Bodendecker für den Schatten – die schönsten Arten für heimische Gärten

Lesezeit: 12 Min.
Bodendecker für den Schatten
Bodendecker für den Schatten

Für Bereiche im Garten, die von der Sonne eher selten bis gar besucht werden, ist es häufig schwierig, die passende Bepflanzung zu finden. Infolgedessen werden diese Areale häufig stiefmütterlich behandelt und vernachlässigt. Dies muss jedoch nicht sein: es gibt fantastische Bodendecker für den Schatten, die teilweise sogar blühen und somit für farbliche Akzente sorgen. Die schönsten und beliebtesten Gewächse stellen wir Ihnen hier vor.

Allgemeine Informationen über Bodendecker für den Schatten

Jene Bodendecker, die im Schatten gedeihen, sind kultivierte Formen ehemaliger Waldpflanzen. Sie sind es gewohnt, mit wenig Licht auszukommen und sind zudem für gewöhnlich sehr pflegeleicht. Diese Kriterien gehen jedoch nicht zu Lasten der Optik: die meisten Gewächse sind ausgesprochen dekorativ, sei es durch ihr Blattwerk, ihre Triebe oder durch ihre Blüten.

Vorteile

Elfenblume: ein fantastischer Bodendecker
Elfenblume: ein fantastischer Bodendecker

Bereiche, an denen ansonsten nicht viel gedeihen kann, werden durch diese Bodendecker begrünt oder sogar mit Blüten verschönert. In vielen Gärten sind genau diese Bereiche alles andere als eine Augenweide – mit der richtigen Bepflanzung erstrahlen sie in neuem Glanz.

Wer sich dazu entscheidet, Bodendecker im Schatten zu pflanzen, muss nicht viel Zeit für deren Pflege einkalkulieren. Die meisten Exemplare sind ausgesprochen pflegeleicht und benötigen kaum Aufmerksamkeit.

Blühende Bodendecker sind ein echter Gaumenschmaus für Bienen, Hummeln und andere Insekten. Ihre Blüten sind reich an Nektar. Besonderes Augenmerk ist hierbei auf die frühblühenden Exemplare zu richten, die als sehr bienenfreundlich angesehen werden. Durch Kultivierung dieser Gewächse verschönt man also nicht nur seinen Garten, sondern leistet auch einen aktiven Beitrag zum Naturschutz.

Übrigens: Bodendecker halten den Boden frei von Unkraut!

Einsatzmöglichkeiten

Ob unter Bäumen oder Sträuchern oder im ganztätigen Schatten von Gebäuden: es gibt fast immer Bereiche, an denen die schattenliebenden Bodendecker eingesetzt werden. Besonders an stellen rund um Gebäude, an denen durch den Mangel an Sonne kein Rasen wachsen kann, sind sie als Rasenersatz hervorragend geeignet.

Nicht nur in heimischen Gärten, sondern auch als Grabbepflanzung sind Bodendecker für schattige Bereiche bestens geeignet.

Was ist bei der Auswahl zu beachten?

Wer an schattenliebende Pflanzen denkt, hat häufig Moose oder Farne im Sinn. Da diese nicht nach jedermanns Geschmack sind, wird oft genug die Idee wieder verworfen, den schattigen Bereich zu verschönern. Es gibt jedoch viele andere Gewächse, die auch ohne Sonne wachsen können und zudem noch schön aussehen. Die Auswahl ist groß, was allerdings nicht bedeutet, dass man als Hobbygärtner sämtliche Gewächse auch überall kultivieren kann. Selbst die bescheidenen Bodendecker haben Ansprüche, wenngleich auch sehr wenige, die erfüllt sein müssen. Bevor es also ins Gartencenter geht, sollte man sich zunächst mit diesen Wünschen auseinandersetzen.

Boden

Nun ist es leider nicht so, dass sämtliche Bodendecker dieselben Ansprüche an den Boden haben. Manche bevorzugen ein trockenes Substrat, andere ein feuchtes. Einige haben einen höheren Nährstoffbedarf, während andere wiederum am besten in kargen Böden wachsen. Bei der Auswahl der Pflanzen sollte demzufolge darauf geachtet werden, dass ihre Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit identisch sind.

Vollschatten oder lichter Schatten?

Lichter Schatten unter einer Weide
Lichter Schatten unter einer Weide

Schatten ist nicht gleich Schatten. Es gibt Bereiche, die ganztägig keine Sonne abbekommen; diese werden als vollschatten bezeichnet. Dann wiederum gibt es Areale, in denen eine geringe Sonneneinstrahlung gegeben ist: lichter Schatten, auch als Halbschatten bezeichnet.

Lichter Schatten Vollschatten
Lichtdurchlässige Baumkronen von Birken und Weiden Nordseite von Gebäuden
Beete mit geringer Sonneneinstrahlung Dachvorsprünge
Gräber mit Gehölzen
Dichte Baumkronen
Hohe Mauern
Immergrüne Gehölze

Blütezeit

Viele der Bodendecker für den Schatten bilden Blüten. Bei einer geschickten Auswahl der Pflanzen – bezogen auf ihre individuelle Blütezeit – kann man über die ganze Vegetationsperiode farbliche Akzente in seinem Beet setzen. In Verbindung mit schattenliebenden Stauden entsteht so ein fröhliches, buntes Areal an einer Stelle, an der ansonsten nur Tristesse herrschen würde…

Bodendecker für den Schatten – Übersicht

Es gibt verschiedene Kriterien, nach denen Bodendecker für den Schatten beurteilt werden. Je nach individuellem Wunsch können sie miteinander kombiniert werden – sofern ihre Ansprüche an Boden und Pflege identisch sind.

