Fette Henne schneiden – so gelingt es

Fette Henne schneiden: Anleitung
Fette Henne schneiden: Anleitung.

Fetthennen (Sedum) werden oftmals auch als Mauerpfeffer bezeichnet und sind der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) zuzuordnen. Sie sind anspruchslose Stauden, die sowohl im Garten als auch auf dem Balkon gehalten werden können. Fetthennen lieben die pralle Sonne, in der sie prächtig gedeihen. Daher sollten Gartenliebhaber von Zeit zu Zeit ihre Fette Henne schneiden.

Wie man Fette Henne schneiden sollte

Die Sedumpflanze sollte nicht mehr als höchstens 2/3 ihrer ursprünglichen Größe zurückgeschnitten werden. Polstersedum benötigt keinen Rückschnitt. Die bis zu 50 cm hoch wachsenden Arten Sedum spectabile und Sedum telephium sollten hingegen beschnitten werden, denn sie neigen zum Blattverlust und zur Verholzung.

Anleitung zum Schneiden

Höher wachsende Exemplare von Fetthennen sollten beschnitten werden.

Beim Schneiden der Fetten Henne sollten Sie am besten so vorgehen:

  • Alte und verholzte Triebe direkt am Ansatz abschneiden
  • Zweige, die unten keine Blätter mehr aufweisen, komplett abschneiden
  • Triebe, die dünn und fast verkahlt sind, unmittelbar am Boden entfernen
  • Verwelkte Blüten und Samenstände bereits im Frühjahr abknipsen
  • Zu hochgewachsene Triebe maximal zu 2/3 einkürzen
  • Den Trieb dabei wenige Millimeter über einem Blatt abschneiden
  • Sollte zu viel Saft beim Rückschnitt austreten, so können die Wunden mit einem Vlies abgedeckt werden

Gartenbista-Tipp: Mauerpfeffer eignet sich hervorragend für einen Formschnitt, aber auch für die Vase. Sofern die Fette Henne aufblüht, sofort den blühenden Stängel abschneiden und in eine Vase mit frischem Wasser stellen. Die Blüten halten sich somit mehrere Wochen. Achten Sie darauf, dass Sie den Stängel über einem Blatt abschneiden. Dann kann der Mauerpfeffer dort wieder austreiben.

Richtiger Zeitpunkt für den Schnitt

Fetthenne: Zeitpunkt für einen Rückschnitt.
Fetthenne: Zeitpunkt für einen Rückschnitt.

Der richtige Zeitpunkt für einen Rückschnitt der Fetten Henne ist das Frühjahr, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist. Polsterbildender Mauerpfeffer benötigt keinen Rückschnitt.

Frühling?

Alte Triebe im Frühjahr samt vertrockneter Blütenstände und Samenstände abschneiden. Die Stängel können zu 1/3 bis maximal 2/3 gekürzt werden. Somit treibt der Mauerpfeffer dichter aus.

Sommer?

Im Sommer sollte die Fette Henne eher nicht beschnitten werden, da sie dadurch unnötig geschwächt wird. Falls ein Rückschnitt erfolgen muss, dann nicht in unmittelbarer Sonnenbestrahlung. Pralle Sonne beim Schnitt ist unbedingt zu vermeiden.

Herbst?

Blühender Mauerpfeffer lässt sich im Herbst gut schneiden. Die Stängel werden häufig in Vasen hübsch arrangiert. Aber auch bunte Gartensträuße und Gestecke können mit Fetthennen gestaltet werden. Dazu einfach den Mauerpfeffer mit den Blüten nach unten an einen luftigen Ort, aber nicht in der prallen Sonne, trocknen.

Winter?

Im frostig kalten Winter sollte kein Rückschnitt erfolgen. Idealerweise sollte die Fette Henne an einen frostfreien Tag ab Ende März beschnitten werden.

Stecklinge oder Ableger schneiden

Da Sedum leicht Wurzeln bildet, können Stecklinge und Ableger geschnitten werden. Ein Stängel der Fetten Henne kann auch problemlos zerteilt und die Stücke nach einem mehrtägigen Trocknen in Anzuchterde gesteckt werden. Die Anzuchterde sollte in den ersten Wochen gleichmäßig feucht, aber nicht nass, gehalten werden.

Wenn die Fetthenne Seitentriebe mit einer Mindestlänge von 5 cm entwickelt haben sollte, so können diese als Ableger geschnitten und eingepflanzt werden. Nach der Bewurzelung können die kleinen Pflanzen dann direkt ins Freie gesetzt werden.

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Symbolgrafiken: © M. Schuppich (2) – Fotolia.com


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