Funkien, Hosta-Pflanze – Pflege, Sorten und wann pflanzen?

Funkien, Hosta-Pflanze
Funkien, Hosta-Pflanze

Funkien sind auch als Hosta-Pflanzen oder Herzblattlilien bekannt und sie sind vielseitige und pflegeleichte Blattschmuckstauden, die sowohl im Beet als auch im Kübel oder im Balkonkasten kultiviert werden können. Mit ihren ausgefallenen Blattfarben in Goldgelb, Blaugrün, verschiedenen Grüntönen oder zweifarbig in grün-weiß sind sie auch außerhalb der Blütezeit ein absoluter Hingucker.

Funkien, Hosta-Pflanze – Steckbrief von Gartenbista

Funkien, Hosta-Pflanze: Pflegetipps für Schnellleser

  • Blütezeit: Juni bis August
  • Standort: je nach Sorte sonnig, halbschattig oder schattig
  • Boden: nährstoffreich und durchlässig, frisch
  • Pflanzzeit: Mai bis Oktober
  • Pflanzen: Pflanzabstand von 30 bis 60 Zentimetern einhalten
  • Kübelhaltung: sehr gut geeignet
  • Vermehrung: Teilung, Aussaat
  • Aussaatzeit: ab Januar auf der Fensterbank
  • Gießen: leicht feucht halten
  • Düngen: im Frühjahr
  • Blütenpflege: verwelkte Teile ausputzen
  • Schneiden: bodennaher Rückschnitt im Herbst
  • Überwinterung: winterhart
  • Krankheiten: Hosta-Virus X
  • Schädlinge: Schnecken

Wissenswerte über Funkien, Hosta-Pflanze

Hierzulande gibt es über 45 Arten der Funkie, Hosta-Pflanze
Hierzulande gibt es über 45 Arten der Funkie, Hosta-Pflanze

Die Funkien oder Hosta-Pflanzen stammen ursprünglich aus Japan, China und Korea, einige Arten sind auch in Russland beheimatet.

Weltweit gibt es etwa 4.000 Sorten der Funkie oder Hosta-Pflanze, die sowohl nach H. C. Funck, einem deutschen Botaniker, als auch nach N. T. Host, einem österreichischen Botaniker, benannt wurde.

In Deutschland sind etwa 45 Sorten der Herzblattlilien vertreten. Die einzelnen Sorten unterscheiden sich sowohl in der Wuchshöhe, die zwischen 30 und 120 Zentimetern liegt, als auch in der Blatt- und Blütenfarbe und den bevorzugten Lichtverhältnissen.

Funkien Sorten

Durch die große Vielfalt sind Funkien wirklich für jeden Standort im Garten, auf dem Balkon oder auf der Terrasse geeignet.

Zu den beliebtesten und bekanntesten Sorten gehören:

