Eibisch – so viel Heilwirkung steckt in der Pflanze

Echter Eibisch
Echter Eibisch

Der Echte Eibisch sieht nicht nur wunderschön aus, sondern ist eine der bedeutendsten Heilpflanzen überhaupt. Mit ein wenig Knowhow lässt er sich auch in heimischen Gärten kultivieren. Dort erfreut er nicht nur den Hobbygärtner, sondern auch Bienen, Hummeln und Schmetterlinge.

Eibisch – Pflanzen-Steckbrief von Gartenbista

  • Standort: sonnig
  • Boden: nährstoffreich, mäßig feucht
  • Blütezeit: Juli/August
  • Pflanzenhöhe/-größe: bis 1,5 m
  • Vermehrung: Samen
  • Überwinterung: winterhart
  • Giftig: nein
  • Heilwirkung: unter anderem beruhigend, entzündungshemmend, harntreibend

Allgemeine Informationen über den Eibisch

Der Echte Eibisch gehört zu den Malvengewächsen. Es handelt sich um eine aufrecht wachsende Pflanze mit kräftigen Stängeln. Von Juli bis August bilden sich an diesen weiße oder zartrosafarbene Blüten, die nicht nur ausgesprochen dekorativ, sondern auch nektarreich sind. Somit stellen sie eine beliebte Nahrungsquelle für Bienen, Hummeln, Schmetterling und andere Insekten dar.

Sind die Blüten verblüht, entwickeln sie sich zu Früchten. Diese enthalten Samen, welche die Pflanze zu ihrer Vermehrung verwendet.

Ist der Eibisch giftig?

Der Echte Eibisch enthält Schleimstoffe, Pektine und Stärke. Keine dieser Substanzen ist in irgendeiner Form für den Menschen. Im Gegenteil: das Malvengewächs zählt zu den wichtigsten Heilpflanzen überhaupt. Sein botanischer Name verrät es: Althea ist abgeleitet von dem griechischen Wort álthein, was heilen bedeutet.

Übrigens: Eibisch findet nicht nur in der Naturheilkunde Anwendung, sondern auch in der Küche.

Eibisch Heilwirkung

  • Beruhigend
  • Blutstillend
  • Entzündungshemmend
  • Harntreibend
  • Tonisierend

Anwendungsgebiete Eibisch

Die Pflanze wird unterstützend bei vielen verschiedenen Leiden eingesetzt. Besonders effektiv ist sie jedoch bei:

  • Blasenerkrankungen
  • Blähungen
  • Bronchitis
  • Durchfall
  • Ekzeme
  • Erkältungen
  • Furunkel
  • Halsentzündungen
  • Heiserkeit
  • Husten
  • Insektenstiche
  • Magengeschwüren
  • Muskelkater
  • Schleimhautentzündungen
  • Trockene oder rissige Haut
  • Übersäuerung
  • Verbrennungen
  • Verstopfung
  • Wunden

Verarbeitung

In der Naturheilkunde werden

  • Blätter,
  • Blüten und
  • Wurzeln

verarbeitet. Da die Wurzel jedoch die höchste Konzentration an Schleimstoffen hat, wird sie am häufigsten verwendet. Meistens in Form von Tee:

  • Wurzel in kleine Stücke schneiden
  • Drei Teelöffel Wurzeln oder andere Pflanzenteile in eine Tasse geben
  • Mit kaltem Wasser übergießen
  • Aufguss über Nacht ziehen lassen

Danach wird der Tee abgeseiht und auf die gewünschte Temperatur erwärmt.

Soll die Heilpflanze äußerlich angewendet werden, kann dies ebenfalls mit dem Tee erfolgen. Alternativ wird ein Brei aus geriebener Wurzel und Honig auf ein Tuch gegeben und aufgelegt.

Eibisch im Garten kultivieren

Wächst Eibisch in freier Natur, so ist es nicht gestattet, ihn mitzunehmen, zu beschneiden oder gar auszugraben. Um dennoch an die Heilpflanze zu gelangen, wird Eibisch sehr gerne in heimischen Gärten kultiviert. Dies ist relativ problemlos möglich, da er keine besonderen Ansprüche bezüglich seiner Pflege stellt.

Standort

Optimal ist ein sonniges und windgeschütztes Plätzchen. Notfalls nimmt das Malvengewächs auch mit einem halbschattigen Standort vorlieb, wird sich dort jedoch nicht ganz so gut entwickeln.

Der Boden sollte nährstoffreich sein. In etwas feuchten Substraten fühlt sich der Eibisch besonders wohl, so dass er auch gut zur Bepflanzung von Gewässerrändern genutzt werden kann. Ansonsten ist er der perfekte Partner für andere Pflanzen in einem fröhlichen, bunten Bauerngarten.

Gartenbista-Tipp: Eibisch kann auch sehr gut als Kübelpflanze kultiviert werden!

Pflege

  • Gießen: In langen Trockenperioden muss die Pflanze zwingend gegossen werden. Ansonsten ist eine Wassergabe nur dann notwendig, wenn sie offenbar zu trocken steht. In Kübelhaltung hingegen ist ein regelmäßiges Gießen Pflicht, wobei Staunässe unbedingt zu vermeiden ist.
  • Düngen: Bei der Pflanzung kann gerne etwas Kompost mit in die Erde eingearbeitet werden. Jährlich im Frühjahr sollte ebenfalls Kompost oder organischer Dünger verabreicht werden.
  • Schneiden: Nach der Blüte im Herbst werden verblühte Pflanzenteile abgeschnitten; auch ein Kürzen der Triebe um ein Drittel ist sinnvoll, da dies einen buschigen Wuchs fördert. Im Frühjahr werden lediglich jene Teile entfernt, die im Winter Schäden erlitten haben.

Eibisch Überwinterung

Das Malvengewächs ist komplett winterhart und benötigt keinen zusätzlichen Schutz während der kalten Jahreszeit. In Kübelhaltung ist es empfehlenswert, das Pflanzgefäß an einen geschützten Standort auf einen Holz- oder Styropurblock zu stellen.

 

Symbolgraphiken: © LianeM – Fotolia.com


, Kategorie: Pflanzen

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