Gänseblümchen als Heilpflanze

Gänseblümchen als Heilpflanze
Gänseblümchen als Heilpflanze.

Das Gänseblümchen (Bellis perennis) ist ursprünglich in Südeuropa heimisch. Schon im Altertum kam es jedoch auch nach Mitteleuropa, als es dort immer mehr Wiesen gab. Es wächst bevorzugt auf Wiesen, man findet es auch an Wegrändern und Vorgärten.

Wissenswertes über das Gänseblümchen

  • Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 15 Zentimeter hoch.
  • Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst verkehrt eiförmige Blätter aus. In Bodennähe wachsen sie als Blattrosette.
  • Die Blüten erscheinen zwischen März und August. Sie sitzen jeweils einzeln auf dünnen Stengeln.
  • Als Korbblütler haben sie viele weisse Zungenblüten an der Aussenseite und gelbe Röhrenblüten im Inneren, ähnlich wie Margeriten, Kamille oder Mutterkraut.
  • Hauptblütezeit ist April bis August. Dies ist auch der Sammelzeitpunkt für Blätter und Blüten, da in dieser Zeit der Wirkstoffgehalt am höchsten ist.

Gänseblümchen – Heilwirkung

  • Ein Tee aus den Blättern des Gänseblümchens regt Appetit und Stoffwechsel an, fördert die Verdauung und kann durch seine krampfstillenden Fähigkeiten auch Husten lindern. Dank seiner harntreibenden Eigenschaften kann Gänseblümchen-Tee auch Ödeme schwinden lassen.
  • Äußerlich angewandt kann Gänseblümchen-Tee Ausschläge lindern, unreine Haut klären und hartnäckige Wunden heilen.
  • Gänseblümchen gegen Frühjahrsmüdigkeit, gegen Erkältungen, bei Beschwerden im Magen-Darmbereich und gegen Gliederschmerzen.
  • Gänseblümchen kann man wahlweise als Tee, als Tinktur oder als Frischpflanze anwenden.

Gänseblümchen-Tee

  • Für einen Gänseblümchentee wird ein Teelöffel Gänseblümchen mit 200 ml kochenden Wasser übergossen.
    Gänseblümchen-Tee Wirkung
    Gänseblümchen-Tee Wirkung.
  • Es wird empfohlen, 2 Tassen (am Tag) dieses Gänseblümchentees zur innerlichen Anwendung zu trinken.
  • Bei Erkältungen oder Erkrankungen der Atemwege empfiehlt sich eine Mischunge aus Huflattich, Spitzwegerich und Gänseblümchen.

Gänseblümchensirup

  • Einen Gänseblümchensirup erhält man durch Vermischung von Gänseblümchensaft mit Rohzucker. Als Dosierung wird in der Volksheilkunde ein Esslöffel angegeben.

Tinktur aus Gänseblümchen

Um eine Gänseblümchen-Tinktur selbst herzustellen, übergiesst man Gänseblümchen in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen.

Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Man kann sie auch äusserlich für Einreibungen gegen Quetschungen und Verrenkungen anwenden. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.

Äußerliche Anwendung und Wirkung der Gänseblümchentinktur:

  • entzündungshemmend
  • Hautkrankheiten
  • Hautausschläge
  • Muskelverspannungen
  • unreine Haut
  • Verrenkungen
  • Wunden
  • Quetschungen

Verwendung in der Küche

Gänseblümchen: Verwendung in der Küche.
Gänseblümchen: Verwendung in der Küche.

Das Gänseblümchen kann vielfältig in der Küche verwendet werden. Beliebt sind die frischen Blütenköpfchen vor allem in Salat. Natürlich kann man weitere Blüten dazugeben, wie z.B. Kapuzinerkresse, Schnittlauchs oder wilde Stiefmütterchenblüten. Nicht nur die Blüten dienen als Salat. Auch die jungen Gänseblümchenblätter wurden gerne genommen. Aus dem ganzen, von den Wurzel befreiten, Kraut kann man eine Frühjahressuppe zu bereiten.

Die Blütenköpchen des Gänseblümchens dienen auch als Kapernersatz.

Gartenbista-Tipp: Dazu lässt man 200g Gänseblümchenknospen in 300ml Estragonessig und einer Prise Salz kurz aufkochen und füllt sie dann in warme gut verschlossene Gläser.
Nach 14 Tagen kann man die so erhaltenen Gänseblümchen-Kapern verwenden.

Gänseblümchensuppe

Rezept für 2 Personen
Zutaten:

  • 3 gekochte Kartoffeln
  • 0.75 l Gemüsebrühe
  • 3 EL saure Sahne
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • 25 g Butter
  • 100 g Sahne
  • 3 Handvoll Gänseblümchenblüten

Zubereitung:

  • Die Blüten verlesen,waschen und abtropfen lassen.
  • Einige Blüten beiseite legen,die anderen klein hacken.
  • Die Kartoffeln abpellen und klein würfeln.
  • Die gehackten Blüten mit den gewürfelten,gekochten Kartoffeln und der Brühe in einen Topf geben,kurz kochen lassen,dann das Ganze pürieren.
  • Die Saure Sahne in die Suppe rühren und alles mit den Gewürzen abschmecken.
  • Die Sahne mit etwas Bärlauchsalz steif schlagen.
  • Die Suppe in Tassen oder Gläser gießen,mit einer Sahnehaube versehen und mit den ganzen Blüten garniert servieren.

Symbolgrafiken: © doris oberfrank-list, George Dolgikh, Hetizia – Fotolia.com


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.