  • Wellblattfunkie (Hosta undulata Albomarginata)
    weißgeränderte, grüne Blätter
    lila Blüte
    Wuchshöhe bis 40 cm
    Standort halbschattig bis schattig
  • Schneefederfunkie (Hosta undulata Univittata)
    grüne Blätter mit weißem Mittelstreifen
    lila Blüte
    Wuchshöhe bis 40 cm
    Standort halbschattig bis schattig
  • Funkie Halycon (Hosta tardiana Halcyon)
    herzförmige, blaugraue Blätter
    helllila Blüte
    Wuchshöhe 50 bis 70 cm
    Standort vollsonnig, sonnig, halbschattig, schattig
  • Funkie Honeybells (Hosta plantaginea Honeybells)
    hellgrüne, große Blätter
    lavendelfarbene Blüte
    Wuchshöhe 50 bis 90 cm
    Standort sonnig bis halbschattig
  • Weißrandfunkie (Hosta fortunei Francee)
    dunkelgrüne Blätter mit schmalem, weißen Rand
    lila Blüte
    Wuchshöhe 40 bis 60 cm
    Standort halbschattig bis schattig
  • Goldrandfunkie (Hosta fortunei Aureomarginata)
    gelbgeränderte, mattgrüne Blätter
    violette Blüten
    Wuchshöhe 50 bis 70 cm
    Standort habschattig bis schattig
  • Gelbgrüne Garten-Funkie (Hosta fortunei Gold Standard)
    gelbe Blätter mit grünem Rand
    violette Blüten
    Wuchshöhe 60 bis 80 cm
    Standort halbschattig bis schattig
  • Funkie Night before Christmas (Hosta fortunei Night Before Christmas)
    grüne Blätter mit weißem Zentrum
    lila Blüten
    Wuchshöhe 40 bis 50 cm
    Standort halbschattig bis schattig
  • Funkie Fire and Ice (Hosta fortunei Fire and Ice)
    weiße Blätter mit grünem Rand
    lavendelfarbene Blüte mit weißer Mitte
    Wuchshöhe 30 bis 50 cm
    Standort habschattig bis schattig
  • Gelblaubige Funkie (Hosta sieboldiana August Moon)
    gelbgrüne Blätter
    lila Blüte
    Wuchshöhe 50 bis 60 cm
    Standort halbschattig bis schattig
  • Große Blaublattfunkie (Hosta sieboldiana Elegans)
    blaugrüne Blätter
    violette Blüten
    Wuchshöhe 50 bis 70 cm
    Standort halbschattig bis schattig
  • Funkie Amplissima (Hosta sieboldiana Amplissima)
    blaugrüne Blätter
    fast weiße Blüten
    Wuchshöhe 100 bis 120 cm
    Standort halbschattig bis schattig
  • Grüne Riesenfunkie (Hosta elata)
    grüne Blätter
    helllila Blüte
    Wuchshöhe 70 bis 80 cm
    Standort halbschattig bis schattig
  • Löffelblattfunkie (Hosta tokudama Blue Cadet)
    blaugrüne Blätter
    dunkellila Blüten
    Wuchshöhe 35 bis 45 cm
    Standort halbschattig bis schattig
  • Zwergfunkie (Hosta venusta)
    grüne Blätter
    violette Blüte
    Wuchshöhe bis 20 cm
    Standort halbschattig bis schattig
  • Glockenfunkie (Hosta ventricosa Aureomaculata)
    gelbgefleckte Blätter
    violette Blüten
    Wuchshöhe bis 100 cm
    Standort halbschattig bis schattig

Der optimale Standort für Funkien

Funkien im Garten
Funkien im Garten

Je nach Art und Sorte bevorzugt die Funkie einen sonnigen, halbschattigen oder vollschattigen Standort. Halbschatten oder Schatten vertragen die meisten Funkien sogar besser als Sonne, da die Pflanzen einen eher geringen Lichtbedarf haben und generell kann man sich nach der Faustformel richten, je mehr Weiß oder Gelb in den Blättern vorhanden ist, desto sonnenverträglicher ist die Funkie. Empfindlich hinsichtlich der Lichtverhältnisse reagieren vor allem die Sorten mit blauen Blättern, stehen sie zu sonnig oder zu schattig, verfärbt sich das blaue Laub oft grün.

Von den Lichtverhältnissen abgesehen stellen die Funkien keine großen Ansprüche an ihren Standort und sie können im Beet ebenso wie im Kübel oder im Balkonkasten kultiviert werden.

360°-Video von der Funkie,Hosta-Pflanze

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Bodenansprüche der Funkien

Auch was den Boden angeht stellen die Fuchsien keine großen Ansprüche. Auf folgendes sollte beim Boden geachtet werden:

  • nährstoffreich
  • durchlässig
  • frisch
  • nicht zu Staunässe neigend
  • saure Böden werden bevorzugt

Funkien pflanzen – wann ist der richtige Zeitpunkt?

Funkien können eigentlich das ganze Jahr über gepflanzt werden, solange keine Frost herrscht und die Wachstumsperiode anhält. Damit ergibt sich ein Pflanzzeitraum, der sich von Mai bis in den Oktober hinein erstreckt.

