Gelbe Blätter bei Rosen – was sind die Ursachen und was tun?

Gelbe Blätter bei Rosen durch Sternrusstau
Gelbe Blätter bei Rosen durch Sternrusstau

Nicht ohne Grund wird die Rose auch als „Königin der Blumen“ bezeichnet: sie ist ausgesprochen dekorativ und verschönert jedes Beet alleine durch ihre Anwesenheit. Leider ist sie bezüglich ihrer Pflege ein wenig anspruchsvoll. Gelbe Blätter bei Rosen sind häufig ein Zeichen dafür, dass die Pflanzen einem Pflegefehler ausgesetzt sind.

Gelbe Blätter bei Rosen – was hat das für Ursachen?

Es kommt recht häufig vor, dass die dekorative Zierpflanze gelbe Blätter bekommt. Hierfür kann es verschiedene Gründe geben:

  • Nährstoffmangel
  • Eisenmangel
  • Falscher Mehltau
  • Sternrußtau
  • Spinnmilben

Um die betroffene Rose richtig behandeln zu können, muss zunächst die konkrete Ursache gefunden werden.

Gelbe Blätter bei Rosen durch Nährstoffmangel

Rosen sind bezüglich ihres Düngerbedarfs sehr anspruchsvoll. Ist der eine oder andere Nährstoff nicht in ausreichender Menge vorhanden, verfärben sich häufig die Blätter gelb. Dabei kann es sich um einen allgemeinen Nährstoffmangel handeln, aber auch auf Mangelerscheinungen, weil nur einige bestimmte Stoffe fehlen. Diese Verfärbungen treten dann in unterschiedlicher Form auf:

  • Blätter werden gelb und fallen ab -> Magnesium- oder Phosphormangel
  • Gelbe Blätter im Zusammenhang mit der Bildung von Wildtrieben -> Mangel an Stickstoff
  • Blätter sind gelb und mit dunklen Blattadern durchzogen -> Eisenmangel

Eisenmangel

Sehr oft leiden Rosen unter Eisenmangel (Chlorose), weil die Erde keinen optimalen pH-Wert aufweist. Stark kalkhaltige Böden sind nicht dafür geeignet, um die Zierpflanze optimal zu kultivieren. Ist ein solcher Boden vorhanden, sollte diesen mit Kompost aufbessern; zudem ist es ratsam, die Rosen mit Eisendünger aus dem Fachhandel zu versorgen.

Falscher Mehltau

Der Falsche Mehltau (Peronospora sparsam) setzt sich gelegentlich auf Rosen fest. Dies geschieht besonders dann, wenn die Pflanzen zu dicht stehen und/oder der Standort nicht luftig und sonnig ist.

Ist eine Rose von dieser Pilzerkrankung getroffen, müssen sämtliche betroffenen Pflanzenteile entfernt werden (nicht auf dem Kompost entsorgen!). Zudem sollte ein spezielles Pflanzenschutzmittel verabreicht werden.

Gartenbista-Tipp: Beim Rosen Pflanzen auf ausreichend Pflanzabstand achten!

Gelbfärbung als Hinweis auf Sternrußtau (Marssonina rosea)

Stehen Rosen zu dicht, feucht oder nicht sonnig genug, kann es zur Bildung von Sternrußtau kommen. Auch in diesem Fall kann eine Gelbfärbung der Blätter ein Hinweis dafür sein. Um dieser Erkrankung vorzubeugen, hat sich die Verwendung von Natronlösung bewährt. Diese wird hergestellt, indem 50g Natron in 10l Wasser gelöst werden. Von Beginn des Austriebs an wird die Rose im 14-tägigen Rhythmus mit der Lösung besprüht.

Ist der Sternrußtau erst einmal vorhanden, helfen folgende Maßnahmen:

  • Umpflanzen
  • Verbesserung des Bodens
  • Besprühen der Pflanze mit Brennnesseljauche

 

Spinnmilben (Tetranychus urticae)

Auch Spinnmilben können dafür sorgen, dass Rosen gelbe Blätter bekommen. Die kleinen Schädlinge verschwinden relativ schnell, wenn die Pflanzen mit einer Kernseifenlösung besprüht werden. Bei hartnäckigem Befall muss jedoch ein Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden.

Gelbe Blätter bei Rosen – was tun?

Um seine Rosen richtig behandeln zu können, muss der Gartenbesitzer zunächst die Ursache für die gelben Blätter feststellen. Ist dies geschehen, so stehen ihm individuelle Lösungen zur Verfügung. Grundsätzlich jedoch gilt:

  • Ausreichend Pflanzabstand halten
  • Bodenverhältnisse optimal halten
  • Ausreichend Nährstoffe zufügen
  • Sonnigen, luftigen Standort wählen

Richtig Gießen

Rosen haben zwar einen hohen Wasserbedarf, sollten aber dennoch vorsichtig gegossen werden. Der Grund hierfür ist einfach zu finden: zu viel Wasser sowie ein starker Wasserstrahl spülen die notwendigen Nährstoffe aus dem Boden aus, so dass dieser keine optimalen Bedingungen mehr für die Zierpflanze bietet. Beim Gießen sollte deswegen folgendes beachtet werden:

  • Mäßig, aber regelmäßig gießen
  • Gießkanne anstelle eines Wasserschlauches verwenden
  • Im Herbst nur noch sparsam gießen

Bedarfsgerecht Düngen

In der Regel ist es vollkommen ausreichend, Rosen dreimal jährlich mit einem speziellen Rosendünger zu versorgen. Ist dies nicht ausreichend, kann gelegentlich ein wenig Flüssigdünger dem Gießwasser beigemischt werden. Wird ein Depotdünger verwendet, so ist dabei zu beachten, dass dieser während der gesamten Vegetationsperiode seine Nährstoffe abgibt.

Gartenbista-Tipp: Zum Rosen Düngen einen bewölkten Tag aussuchen, damit die Blätter nicht verbrennen!

 

Symbolgraphiken: © Christiane – Fotolia.com


, Kategorie: Pflanzen

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