Forsythien Standort: schneiden, vermehren & Krankheiten

Sie suchen einen Strauch, der nicht nur absolut pflegeleicht ist, sondern auch bereits früh im Jahr schöne, fröhlich-gelbe Blüten hervorbringt? Dann sollten Sie sich näher mit der Forsythie beschäftigen, auch unter den Namen Goldglöckchen oder Goldflieder bekannt. Nur knapp ein Dutzend Arten gibt es, die aber alle etwas gemeinsam haben: sie dürfen sich anspruchlose Sträucher nennen.

Forsythien Pflanzen – Steckbrief von Gartenbista:

Forsythien Standort: anspruchslos

So eigenartig es klingen mag: der Standort ist den Forsythien vollkommen gleichgültig. Dieser anspruchslose Strauch wächst sowohl in der vollen Sonne als auch im Schatten – nur Staunässe mag er nicht. Die beste Pflanzzeit für Forsythien ist – wie bei vielen anderen Sträuchern – der Herbst. Sollen sie als Hecke wachsen, ist ein Abstand von 50 cm zwischen den einzelnen Pflanzen ratsam. Da Forsythien ausgesprochen schnellwüchsig sind (circa 50 cm jährlich), wird diese Hecke innerhalb kürzester Zeit schön hoch und dicht.

Forsythie schneiden im Frühjahr

Der geeignete Zeitpunkt zum Forsythien schneiden ist das Frühjahr direkt nach der Blüte, die in der Regel von März bis Mai stattfindet. Je nach Wunsch des Gartenbesitzers können diese Sträucher einen Formschnitt erhalten (beispielsweise als Kugel oder als Pyramide) oder einen Verjüngungsschnitt, bei dem sämtliche unerwünschten Triebe auf die Hälfte ihrer Länge gekürzt werden können. Es ist sehr ratsam, diesen Schnitt in jährlichen Intervallen durchzuführen, denn – man mag es kaum glauben – schneidet man Forsythien nicht, werden diese faul. Dies bedeutet im Klartext, sie sind zu bequem, um Blüten zu bilden. Häufig ist diese „Charakterschwäche“ bei älteren ungeschnittenen Sträuchern zu beobachten, die kaum noch Blüten hervorbringen.

Wichtig: Nur freistehende Sträucher direkt nach der Blüte schneiden! Hecken aus Forsythien hingegen sollten in der Zeit von März bis September gar nicht geschnitten werden, um die dort wohnenden und brütenden Vögel nicht zu stören. Sollte ein Schnitt während dieser Zeit unvermeidlich sein, bitte nur den zarten Neutrieb entfernen!

Forsythie vermehren

Eigentlich erledigen Forsythien ihre Vermehrung von ganz alleine: sie senken den einen oder anderen Zweig in die Erde, der sich dort sofort verwurzelt und somit einen neuen Strauch bildet. Dieser kann dann abgetrennt und an eine andere Stelle verpflanzt werden. Wer mehr junge Forsythien haben möchte und sich nicht auf den Vermehrungsfleiß seines bestehenden Strauches verlässt, kann auch Triebe abschneiden, sie in einem mit Wasser gefüllten Gefäß bewurzeln lassen und dann einpflanzen. Egal ob durch Absenker oder Ableger: die Vermehrung von Forsythien ist denkbar einfach.

Forsythien Schädlinge, Forsythien Krankheiten

Die Forsythie gehört zu jenen Pflanzen, bei denen sich deren Besitzer keine großen Sorgen um Schädlingsbefall oder Krankheiten machen muss. Frostschäden an Blüten und Triebspitzen können auftreten, wenn Spätfröste geherrscht und die Sträucher im wahrsten Sinne des Wortes eiskalt erwischt haben. Auch die Monilia-Triebwelke kann gelegentlich ein kleines Problem darstellen. Zu erkennen ist diese Pilzkrankheit daran, dass die Zweige wie vertrocknet aussehen. Ein radikaler Rückschnitt trägt aber meistens dazu bei, das Leben der Forsythien zu erhalten.

Übrigens: entgegen mancher Aussagen sind Forsythien nur gering giftig und stellen keine Gefahr für Mensch und Tier im heimischen Garten dar.

Graphik: © coulanges-Fotolia.com


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