Eberesche, Vogelbeere im Garten: Pflege & Schneiden

Gehörten Ihre Eltern auch zu jenen, die Ihnen in Ihrer Kindheit immer wieder einredeten: „Finger weg von Vogelbeeren, die sind giftig“?!? Falls das der Fall war, haben Sie sicher keinen näheren Kontakt mit diesem interessanten  Baum knüpfen können. Doch jetzt – als Gartenbesitzer – haben Sie hierzu die Gelegenheit; nutzen Sie sie! Mit dem Pflanzen einer Eberesche, dem Baum des Jahres 1997, erfreuen Sie nicht nur sich selbst, sondern auch die Vögel: sie lieben die kleinen, orangen Früchte, die aussehen wie kleine Äpfel. Von dieser Liebe hat die Eberesche auch ihre volkstümlichen Namen her: Vogelbeere oder Drosselbeere.

Eberesche, Vogelbeere Pflanzen – Steckbrief von Gartenbista:

Vogelbeere Standort: sonnig bis halbschattig

Der mit seiner maximalen Wuchshöhe von 15 m eher kleine Baum bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Dabei ist zu beachten, dass er umso weniger Blüten bildet, je schattiger er steht. Wer also eine Eberesche insbesondere wegen der Blüten und den daraus resultierenden Beeren haben möchte, sollte daher lieber ein sonniges Plätzchen im Garten auswählen.

Bei der Wahl des Standortes muss auch beachtet werden, dass Ebereschen keine nassen Füße mögen; das bedeutet, der Boden darf nicht zu nass sein.

Vogelbeere schneiden

Die Eberesche wächst als Baum oder Strauch und ist oft auch mehrstämmig. Sie ist ausgesprochen einfach zu beschneiden: nach der Blüte (MaiJuni) kann sie in die gewünschte Form gebracht werden, wobei darauf geachtet werden sollte, dass immer am Astansatz geschnitten wird.

Eberesche vermehren

Ebereschen vermehren sich durch Selbstaussaat, was bedeutet, dass man sich als Gartenbesitzer eigentlich gar nicht die Mühe einer Vermehrung machen muss. Man wartet einfach, bis irgendwo kleine Ebereschen aus dem Boden sprießen, gräbt diese aus und pflanzt sie am gewünschten Standort wieder ein.

Wer jedoch gerne auch ein diesbezügliches Erfolgserlebnis für sich verbuchen möchte, der kann im Oktober die Kerne der Vogelbeere in die Erde stecken – im folgenden Frühjahr ist eine kleine Eberesche da…

Vogelbeeren Ernte

Vogelbeeren stehen in dem Ruf, giftig zu sein. Dies sind sie in gekochtem Zustand ganz gewiss nicht. Roh wird es allerdings kaum ein Mensch schaffen, eine so große Portion Vogelbeeren zu essen, dass eine Giftwirkung eintritt, denn Vogelbeeren haben einen sehr herben Geschmack.

Von Juli bis in den Oktober hinein können die orangenen Früchte geerntet werden. Sehr gut geeignet sind sie zur Herstellung von Tee, Marmelade und Gelee. So zubereitet entwickeln sie nicht nur einen sehr guten, wenn auch eigenwilligen Geschmack, sondern auch eine Heilwirkung, die aber nicht vielen Menschen bekannt ist. Insbesondere bei Verdauungsstörungen und Lungenbeschwerden kann diese Heilwirkung genutzt werden.

Eberesche Schädlinge

Steht die Eberesche zu nass, droht die Gefahr durch Pilze. Ebereschen sind sowohl anfällig für Rostpilze, als auch für den Echten Mehltau. Ist der kleine Baum stark befallen, sollte ihm ein entsprechendes Pflanzenschutzmittel gegönnt werden – schließlich können Vogelbeeren bis zu 80 Jahre alt werden, und diese Chance sollte man seinem Bäumchen nicht nehmen…

Die größte Gefahr für die Beeren droht aber seitens der Vögel, die diese liebend gerne verspeisen, bevor der Mensch sie ernten kann. Kleiner Trost: Wildvogelfütterung ist Tierschutz…

Graphik: © M. Schuppich-Fotolia.com


2 Kommentare

  1. Wir haben vor 5 Jahren zwei veredelte Ebereschen gepflanzt. Nach dem Austrieb im Frühjahr werden ständig sämtliche Spitzen von wem auch immer abgefressen, so daß es zu keiner Blüten- bzw. Fruchtbildung kommt. Wer ist der Verursacher, und was kann man dagegen tun?

    1. Möglicherweise sind Spätfröste daran schuld, dass sich keine Blüten bilden können. Es ist allerdings auch möglich, dass saugende Schädlinge die jungen Triebe aussaugen. Je nachdem, in welcher Höhe die Triebspitzen sitzen, werden sie auch eren als Nahrungsquelle von Wildkaninchen verwendet.
      Am sinnvollsten ist es, im kommenden Frühjahr eine angefresene Spitze zum Fachhändler zu bringen und von diesem untersuchen zu lassen.Sollte es sich um einen Schädling handlen, wird der Fachhändler ein passendes Pflanzenschutzmittel zur Hand haben…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Du kannst unter Pseudonym kommentieren. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ja, ich habe die Datenschutzerklärung gelesen.