Ist Funkie giftig für Hunde, Katzen oder Menschen?

Funkie
Funkie

Ob im Kübel, in Rabatten oder Beeten: die Funkie verschönert jedes Plätzchen und ist zudem noch ausgesprochen pflegeleicht. Kein Wunder also, dass sie in vielen heimischen Gärten zu finden ist. Es wären vermutlich noch mehr, wenn sich nicht hartnäckig das Gerücht halten würde, dass die Funkie giftig wäre…

Ist Funkie giftig?

Wer sich etwas mit Botanik auskennt, kann sich diese Frage leicht selbst beantworten: die Funkie gehört zur Familie der Spargelgewächse, deren Sorten nicht dafür bekannt sind, giftig zu sein. Die Funkie bildet da keine Ausnahme: sie ist nicht nur ungiftig, sondern sogar essbar. Hierzulande ist diese Tatsache nicht von großer Bedeutung, in asiatischen Ländern hingegen schon: die Blütenknospen werden dort gerne und oft gegessen.

Funkie giftig für Hunde und Katzen

Auch Haustierhalter können ganz unbesorgt Funkien in ihrem Garten oder auf ihren Balkonen und Terrassen kultivieren: die dekorative Zierpflanze stellt auch für Hunde und Katzen keine gesundheitliche Gefahr dar.

Kaninchen gefährdet

Kaninchen verwechseln gelegentlich die großen, ausladenden Blätter einer Funkie mit Kohl und nagen begeistert daran. Dies können sie bedenkenlos tun – zumindest aus gesundheitlicher Sicht. Die Optik der Pflanze wird stark beeinträchtigt; im schlimmsten Fall wird sie mit Stumpf und Stiel aufgefressen.

Als Gartenbesitzer wird sich ein Zusammentreffe von Wildkaninchen und Funkien kaum vermeiden lassen; Hauskaninchen hingegen sollten zum Schutz der Zierpflanze nicht in ihre Nähe kommen.

Schildkröte

Treffen Schildkröten und Funkien aufeinander, so wird dieses Treffen nur einer überleben. Opfer hierbei wird jedoch nicht, wie manch einer vermutet, die Panzerechse sein, sondern die Zierpflanze. Sie ist nicht nur eine kulinarische Delikatesse für die Schildkröte, sondern dient ihr auch als Versteck und Schattenspender. Komplet abgefressen werden die Pflanzen jedoch nie, so dass sie sehr gut als sinnvolle Gehegepflanzen genutzt werden können.

Kinder

Funkien sind zwar dekorativ, jedoch wenig verlockend für Kinder. Sollte es dennoch vorkommen, dass ein Kind Pflanzenteile verzehrt, besteht keinerlei gesundheitliche Gefahr.

Blütenknospen der Funkien – beliebt in der Japanischen Küche

Die Japanische Küche ist bekannt dafür, dass sie mit verschiedenen Blüten und deren Knospen experimentiert. Auch die Blütenknospen einiger Funkienarten, beispielsweise „Grünschnabel“, gehören zu jenen Pflanzenteilen, welche dort sehr gerne verwendet werden. Die diesbezüglichen Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig:

  • Roh als Snack für zwischendurch
  • Kandiert
  • Als Gemüsebeilage gedünstet
  • In Essig und Öl eingelegt
  • Als Salatbeilage
  • Frittiert

Wer hierzulande eine zum Verzehr geeignete Sorte kultiviert, sollte sich das Vergnügen gönnen und die zarten Blütenknospen einfach mal essen.

Worauf beim Umgang mit der Funkie noch zu achten ist

Eine Funkie zu kultivieren, gehört zu den einfachsten gärtnerischen Tätigkeiten. Sie ist weder giftig noch bildet sie Dornen oder Stacheln, durch die eine Verletzungsgefahr besteht. Einziges Manko der Zierpflanze: sie ist bei Schnecken heiß begehrt. Nicht selten fressen die Weichtiere innerhalb einer einzigen Nacht eine komplette Staude radikal ab. Um dies zu verhindern, gibt es zunächst die Möglichkeit, Sorten mit kräftigem Blattwerk einzupflanzen, da diese nicht besonders begehrenswert für Schnecken sind.

Alternativ müssen die ungebetenen Besucher regelmäßig eingesammelt werden, um sie dauerhaft von den Funkien fernzuhalten.

 

Symbolgraphiken: © jonicartoon – Fotolia.com


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