Geranien pflanzen – das ist zu beachten

Geranien Pflanzen
Geranien Pflanzen

Ob in Kästen oder im Freiland: beim Geranien Pflanzen sind einige Kriterien bezüglich Zeitpunkt und Standort zu beachten. Sind diese erfüllt, gelten die beliebten Zierpflanzen als robust und pflegeleicht. Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten sollten, um lange Freude an ihnen zu haben.

Geranie – Pflanzen-Steckbrief von Gartenbista

  • Blütezeit: Mai bis zum Frost
  • Standort: sonnig
  • Boden/Substrat: durchlässig, locker, nährstoffreich
  • Wuchsform: stehend oder hängend
  • Pflanzenhöhe/-größe: bis 40 cm hoch; hängende Triebe können sortenabhängig bis 1,50 m lang werden
  • Gießen: regelmäßig
  • Düngen: hoher Nährstoffbedarf
  • Schneiden: nicht notwendig
  • Vermehrung: Stecklinge, Aussaat
  • Aussaatzeit: Januar/Februar im Haus
  • Überwinterung: nicht winterhart
  • Giftig: für Nager giftig
  • Heilwirkung: entzündungshemmend, hautpflegend
  • Krankheiten und Schädlinge: Pilze, Weiße Fliege, Thripse

Geranien pflanzen: Standort

Unabhängig, ob die Pelargonien auf dem Balkon oder im Freiland kultiviert werden sollen: der Standort muss so sonnig wie möglich sein. Je mehr Sonnenstunden den Pflanzen gegönnt werden, desto üppiger werden sie blühen.

Bei Hängegeranien bestehen darüber hinaus noch andere Ansprüche. Sie sind empfindlich gegenüber starkem Regen sowie Wind. Ersterer führt dazu, dass die filigraneren Blüten leicht verkleben. Bei Wind hingegen können die Triebe abbrechen. Da beides seitens des Hobbygärtners nicht unbedingt gewollt ist, sollten diese Pflanzen vorsorglich einen geschützteren Standort bekommen.

Boden

Beim Geranien Pflanzen ist zu beachten, dass diese einen hohen Nährstoffbedarf haben. Darüber hinaus vertragen sie keine Staunässe. Das Substrat sollte demzufolge

  • durchlässig,
  • locker und
  • nährstoffreich

sein. Im Fachhandel ist spezielle Geranienerde erhältlich, die besonders für Kübelhaltung geeignet ist. Alternativ kann auch ein Substrat selbst zusammengemischt werden. Hierfür wird handelsübliche Blumenerde mit

  • Kompost und
  • Sand

vermischt.

Gartenbista-Tipp: Anstelle von Sand Perlite nehmen!

Geranien pflanzen auf dem Balkon

Pelargonien gehören zu den beliebtesten Balkonpflanzen, die hierzulande kultiviert werden. Sie können sowohl in Blumenkästen als auch in Ampeln, Schalen oder Spindeln gepflanzt werden. Diese müssen ausreichend hoch sein, um dem Wurzelballen ausreichend Platz zu bieten. Im Allgemeinen wird eine Höhe von mindestens 18 cm empfohlen. Wichtig dabei ist zudem, dass diese Gefäße unten ein Abflussloch besitzen, durch welches überschüssiges Wasser ablaufen kann. Zusätzlich sollte unten in das Pflanzgefäß eine Drainage aus Blähton oder Tonscherben gelegt werden.

Geranien als Zimmerpflanze?

Nur wenige Pflanzenfreunde wissen, dass sich Edelgeranien auch sehr gut als Zimmerpflanzen kultivieren lassen. Damit sie sich rundherum wohl fühlen, ist ein warmer, möglichst sonniger Standort unabdingbar. Regelmäßig gießen und düngen sorgt für ein langes Pflanzenleben.

Wann kann man Geranien Pflanzen?

Die dekorativen Zierpflanzen sind nicht winterhart. Doch nicht nur das: sie vertragen keinen Frost. Selbst Spätfröste können ihnen zu schaffen machen. Demzufolge sollten sie erst dann ins Freie gepflanzt werden, wenn keine diesbezügliche Gefahr mehr droht. Dies ist gemeinhin nach den Eisheiligen (Mitte Mai) der Fall.

Vor den Eisheiligen?

