bis halbschattigen Platz wohl. In Beeten oder im Steingarten kommt ihre Schönheit gut zu Geltung. Aber auch in Kübeln, auf dem Balkon oder der Terrasse gedeiht sie gut.
Als Nachbarn eignen sich zum Beispiel Astern, Schleierkraut oder Rittersporn.

Gloxinie Boden

An den Boden stellt die Trompetenblume keine besonderen Ansprüche. Lediglich humos, feucht und kalkarm sollte er sein, neutral bis leicht sauer.

Gartenbista-Tipp: Gartenerde eignet sich sehr gut als Nährboden, sowie ein Gemisch aus Lehm und Sand mit Kieselsteinen oder sandig-tonige Erde.

Gloxinie pflanzen

Die Wurzelknollen der Trompetenblume können Sie nach dem letzten Frost ins Freiland pflanzen.

Ein paar Vorkehrungen können Sie treffen, damit die Knolle rasch austreibt:

  • Lockern Sie den Boden auf und entfernen Sie alte Wurzelreste und Steine
  • Schweren Boden lockern Sie auf, indem Sie Sand untermischen
  • Einen nährstoffarmen Boden reichern Sie mit etwas Kompost oder Blumenerde an
  • Kies, Ton oder Sand in der Erde verhindert, dass der Boden zu viel Feuchtigkeit speichert und die Pflanze unter der Erde anfängt zu faulen.

Setzen Sie die Knollen mit etwa 20 bis 30 cm Abstand und ca. 5 cm tief in die Erde. Anschließend gut angießen.
Haben Sie keine Knollen aus dem letzten Jahr, können Sie diese auch im Fachhandel kaufen.

Gartenbista-Tipp: Ab März kann die Trompetenblume recht einfach vorkultiviert werden. Einen großen Kübel mit Gartenerde oder Blühpflanzenerde füllen und die Knolle senkrecht, mit den Wurzelfingern nach unten einsetzen. Halten Sie die Erde leicht feucht bei etwa 18 bis 22°. Zeigen sich erste Triebe, braucht die Pflanze mehr Feuchtigkeit. Trotzdem immer darauf achten, dass nicht zu viel gegossen wird, die jungen Wurzeln faulen in kurzer Zeit.

Im Mai können Sie die vorkultivierten Pflanzen ins Freiland setzen. Bereiten Sie den Boden vor, wie bei den nicht vorkultivierten Knollen.

Die Knolle wird ebenfalls 5 cm tief im vorbereiteten Boden vergraben. Achten Sie darauf, dass die Wurzeln dabei nicht aus Versehen verletzt werden. Pro m2 können Sie auf diese Weise bis zu 13 Knollen einpflanzen. Auch hier wieder angießen, den Boden feucht halten und darauf achten, dass keine Staunässe entsteht.

Gloxinie pflegen

Gloxinie (Incarvillea delavayi) im Blumentopf mit Blüten
Gloxinie (Incarvillea delavayi) im Blumentopf mit Blüten

Die Trompetenblume, wächst sie im Freiland, ist eine pflegeleichte und genügsame Pflanze. Gießen Sie die Pflanze regelmäßig und immer direkt auf den Wurzelballen. Vermeiden Sie, die Pflanze am Abend zu gießen, damit werden Schnecken angezogen. Eine Schicht Mulch verhindert, dass der Boden an sonnigen, niederschlagsarmen Tagen zu schnell austrocknet.

Gedüngt wird im Frühjahr, bevor die Knolle in den Boden kommt. Mit Kompost oder Blühpflanzendünger reichern Sie die Erde mit Nährstoffen an. Auch Blaukorn oder Hornspänne können Sie der Erde untermengen.
Entfernen Sie verwelkte Blüten regelmäßig, wird Ihre Trompetenblume zum Dauerblüher.

Kübelpflanzen verlangen nach etwas mehr Pflege, die Nährstoffe der Erde sind schnell aufgebraucht. In Abständen von 2 Wochen sollten Sie den Boden mit Flüssigdünger oder Kompost wieder anreichern.

Gießen Sie die Pflanze regelmäßig, aber nicht zu viel. Gerade in Kübeln staut sich das Wasser schnell.

Gartenbista-Tipp: Hilfreich kann eine Drainage aus Kieselsteinen sein. Damit können Sie verhindern, dass sich zu viel Feuchtigkeit im Boden ansammelt.

Gloxinie schneiden

Entfernen Sie rasch die verwelkten Blüten, entwickelt die Pflanze daraufhin neue Blüten und die gesamte Blütezeit verlängert sich.

In der Wachstumsphase sollten die verwelkten Blätter bodennah abgeschnitten werden.

Grüne Blätter dürfen nicht abgeschnitten werden. Wichtige Nährstoffe für die kalte Jahreszeit können so schlecht aufgenommen und in der Wurzel gespeichert werden. Ohne die benötigten Nährstoffe stirb die Knolle ab.

