Fuchsien Pflege: Standort, schneiden & überwintern

Neben Geranien und Petunien sind sie ein weiterer Klassiker in heimischen Gärten: Fuchsien. Sie sehen wunderschön aus, ob stehend oder hängend, mit dicht gefüllten oder eher zarten Blüten in verschiedenen Farbkombinationen. Und nicht nur das: sie sind auch recht pflegeleicht und vertragen – im Gegensatz zu vielen anderen Blühpflanzen – Regen sehr gut, so dass sie selbst in verregneten Sommern die Gärten mit ihrer Blütenpracht verschönern.

Der richtige Standort für Fuchsien

Nur einige Sorten dieser beliebten Pflanze vertragen volle Sonneneinstrahlung; die meisten bevorzugen hingegen einen halbschattigen Standort. Er sollte hell und luftig sein, aber nicht zu windig, da die Zweige leicht abbrechen können. Optimal ist die Nordseite eines Grundstücks.

360°-Video von der Fuchsie (Fuchsia)

In diesem Gartenbista-Video zeigen wir Ihnen in einer 360°-Ansicht, wie die Fuchsie (Fuchsia) aussieht.

360°-Video von der Fuchsie (Fuchsia) – Gartenbista-Videostudio, gedreht im April

Allgemeine Tipps zur Fuchsien Pflege

Fuchsien möchten regelmäßig gegossen werden, aber nicht zu stark. Obwohl sie Feuchtigkeit schätzen, mögen sie keine Staunässe. Alle 3-4 Wochen eine Flüssigdüngergabe ins Gießwasser – mehr benötigen sie nicht.

Vermehrung von Fuchsien

Fuchsien lassen sich ganz einfach durch Stecklinge vermehren: einfach einen Trieb direkt in die Erde stecken, oder aber ihn vorher in ein Glas Wasser stellen, bis er wurzelt.

Tipp: Mehrere Stecklinge zusammen in die Erde setzen; dieses Büschel wird schnell zu einer richtig üppigen Pflanze.

Fuchsien schneiden: wie richtig?

Eine Fuchsie, die überwintern soll, wird im Oktober auf die Hälfte oder ein Drittel zurückgeschnitten (auf keinen Fall kürzer!). Im Frühjahr zwischen dem ersten und zweiten Blattpaar die frischen Triebe abschneiden. Dabei ist zu beachten, dass je weniger geschnitten wird, je mehr eine Pflanze verholzt, da sich die Blüten nur an den neuen Triebenden bilden.

Fuchsia.Fuchsien überwintern: so geht´s!

Im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzen lassen sich Fuchsien nicht nur sehr gut überwintern, sondern werden auch mit dem Alter immer schöner. Von Liebhabern werden teilweise horrende Summen für ältere Pflanzen gezahlt. Doch darum geht es einem gewöhnlichen Hobbygärtner nicht; er möchte sich nur Jahr für Jahr an seinen Fuchsien erfreuen, und mit dem richtigen Knowhow bezüglich der Überwinterung wird ihm dieser Wunsch leicht erfüllt. Bereits vor der eigentlichen Überwinterung ist zu beachten, dass Fuchsien ab August/September nicht mehr gedüngt werden sollten.

a) Fuchsien ins Haus holen

Die meisten Fuchsiensorten können leichte Minusgrade ab – wenn sie diesen nicht dauerhaft ausgesetzt sind. Einige erste Fröste überstehen sie also durchaus im Freien. Sobald die Temperaturen aber dauerhaft unter den Gefrierpunkt sinken, müssen Fuchsien ins Haus geholt werden.

b) Fuchsien auf Überwinterung vorbereiten

Wenn Fuchsien von draußen hineingeholt werden, bedarf es ein wenig Pflege. Zunächst müssen die Pflanzen um circa ein Drittel eingekürzt werden. Dann werden verfaulte sowie verwelkte Pflanzenteile entfernt. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Schädlingskontrolle: Fuchsien sollten keinesfalls überwintern, wenn sich irgendwelche Parasiten an ihnen befinden. Sollten sich also Schädlinge an der Pflanze eigen, müssen diese bekämpft werden. Ist dies alles erledigt, kann die Fuchsie in ihr Winterquartier einziehen.

c) Der richtige Standort zum Fuchsien Überwintern

Der Ort, an dem Fuchsien überwintern können, muss einige Voraussetzungen erfüllen: er muss trocken sein; zudem müssen Temperaturen zwischen 5° und 10°C herrschen – warme Räumlichkeiten sind denkbar ungeeignet zum Fuchsien Überwintern. Optimal ist es, wenn der betreffende Standort auch noch ein wenig dunkel ist, denn generell gilt: Fuchsien sollten nicht zu hell überwintern. Sehr gut geeignet zum Fuchsien Überwintern sind Gewächshäuser, Wintergärten, Flure oder Kellerräume.

Fuchsien im Plastikbeutel überwintern

Eine weitere Möglichkeit der Fuchsien Überwinterung ist de Überwinterung in Plastikbeuteln. Hierfür wird der Fuchsientopf in eine Plastiktüte gesteckt, welche zugebunden wird. Dabei ist darauf zu achten, dass die Erde angefeuchtet wird. Eine regelmäßige Kontrolle bezüglich Schimmelbildung ist unabdingbar.

Fuchsien Überwinterung ab Februar beenden

Ab Februar können die Fuchsien in wärmere Räumlichkeiten gestellt werden; Temperaturen um 18°C sind optimal. Weiterhin sollten die Fuchsien nur mäßig feucht gehalten werden. Nach den Eisheiligen (Mitte Mai) können die Pflanzen dann wieder ins Freie gebracht werden.

Fuchsien überwintern Tipps

  • Während der Phase der Überwinterung gibt es einige Punkte, die beachtet werden müssen:
  • Fuchsien nicht düngen.
  • Fuchsien nur selten und mäßig gießen.
  • Falls Laub abfällt, dieses sofort entsorgen, da es ansonsten die Bildung von Pilzen fördert.
  • Fuchsien während der Überwinterung nicht zu dicht stellen.
  • Auf konstante Luftfeuchtigkeit während der Überwinterung achten.

So können Sie Schädlinge auf Fuchsien verhindern

Spinnmilben, Blattläuse und weiße Fliegen sind die am häufigsten zu findenden Schädlinge auf Fuchsien. In der Regel ist dieser Befall aber nicht so stark, dass eine Behandlung mit einem Pflanzenschutzmittel notwendig ist.

Übrigens: die kleinen Früchte, die sich aus den Blüten bilden, sind essbar, schmecken aber nicht besonders gut (nur einige von ihnen sind süß).

 

Graphik: © Jolanta Mayerberg-Fotolia.com


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