Giftige Datura, Stechapfel – Pflege, Vermehrung & Überwintern

BrugmansiaDer Stechapfel (Datura, Brugmansia oder Engelstrompete) besticht durch seine ausgesprochen dekorativen Blüten, die trompetenförmig in Weiß, Rosa, Gelb, Orange oder Rot eine Länge von 25 cm erreichen können. Die Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse selbst kann eine Höhe von vier Metern erreichen, was ihre Pflege ein wenig erschwert: die Datura ist nicht winterhart und muss dementsprechend vor Frosteintritt in ein Winterquartier gebracht werden, um dort sicher überwintern zu können. Ansonsten ist die Stechapfel Pflege denkbar einfach, so dass dieses dekorative Gewächs in keinem Garten fehlen sollte…

Datura, Engelstrompete, Stechapfel Pflanzen – Steckbrief von Gartenbista:

Stechapfel Standort: warm und hell

Die Datura kann sowohl im Kübel gehalten als auch ins Freiland ausgepflanzt werden. Wichtig ist, dass dies nicht vor den Eisheiligen (Mitte Mai) geschieht, da die Datura sehr frostempfindlich ist.

Der Stechapfel bevorzugt einen warmen und hellen Standort, gerne vollsonnig. Notfalls nimmt er auch mit einem halbschattigen Plätzchen vorlieb, wobei dort seine Blüten weniger üppig und weniger duftend sein werden.

Die Erde sollte möglichst wasserdurchlässig und lehmhaltig sein; wird der Stechapfel im Kübel gehalten, empfiehlt es sich, etwas Blähton unterzumischen.

Stechapfel Pflege – Tipps

  • Gießen: Der Stechapfel hat einen sehr hohen Wasserbedarf und muss deswegen täglich gegossen werden. Sollte er im Kübel gehalten werden, ist sogar mehrmals täglich eine Wassergabe notwendig. Die Erde muss immer leicht feucht gehalten werden.
  • Düngen: In der Zeit von Mai bis August sollten diese Pflanzen alle zwei Wochen gedüngt werden, danach bitte nicht mehr.
  • Umtopfen: Ein jährliches Umtopfen ist sinnvoll, da der Stechapfel schnell wächst und dementsprechend ein immer größeres Wurzelwerk bildet. Die beste Zeit hierfür ist das Frühjahr. Wird die Datura im Beet gehalten, wird das größere Pflanzgefäß natürlich vor der Überwinterung gewählt. Vor dem Umtopfen werden die Wurzeln ein wenig eingekürzt.
  • Pflegeschnitt: Vor sowie nach der Überwinterung sollte ein Pflegeschnitt stattfinden.

Stechapfel Vermehrung durch Stecklinge

Die Stechapfel Vermehrung erfolgt über Stecklinge. Hierfür werden im Frühjahr oder Sommer von einem gesunden Trieb 15 cm lange Stecklinge abgeschnitten, und zwar direkt unter einem Blattansatz. Sämtliche Blätter bis auf die drei obersten werden entfernt, dann wird der Steckling so in ein mit Erde gefülltes Gefäß gesteckt, dass zwei Blatteinsätze in dieser verschwinden. Regelmäßig gießen. Nach ein paar Wochen haben sich genügend Wurzeln gebildet, dass der Stechapfel in ein größeres Gefäß umgetopft werden kann.

Stechapfel ist giftig!

So schön der Stechapfel auch ist, so giftig ist er auch, und zwar in allen Pflanzenteilen. Werden diese Teile verzehrt, so kommt es zu Fieber, Erbrechen, Unruhe sowie Hautreizungen kommen. Ist die eingenommene Dosis sehr hoch, kann sie tödlich wirken.

Stechapfel überwintern

Bevor der erste Frost eintritt, muss der Stechapfel in ein Winterquartier gebracht werden. In diesem sollten Temperaturen zwischen 5°C und 10°C herrschen. Als Faustregel gilt: je höher die Temperaturen desto heller muss der Raum sein.

Während der Überwinterung wird der Stechapfel nur wenig gegossen; erst wenn er wieder ins Freie kommt (nach den Eisheiligen), braucht er seine täglichen Wassergaben. Dennoch darf auch während der Winterruhe der Wurzelballen niemals austrocknen.

Bevor der Stechapfel an seinen endgültigen Standort im Freien gebracht wird, muss er erst einmal an das Leben dort gewöhnt werden. Dies geschieht dadurch, dass er zunächst an einen schattigen Platz gestellt wird.

Stechapfel – Schädlinge und Krankheiten

Der Stechapfel ist sehr robust und nicht besonders anfällig für Schädlinge und Krankheiten. Gelegentlich können sich Blattläuse und Spinnmilben ansiedeln, welche aber in der Regel keine große Bedrohung für die Pflanze darstellen. Viel gefährlicher ist der Dickmaulrüssler, der meistens nur mit einem speziellen Pflanzenschutzmittel bekämpft werden kann.

Graphik: © imnoom – Fotolia.com


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