Im späten Herbst, wenn die oberirdischen Teile der Pflanze verdörrt sind, wird auf ca. 5 cm über dem Boden alles abgeschnitten.

Gloxinie vermehren

Die Trompetenblume kann entweder durch Aussaat oder Teilung vermehrt werden.

Neue Pflanzen mit Saatgut heranzuziehen ist schwierig und langwierig.

Verbleiben die Fruchtstände im Herbst, nachdem alles verblüht ist, an der Pflanze, bilden sich Samen. Die im Spätsommer oder Herbst gesammelten Samen werden im März/April in einer Pflanzschale ausgesät. Als Substrat eignet sich Kakteenerde. Die Pflanze ist ein Lichtkeimer. Ihre Samen werden einfach auf den Boden gestreut und nicht mit Erde bedeckt.

Über die Pflanzschale eine Folie spannen oder mit einer passsenden Glasscheibe abdecken. Die Schale stellen Sie an einen hellen, warmen (22°-25°) Ort. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung und lüften Sie die Schale täglich.
Zeigen sich die ersten 3 bis 5 Blätter, können Sie die Folie entfernen.

Die kleinen Pflänzchen werden jetzt einzeln in kleine Töpfe gesetzt und können sich bei etwa 15° weiterentwickeln und wachsen, bis sie Ende Mai im Garten ihren Platz finden. Die Pflanze wächst nur langsam, Blüten bildet sie frühestens in 3 Jahren aus.

Die Trompetenblume durch Teilung zu vermehren ist einfacher und meist auch erfolgreich.

Gloxinie (Sinningia speciosa) mit glockenförmiger Blüte
Gloxinie (Sinningia speciosa) mit glockenförmiger Blüte

Im späten Winter werden von den Knollen der älteren Pflanzen Teile abgeschnitten. Dabei sollten nur möglichst kleine Schnittflächen entstehen. Keime und Pilze können an diesen Stellen in die Knolle eindringen und die Wurzel mit Krankheiten infizieren.

Lassen Sie die Schnittstelle eintrocknen oder bestäuben Sie diese mit Kohlepulver. Die einzelnen Knollenstücke werden 5 cm tief und mit 20 bis 30 cm Abstand in den vorbereiteten Boden eingegraben und danach angegossen.

Oftmals stirbt die Mutterknolle beim Teilen ab.

Gloxinie überwintern

ie Trompetenblume ist eine sehr frostbeständige Staude, die durchaus bis zu minus 20° verträgt. Die Pflanze im Freien zu überwintern gelingt allerdings meist nur, bei leichten und wasserdurchlässigen Böden. Zu viel Feuchtigkeit im Boden, verbunden mit Frost, verträgt die Knolle nicht.

Soll Ihre Pflanze im Garten überwintern, schneiden Sie die Staude bodennah zurück. Gegen zu starken Frost können Sie die Pflanzstelle mit Laub, Reisig, Sägespännen oder Kompost abdecken. Das verhindert auch, dass zu viel Feuchtigkeit in den Boden gelangen kann.

Sicherer ist es, die Knolle auszugraben und an einem warmen und luftigen Ort trocknen zu lassen. In einem Karton oder einer Kiste lagert sie, umgeben von Stroh oder Torf, bei 5 ° in einem dunklen und trocknen Raum. Im nächsten Frühjahr kann sie dann wieder in ihrem Garten zum Leben erweckt werden.

Pflanzen in Kübeln brauchen mehr Schutz. Der Kübel sollte bei Frost nicht direkt auf dem Boden stehen. Wickeln sie den Topf mit Folie oder Fließ ein und stellen sie ihn an einen geschützten Platz. Auf einem kältedämmenden Untergrund kann die Trompetenblume den Winter so unbeschadet überstehen.

Gloxinie Krankheiten und Schädlinge

Die Trompetenblume wird gerne von Schnecken angefressen. Entdecken sie nackte Stängel und andere Fressspuren können Sie als erste Maßnahme den Boden durch Harken auflockern, so trocknet er schneller und erschwert den Schnecken den Weg zu Ihren Pflanzen.

Morgens und abends die Schnecken absammeln oder Schneckenkorn austreuen ist ebenfalls hilfreich, um Ihre Trompetenblumen vor den gefräßigen Weichtieren zu schützen.

Mäuse und andere Nagetiere knabbern gern die Knolle an. Pflanzen sie die Knolle mit einem Drahtkorb ein – so können Sie die Staude gut vor hungrigen Nagern schützen.

Werden die Blätter der Pflanze gelb, deutet das auf Staunässe hin. Sammelt sich zu viel Wasser im Boden, fault die Knolle und die Staude stirbt ab.

Gartenbista-Tipp: Vorbeugen können Sie, indem Sie der Erde an den Standorten der Pflanzen Sand, Kompost, Kieselsteine oder Humus untermischen.

Graphiken: © M. Schuppich – Fotolia.com, ArndtLow – Fotolia.com, sonne_fleckl – Fotolia.com


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