So können Sie Efeu wirksam bekämpfen

Efeu bekämpfen.
Efeu bekämpfen.

So können Sie ganz leicht Efeu bekämpfen. Das immergrüne Gewächs ist nicht überall erwünscht. Oft ist es eine ungewollte Plage. Die Rankpflanze findet sogar Halt an glatten Betonwänden. Es gibt einfache Tricks, mit denen Sie die dekorative Pracht eindämmen oder los werden können.

Warum breitet sich Efeu aus?

Der Emporkömmling ist für die einen eine schmucke Kletterpflanze. Für andere ein unliebsamer Vertreter der Araliengewächse, der sich als überaus wachsfreudig und robust erweist. Efeu, oder besser gesagt der Gewöhnliche Efeu, ist in Mitteleuropa besonders häufig anzutreffen. Hedera Helix wird die krautige Pflanze genannt, die weit über 20 Meter in die Höhe wachsen kann. Aber warum breitet sich Efeu fast unaufhaltsam aus?

Die Rankpflanze verfügt über Adventivwurzeln. Diese klammern sich überall fest und ermöglichen die Ausbreitung der Pflanze in die Höhe und Breite. An Hauswänden und Fassaden sorgen die Wurzeln für die unschönen Hinterlassenschaften, wenn die Efeupflanze entfernt wurde. Die kleinen Schäden der Pflanze mit dem Sprossdimorphismus sind deutlich sichtbar.

Efeu kann sich sehr gut seiner Umgebung anpassen und dominiert gerne andere Pflanzen in seiner unmittelbaren Nähe. Vom Halbstrauch bis zur Liane und sogar der baumartige Wuchs ist möglich. Für die Einschränkung der Ausbreitung der hartnäckigen Zierpflanze bleibt Gartenbesitzern nur der regelmäßige Rückschnitt oder die vollständige Entfernung der Pflanze.

Vorsicht: Efeu ist giftig

Efeu ist giftig.
Efeu ist giftig.

Hat der Efeu ein gewisses Alter erreicht, bilden sich die Beeren aus. Sie dienen dem Efeu zur Selbstaussaat, wenn sie nicht im Frühjahr regelmäßig entfernt werden. Das Entfernen der Beeren hat aber noch einen anderen sinnvollen Grund. Die Zierpflanze ist im Garten giftig. Das gilt sowohl für die grün-gelben lederartigen Blätter, als auch für die Früchte in Form von fast schwarzen Beeren.

Besonders für Kinder und Haustiere besteht eine hohe Gefahr. Die zur Aussaat genutzten Beeren liegen unter dem Efeustrauch und verbreiten sich leicht im ganzen Garten oder sogar darüber hinaus. Vor allem der Verzehr größere Mengen ist gesundheitsgefährdend. Hunde und Katzen nagen gerne an holzigen Stielen, aber beim Efeu droht Vergiftungsgefahr. Schnittreste müssen immer sofort und sicher entsorgt werden.

Gartenbesitzer sollten beim Schneiden den direkten Hautkontakt vermeiden. Tragen Sie immer Handschuhe. Wird die Efeupflanze komplett entfernt oder aus ihrem Bodenplatz herausgerissen, gilt erhöhte Vorsicht. Beim Herausreißen setzt die Pflanze Staub frei, der zu schweren gesundheitlichen Problemen an den Atemwegen führen kann. Es wird empfohlen, einen Atemschutz oder eine Atemmaske zu tragen.

Wann Efeu bekämpfen?

Innerhalb kürzester Zeit wird aus der Hedera eine schnellwüchsige Heckenpflanze. Gerade erst gepflanzt und schon wächst sie buchstäblich über alle Hürden hinweg in die Höhe. Es gibt keine ideale Zeit um den Efeu zu bekämpfen. Wer die Pflanze erhalten möchte, muss der kletterfreudigen Zierpflanze regelmäßig die Triebe kürzen, um dem Wachstum Einhalt zu bieten.

Durch den Rückschnitt haben Sie auch die Möglichkeit, die Wuchsform und -Richtung der Rankpflanze zu lenken. Wenn Sie die Pflanze nicht regelmäßig stutzen und damit das Wachstum eindämmen, wird sie mit jeder Menge frischer Triebe in die Höhe und Breite wachsen. Dank der speziellen Wurzeln werden Fassadenteile oder Wände deutlich sichtbar in Mitleidenschaft gezogen.

