Clematis schneiden: Anleitung

Clematis schneiden
Clematis schneiden

Clematis (Waldreben) sind ausgesprochen dekorative Kletterpflanzen, die zudem viele und üppige Blüten bilden. Nun kommt es allerdings vor, dass sich die Blütenpracht im Laufe der Jahre immer mehr minimiert. Dies liegt in der Regel daran, dass die Clematis nicht ausreichend geschnitten wurde, denn sie kann nur dann üppige Blüten entwickeln und ausdauernd blühen, wenn ihr ein regelmäßiger Schnitt zuteil wird. Ansonsten beginnen die Pflanzen von unten her zu verkahlen und werden richtiggehend blühfaul. Was ist beim Clematis Schneiden zu beachten?

Clematissorte beachten!

Bevor man als Gartenbesitzer zur Schere greift, sollte man sich darüber im Klaren sein, um was für eine Clematissorte es sich individuell handelt. Denn je nachdem ob es sich um eine großblumige Hybride, eine Wildart oder einen Sommerblüher handelt, muss das Schnittverhalten angepasst werden.

Grundsätzlich gilt:

  • Sommerblüher brauchen einen kräftigen Rückschnitt
  • Wildarten und Großblumige Hybriden werden kaum geschnitten

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Clematis Schneiden?

Der optimale Zeitpunkt ist abhängig davon, zu welcher Schnittgruppe die jeweilige Pflanze gehört, also wann sie blüht. Ist dies im Mai der Fall, so handelt es sich dabei um eine Sorte, die ihre Blüten an Vorjahrestrieben bildet. Diese werden in der Regel gar nicht geschnitten. Wenn doch, dann gleich nach der Blüte und nur sehr, sehr sparsam.

Jene Arten, die im Juni blühen, bilden die Blüten wiederum nur an jenen Trieben, die im selben Jahr gewachsen sind. Deren Triebe werden im Februar kräftig zurückgeschnitten, so dass nur noch maximal 50 cm von jenem Haupttrieb übrig bleiben.

Gartenbista-Tipp: Alternativ kann dieser Radikalschnitt auch im Herbst erfolgen, allerdings ist es dann ratsam, die Waldrebe mit einem Frostschutz zu versehen.

Clematis zweijährige Blüher schneiden

  • Zweijährige Blüher: Es gibt jedoch auch Sorten, die zweimal im Jahr blühen: einmal im Frühling und einmal im Herbst. Diese nehmen eine Sonderstellung ein, da sie ihre Blüten sowohl an einjährigen als auch an zweijährigen Trieben bilden.
  • Rückschnitt: Derartige Sorten können zwar auch im Herbst radikal zurückgeschnitten werden, jedoch entfernt man dabei die Knospenanlage für die Frühlingsblüten. Sinnvoll ist es deswegen, jeweils nach der Blühphase jene Triebe zu stutzen, an denen eine Blüte gesessen hat. So kann man zum einen genau sehen, um welche Triebe es sich handelt, zum anderen besteht nicht die Gefahr, dass man eine Blühperiode zerstört.

Symbolgrafiken: © Gry Thunes – Fotolia.com


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