Die beste Pflanzzeit für die Blattschmuckstauden liegt jedoch im Frühjahr. Werden die Funkien im Frühjahr nach den letzten Frösten gepflanzt, also idealerweise im Mai, haben die Stauden genug Zeit zum Anwachsen und zum Bilden kräftiger Wurzeln, bevor es im Hochsommer zu Hitze und Trockenheit kommt.

Doch auch der Herbst bietet gute Bedingungen zum Anpflanzen von Fuchsien, vor allem wenn es noch warm ist und viel Niederschlag fällt.

Gartenbista-Tipp: In großer Sommerhitze sollte auf das Pflanzen verzichtet werden.

Das Pflanzen an sich ist unkompliziert, wenn einige Regeln beachtet werden:

  • je nach Sorte Pflanzabstand von 30 bis 60 Zentimetern einhalten
  • Erde gut auflockern, bei Bedarf mit etwas Kies durchlässiger machen
  • Topfpflanzen auf Bodenniveau pflanzen
  • Nährstoffe in Form von Kompost oder Humus zur Pflanzerde hinzufügen
  • nach dem Pflanzen leicht angießen und eine Schicht Mulch aufbringen, um die Feuchtigkeit im Boden zu halten

Funkien Pflege

Blüte der Funkie, Hosta-Pflanze
Blüte der Funkie, Hosta-Pflanze

Funkien sind sehr pflegeleicht und verursachen in der Regel kaum Arbeit. Das einzige, worauf geachtet werden muss, ist, dass die Pflanze nicht einer länger andauernden Trockenheit oder einer Staunässe ausgesetzt ist.

Funkien bevorzugen einen frischen Boden, doch im Beet kommen gut angewachsene Pflanzen mit kürzeren Trockenphasen gut zurecht, da sie recht lange Wurzeln bilden und so auch in niederschlagsarmen Zeiten genügend Wasser bekommen.

Bevorzugt wird jedoch ganz klar ein feuchter Boden und vor allem bei der Haltung im Kübel ist es wichtig, regelmäßig zu gießen.

Eine Drainage im Pflanzgefäß sollte angelegt werden, um Staunässe zu vermeiden, ebenso sollte überschüssiges Gießwasser gleich abgegossen werden und ist die Staude im Kübel dem Regen ausgesetzt, sollte auf Untersetzer und Übertöpfe verzichtet werden, aus denen das Wasser nicht ablaufen kann.

Folgendes ist also zu beachten:

  • Jungpflanzen und Kübelpflanzen nicht austrocknen lassen
  • Staunässe vermeiden
  • ältere Pflanzen im Beet müssen erst bei länger anhaltender Trockenheit gegossen werden

Ähnlich anspruchslos ist die Funkie auch beim Düngen. Es ist ausreichend, die Staude im Frühjahr beim Austrieb mit einer Gabe von Kompost oder Hornspänen zu unterstützen. Alternativ kann auch ein Langzeitdünger für Stauden gegeben werden. Danach ist kein weiteres Düngen mehr erforderlich.

Funkien schneiden

Auch beim Schnitt zeigt sich die Funkie sehr pflegeleicht. Während der Vegetationsphase sollten verwelkte Blätter und ausgeblühte Blüten regelmäßig entfernt werden. Wer die Funkie jedoch über Aussaat vermehren und dazu Samen sammeln möchte, der muss warten, bis sich die Fruchtstände braun verfärben, bevor die Samen aus den Schoten geerntet werden können. Ist keine Anzucht geplant, können die ausgeblühten Blütenstände direkt entfernt werden.

Zum Winter hin wird die Funkie zurückgeschnitten, doch hier ist es wichtig, den Schnitt nicht zu früh zu machen.

In dem Laub befinden sich wichtige Nährstoffe, die die Pflanze zum Überwintern braucht, daher sollte abgewartet werden, bis das Laub verwelkt und vertrocknet ist, bevor man den Rückschnitt ansetzt. Der Schnitt sollte dann bodennah erfolgen. Alternativ kann das Laub aber auch über den Winter an der Pflanze belassen werden, es wird absterben und verrotten und die Reste lassen sich im Frühjahr leicht entfernen.

