Geranien Samen erkennen, aussäen und Eigenschaften

Geranien Samen
Geranien Samen

Für gewöhnlich werden Pelargonien durch Stecklinge vermehrt. So kommt es, dass manch ein Pflanzenfreund ganz verwundert darüber ist, dass seine Geranien Samen produzieren. Dies tun sie jedoch tatsächlich, und aus diesem Saatgut lassen sich neue Pflanzen züchten.

Wie sieht Geranien Samen aus?

Keim Wunder, dass nur wenige Hobbygärtner wissen, wie Geranien Samen aussehen. Sie entwickeln sich nämlich aus den verblühten Blütenständen, und diese werden ja bekanntermaßen entfernt. Wer also in den Besitz eines solchen Saatguts kommen möchte, sollte einige dieser abgeblühten Triebe stehenlassen.

Die Samenstände sind länglich und zunächst grün. Bei genauerer Betrachtung erinnern sie an sie Silhouette eines Storches, wodurch klar ist, warum die Pflanze zu den Storchschnabelgewächsen gehört. In ihrem Inneren befinden sich die eigentlichen Samen, die im reifen Zustand bräunlich-schwarz und klein sind.

Eigenschaften

Die kleinen Geranien Samen sind Lichtkeimer. Dies bedeutet, dass sie nicht komplett mit Erde bedeckt werden dürfen. Bei der Aussaat wird demzufolge nur eine dünne Schicht Substrat auf das Saatgut gestreut.

Geranien Blütezeit

Früher fingen Geranien nach den Eisheiligen (Mitte Mai) an zu blühen. Dies war insofern sinnvoll, als dass sie ab diesem Zeitpunkt bereits im Freien kultiviert werden konnten. Doch im Laufe der Jahrzehnte kamen die dekorativen Zierpflanzen immer eher in den Handel. Teilweise können sie bereits ab März käuflich erworben werden – und zwar blühend. Die Blütezeit erstreckt sich dann bis in den Herbst hinein; einige Exemplare haben sogar noch Blüten, wenn der erste Frost kommt.

Wann sind Geranien Samen reif?

Wenn die Geranien Samenstände braun und trocken sind, sind sie reif. Dies ist für gewöhnlich im Herbst der Fall, wenn die betreffenden Blütenstände im Sommer stehengelassen worden sind. Um sie für die Aussaat zu gewinnen, werden zunächst die Samenstände über einer Schale mit den Fingern vorsichtig zerrieben.

Danach werden die in die Schale gefallenen Pflanzzenteile ebenso vorsichtig durch ein engmaschiges Sieb gerieben mit dem Ziel, dass sich Samen und Fruchtschalen trennen. Ist dies geschehen, werden die Geranien Samen in ein dunkles Glas gegeben, welches luftdicht verschlossenen wird. Den Winter über verbleibt es an einem kühlen Platz.

Aussaat

Es empfiehlt sich, Geranien im Haus vorzuziehen.

Zeitpunkt

Ende Januar, spätestens jedoch im Februar sollte der Geranien samen in die Erde. Würde die Aussaat erst später durchgeführt werden, würden die jungen Geranien es nicht mehr schaffen, im selben Sommer zu blühen.

Anleitung

  • Geranienblüte entwickelt sich zu Samen
    Geranienblüte entwickelt sich zu Samen

    Anzuchttöpfchen mit nährstoffarmer Anzuchterde füllen

  • Geranien Samen auf die Erde legen
  • Saatgut mit nur wenig Substrat bestreuen
  • Erde leicht anfeuchten
  • Gefäße mit Klarsichtfolie abdecken (täglich lüften, um Schimmelbildung zu verhindern!)
  • Töpfchen an einen hellen Ort stellen, an dem Temperaturen zwischen 20°C und 22°C herrschen

In der Folgezeit muss das Substrat immer leicht feucht gehalten werden; Staunässe ist jedoch zwingend zu vermeiden. Nach 10 – 20 Tagen beginnen die Geranien Samen zu keimen. Ist dies geschehen, sollte die Folie zunächst stundenweise, nach einigen Tagen komplett entfernt werden. Ein kühlerer Standort ist nun notwendig, da die jungen Pflanzen zwar schnell Triebe, jedoch später keine Blüten bilden werden. Sobald sie vier Blätter ausgebildet haben, werden sie in größere Pflanzgefäße umgetopft, diesmal mit nährstoffreichem Substrat.

Gartenbista-Tipp: Geranien können auch sehr gut in einem Mini-Treibhaus vorgezogen werden.

Ist der Samen giftig?

Für Menschen ist Geranien Samen nicht giftig. Aufpassen sollten jedoch Tierhalter: da Pelargonien für Nager giftig sind, besteht die Gefahr, dass auch das Saatgut gesundheitsgefährdende Eigenschaften besitzt. Um Vergiftungen zu vermeiden, sollten diese Haustiere vorsorglich mit keinem Pflanzenteil in Berührung kommen – also auch nicht mit dem Samen.

Heilwirkung?

In der Naturheilkunde spielt der Geranien Samen keine große Rolle. Seine Heilwirkung ist derart minimal, dass er höchstens in Verbindung mit anderen Pflanzenteilen angewendet wird.

 

Symbolgraphiken: © Mauro Rodrigues – stock.adobe.com; irottländer – stock.adobe.com


, Kategorie: Pflanzen

1 Kommentar

  1. Hallo,
    vor einigen Jahren habe ich mit dem Geranien Aussäen begonnen. Zuerst klappte es nicht so gut, weil ich viel zu viele Keimlinge in einem Töpfchen hatte. Beim Pikieren sind sie dann fast alle eingegangen. Inzwischen ziehe ich meine Geranien in leeren Eierkartons vor. Ich versuche, immer nur einen einzigen Samen in jedes Loch zu geben. Das ist zwar schwierig, weil sie so klein sind, aber mit etwa Geduld geht es. Dadurch wächst tatsächlich nur eine in jedem Loch Pflanze heran (manchmal auch gar keine) und ich muss nicht ausdünnen. Kann ich wirklich jedem nur empfehlen, und Eierkartons hat man ja immer.

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