Haben Sie sich bewusst für eine Efeupflanze im Garten entschieden, dann ist eine Wurzelsperre zu empfehlen. Sie verhindert zumindest, dass sich der Efeu über einen gewissen Grad hinaus ausbreiten kann. Allerdings wäre es ein Fehler, die Kletterpflanze aus den Augen zu lassen. Wird der Wuchs zu stark, muss zurückgeschnitten werden.

  • Jahreszeit unwichtig für die Bekämpfung
  • Bei Erhalt regelmäßig zurückschneiden
  • Bei Bekämpfung Wurzel komplett raus
  • Bei Neupflanzung Wurzelsperre verwenden

Efeu bekämpfen am Baum

Die Haftwurzeln des Efeu lassen sich von einem feuchten Stamm leicht lösen. Es empfiehlt sich die Bekämpfung für einen regnerischen Tag oder eine feuchte Jahreszeit einzuplanen. Schneiden Sie in einer Höhe von rund 1,50 m alle Efeutriebe ab und ziehen Sie sie nach unten vom Stamm ab. Über die verbliebenen Triebe brauchen Sie sich keine Gedanken machen.

Diese werden innerhalb kürzester Zeit vertrocknen und von selbst abfallen. Nun müssen die Wurzeln vollständig und komplett ausgegraben werden. Beachten Sie die Hinweise zur Giftigkeit der Rankpflanze. Atemschutz, Hautschutz und ggf. Atemmaske sollten bei der Arbeit unbedingt getragen werden. Kinder und Haustiere sollten nicht in der Nähe sein, wenn Sie sich an die Herausforderung machen.

Gartenbista-Tipp: Wenn Sie Efeu vom Baum entfernen, stellen Sie einen Eimer Wasser bereit. Mit einem durchtränkten Schwamm den Baumstamm feucht halten. So gelingt das Entfernen von größeren oder mehreren Efeuranken schneller und leichter.

Efeu von Hauswänden und Mauern entfernen

Kleine aufgesprengte Schadstellen sind ein deutliches Zeichen, dass sich an dieser Stelle höchst wahrscheinlich mal eine Efeupflanze befunden hat. Bevor es soweit kommt, können Sie Efeu von Hauswänden und Mauern dauerhaft entfernen. Ziehen Sie zuerst die langen Ranken aus dem Mauerwerk, danach die kleineren Triebe. Feuchten Sie gegebenenfalls das Mauerwerk mit Wasser an.

Die Haftwurzeln lassen sich leichter von feuchten Wänden entfernen. Sind alle Ranken entfernt, müssen die Wurzelstöcke vollständig ausgegraben werden. Atemschutz und Hautschutz tragen. Haben Sie diese Aufgabe hinter sich, bleibt noch das Reinigen der Hauswand oder Mauer mit einer harten Bürste und einer Spülmittellösung. Bei harten Ziegel- oder Betonmauern kann die Reinigung und Entfernung kleinster Pflanzenteile auch mit einem Hochdruckreiniger vorgenommen werden.

Als Bodendecker entfernen

Auch als Bodendecker macht sich der immergrüne Efeu dekorativ. Jedoch zeigt er seine Wachstumsstärke auch auf dem Boden. Wird die Pflanze zu groß, entfernen Sie möglichst alle dickeren Triebe mit einer Gartenschere oder Säge. Danach ziehen Sie so viele Ranken wie möglich mit Wurzeln aus der Erde. Nach der oberirdischen Entfernung müssen Sie die unterirdischen Wurzeln ebenfalls entfernen.

Chemische Mittel dagegen

Sicher wirksame chemische Mittel gegen Efeu gibt es derzeit nicht auf dem Markt.

Roundup als Mittel zur Bekämpfung

Chemische Mittel sind im Handel natürlich auch zur Bekämpfung von Efeupflanzen erhältlich. Jedoch ist es nahezu unmöglich, die chemischen Substanzen von Roundup und anderen Mitteln nur auf den Efeu zu begrenzen. Meist werden benachbarte Pflanzen ebenso vergiftet und zerstört. Aus der Erfahrung heraus hat sich gezeigt, dass chemische Mittel nicht bis in die Wurzeln durchdringen. Das manuelle Entfernen des Efeus ist die sicherste Methode.

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Symbolgraphiken: ©  Olena Bloshchynska, Thecountrysid – Fotolia.com


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