In Baumärkten, Supermärkten und sogar im Fachhandel sind Geranienpflanzen bereits ab April erhältlich. Die Versuchung, sie dann bereits zu kaufen und einzupflanzen ist groß. Dennoch sollte man als umsichtiger Gartenbesitzer davon Abstand nehmen. Selbst, wenn tagsüber die Temperaturen um 20° C liegen sollten: nachts fallen sie häufig in den einstelligen Bereich ab. Dies genügt schon, um die Pflanzen erfrieren zu lassen. Der Grund ist schnell gefunden: die jungen Geranien kommen aus Gewächshäusern und sind keine kalten Temperaturen gewöhnt. Zudem sind sie noch nicht abgehärtet für derartige klimatische Bedingungen. Es kann zwar sein, dass man Glück hat und nach dem Geranien Pflanzen kein Kälteeinbruch mehr kommt. Verlassen kann man sich darauf jedoch nicht, so dass von einer Pflanzung vor den Eisheiligen abzuraten ist.

Anleitung zum Geranien Pflanzen

Sollen die Pelargonien ins Freiland gepflanzt werden, so muss zunächst der Boden vorbereitet werden. Dies bedeutet:

  • Umgraben
  • Auflockern
  • Gegebenenfalls Kompost oder Humus untermischen

Achtung: Nur die stehenden Exemplare sind für eine derartige Pflanzung geeignet!

Geranien nach dem Pflanzen gießen
Geranien nach dem Pflanzen gießen

Wenn die Geranien hingegen in einem Pflanzgefäß kultiviert werden sollen, wird dieses zunächst mit einer Drainage versehen. Danach wird es mit Substrat aufgefüllt, welches mit Pflanzlöchern versehen wird. Bevor man die Geranien pflanzen kann, sollte zunächst der Wurzelkranz am Ballen geöffnet werden. Diese Maßnahme hilft ihnen, besser einzuwurzeln. Danach werden sie indie Erde eingesetzt; das Substrat wird angedrückt und angegossen.

 

Sehr gut können Geranien zusammen mit anderen Pflanzen kultiviert werden, die genauso sonnenhungrig sind wie sie selbst. Zu diesen zählen unter anderem

Gartenbista-Tipp: Hängegeranien grundsätzlich leicht schräg einpflanzen.

Abstand

Auch, wenn junge Geranien zunächst recht zierlich wirken: sie breiten sich sehr schnell aus. Dies sollte bereits beim Pflanzen berücksichtigt werden. Zwischen den einzelnen Pelargonien wird ein Abstand von 15 – 20 cm gelassen. Als Faustregel gilt: pro laufendem Meter sollten nicht mehr als fünf Geranien gepflanzt werden.

Geranien Pflege nach dem Pflanzen

Sind die Pelargonien erst einmal eingepflanzt, benötigen sie nicht mehr viel Aufmerksamkeit seitens des Hobbygärtners. Es ist allerdings sinnvoll, verblühte Blüten regelmäßig zu entfernen. Diese Maßnahme trägt nicht nur zu einer schönen Optik bei, sondern sorgt auch für eine unermüdliche Bildung neuer Blüten.

Gartenbista-Tipp: Verblühtes lediglich abknipsen, nicht abschneiden.

Gießen

Die dekorativen Zierpflanzen haben einen hohen Wasserbedarf und sollten niemals austrocknen. Staunässe vertragen sie allerdings auch nicht. Es empfiehlt sich, sie alle paar Tage durchdringend zu gießen und danach ein wenig antrocknen zu lassen. Möglichst kein Wasser auf die Blätter gießen, da dies Fäulnis fördert.

Düngen

Da Pelargonien Starkzehrer sind, benötigen sie regelmäßig Dünger. Dieser kann alle drei Wochen in Form von Flüssigdünger zusammen mit dem Gießwasser verabreicht werden. Alternativ wird vor dem Pflanzen das Substrat mit Kompost angereichert.

Tipps & Tricks

Sollen Geranien überwintert werden, den Sommer jedoch im Beet verbringen, können sie sehr gut mitsamt einem großen Topf in die Erde gesetzt werden. Dieses Gefäß muss unten Abflusslöcher besitzen, ansonsten gibt es keine Kriterien, die es erfüllen sollte. Zum Herbst werden die Geranien einfach mitsamt ihrem Topf ausgegraben und in ihr Winterquartier gebracht.

Sobald die Wurzeln unten aus den Pflanzgefäßen herausschauen, werden junge Geranien in ein größeres Gefäß umgetopft. Bei adulten Exemplaren sollte ein Umtopfen alle zwei Jahre im Frühjahr durchgeführt werden.

 

Symbolgraphiken: © Iriana Shiyan – stock.adobe.com; Friedberg – stock.adobe.com; tibanna79 – stock.adobe.com


, Kategorie: Pflanzen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Du kannst unter Pseudonym kommentieren. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ja, ich habe die Datenschutzerklärung gelesen.