Funkien vermehren

Prachtvolle Funkie im Sommer
Prachtvolle Funkie im Sommer

Funkien können über Teilung oder Aussaat vermehrt werden. Bei der Aussaat muss jedoch beachtet werden, dass die Hybridformen oft nicht keimungsfähig sind oder aber die aus den Samen gezogenen Pflanzen der Mutterpflanze in keiner Weise ähneln.

Eine Vermehrung über Teilung dient außerdem der Verjüngung der Pflanze und sollte etwa alle 5 Jahre durchgeführt werden.

Teilung:

  • ideale Zeitpunkte sind der Herbst, frostfreie Wintertage und das Frühjahr vor dem Austrieb
  • Wurzelballen vorsichtig ausgraben und von Erde befreien
  • dabei fällt der Wurzelballen in der Regel von selbst auseinander und kann in zwei oder drei Teile geteilt werden
  • Teilstücke an geeignetem Standort anpflanzen und etwas Kompost zufügen
  • leicht angießen und eine Schicht Mulch aufbringen

Aussaat:

  • Samen ab Januar auf feuchte Anzucht- oder Kakteenerde ausbringen
  • da Funkien Lichtkeimer sind, Samen nicht oder nur sehr dünn mit Erde bedecken und leicht andrücken
  • Anzuchtgefäß mit Folie bedecken
  • auf die helle Fensterbank stellen bei 20 ° bis 25° C
  • feucht halten und lüften, um Schimmel zu vermeiden
  • nach etwa 2 Wochen beginnt die Keimung
  • sobald die Keimlinge einige Zentimeter hoch sind, kann die Folie entfernt werden
  • ab Ende Mai können die Jungpflanzen ausgepflanzt werden

Überwinterung der Funkie

Funkien sind winterhart und können im Freiland problemlos überwintern. In harten und schneearmen Wintern kann ihnen ein leichter Überwinterungsschutz in Form von Reisig, Laub oder Stroh gewährt werden.

Im Kübel muss die Staude vor dem Durchfrieren des Wurzelballens geschützt werden, indem sie entweder im Kalthaus oder im Keller überwintert wird oder der Kübel mit Jute oder Folie umwickelt und auf einen Holz- oder Styroporblock gestellt wird.

Gartenbista-Tipp:  Kübelpflanzen sollten an frostfreien Tagen leicht gegossen werden.

Krankheiten und Schädlinge der Funkie

Funkien sind widerstandsfähige und robuste Pflanzen, die nicht zu Krankheiten neigen. Seit einigen Jahren breitet sich jedoch das Hosta-Virus X auch in Deutschland aus, das zu ungewöhnlichen Mustern und Sprenkelungen auf dem Laub führt. Zu erkennen ist ein Befall außerdem an eingesunkenem Gewebe und kümmerlichem Wuchs. Befallene Pflanzen sollten umgehend komplett im Hausmüll entsorgt werden, um eine Ausbreitung zu verhindern.

Ein weiteres Problem ist, dass die Funkie ganz oben auf dem Speiseplan gefräßiger Nachtschnecken steht.  Wer viele Schnecken im Garten hat, sollte die Stauden mit einem Schneckenzaun oder Schneckenkorn schützen, wobei bei Schneckenkorn immer beachtet werden muss, dass es auch für Igel und andere Gartenbewohner sowie für Kinder und Haustiere durchaus giftig sein kann.

Funkien, Hosta-Pflanze: Viel zu schade, um nur als Lückenfüller zu dienen

Da viele Funkien bevorzugt im Halbschatten oder Schatten stehen, ist die Staude ideal als Lückenfüller geeignet, um auch die Stellen zu bepflanzen, an denen nichts anderes wachsen will. Doch allein dazu sind die attraktiven und pflegeleichten Blattschmuckstauden viel zu schade, so dass ihnen auch durchaus das ein oder andere prominentere Plätzchen im Garten angeboten werden sollte.

 

Graphiken: © aleoks – Fotolia.com, Sergey Kamshylin– Fotolia.com, oocoskun – Fotolia.com, olympus E5 – Fotolia.com, Marjeta – Fotolia.com


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