  • Immergrüne Bodendecker sind eine sehr gute Wahl. Sie bilden eine geschlossene Pflanzendecke, die das ganze Jahr über grün ist und so auch in kargen Monaten für farbliche Auflockerungen sorgt.
  • Blühende Stauden für schattige Bereiche gehren zu den am häufigsten kultiviertesten Pflanzen. Kein Wunder: sie bringen Licht und Leben in die dunklen und oft vernachlässigten Bereiche.
  • Trittfest sollten die Bodendecker sein, wenn sie als Rasenersatz dienen. Nur so kann gewährleistet sein, dass sie eine Beanspruchung überleben.
  • Winterhart ist nahezu jeder schattenliebende Bodendecker. Es macht auch keinen Sinn, eine Pflanze, die sich den Sommer über auf einem Beet ausgebreitet hat, im Winter auszugraben…

Balkan-Storchschnabel

Zu den beliebtesten Bodendeckern gehört diese Pflanze aus der Familie der Storchschnabelgewächse. Diese Herkunft lässt sich schwer leugnen, da sämtliche Pflanzenteile den typischen markanten Duft verströmen. Die polsterbildende Staude kann bis zu 45 cm hoch werden; im Mai und Juni bringt sie buschige rosafarbene, weiße, rote oder violette Blüten hervor. Der Nährstoffbedarf ist vergleichsweise hoch.

Mehr über die robuste und wunderschöne Pflanze erfahren Sie in folgendem Video:

Dickmännchen

Dickmännchen
Dickmännchen

Bei dem dekorativen Dickmännchen handelt es sich um einen Halbstrauch, der bis zu 30 cm hoch und ebenso breit werden kann. Von April bis Mai bildet das auch als Ysander bekannte Gewächs cremeweiße Blüten, die zart duften. Danke seiner Rhizome sowie deren Ausläufer ist ein Dickmännchen innerhalb kürzester Zeit dazu in der Lage, eine Fläche zu begrünen. Ein lückenloser Teppich ist nach spätestens drei Jahren gegeben. Wichtig bei der Kultivierung ist ein feuchter, frischer Boden.

Elfenblume

Wer ein Plätzchen unter Laubbäumen zur Verfügung hat, sollte auf diesem unbedingt die Elfenblumen kultivieren. Die bis zu 30 cm hohen Pflanzen sind zwar Stauden, erinnern jedoch eher an Halbsträucher. Es gibt etwa 50 verschiedene Sorten, die im Frühjahr weiß, gelb, orangefarben, rot, violett, rosafarben oder sogar zweifarbig blühen. Viele haben wintergrüne Blätter, die in der kalten Jahreszeit die Optik des Gartens verschönern. Durch ihre Rhizome ist eine schnelle und starke Ausbreitung der Elfenblumen gegeben, und zwar sowohl bei den horst- als auch bei den teppichbildenden Arten.

Gartenbista-Tipp: Beim Kauf darauf achten, dass die Sorte tatsächlich für den Schatten geeignet ist. Dies ist vor allem bei den asiatischen sowie nordafrikanischen Arten der Fall.

Großblütiges Johanniskraut als Bodendecker

Keinesfalls sollte dieser Bodendecker im Schatten fehlen: er bildet von Juli bis September große, gelbe Blüten, die sehr nektarreich sind. Bis zu 40 cm wird das Johanniskraut hoch. Dekorativ sind auch seine ledrigen, dunkelgrünen Blätter. Mit etwas Glück bleiben sie bei milden Temperaturen auch im Winter an der Pflanze. Ein lockerer Boden wird bevorzugt; der Bodendecker kommt auch mit Trockenheit sehr gut zurecht.

Haselwurz

Haselwurz
Haselwurz

Dunkelgrüne, nierenförmige Blätter sind das Markenzeichen dieses kleinen Bodendeckers und zugleich eine große Zierde. Dies kann man von seinen Blüten leider nicht behaupten: die gelben, glockenförmigen Blüten bilden sich von März bis April, sind jedoch recht unscheinbar. Die bis zu 15 cm hohe und 25 cm breite Pflanze eignet sich auch für Bereiche, an denen der Boden kalkhaltig ist; bevorzugt jedoch wächst sie in frischen und humusreichen Substraten. Der Haselwurz ist giftig!

Immergrün – der perfekte Bodendecker für den Schatten

Immergrün eignet sich gut für Schatten
Immergrün eignet sich gut für Schatten

In nahezu jedem schattigen Bereich wird Immergrün gedeihen – unabhängig von der jeweiligen Bodenbeschaffenheit. Die zu der Familie der Hundsgiftgewächse zählende Pflanze bildet lange Ausläufer, dank welchen jegliche Areale schnell überwuchert sind. Während das klein Immergrün maximal 15 cm hoch werden kann, ist das große bis zu 30cm hoch. Im April und Mai bringt Immergrün blaue, violett oder weiße Blüten hervor, die ausgesprochen hübsch anzusehen sind.

Gartenbista-Tipp: In sämtlichen Pflanzenteilen ist das Immergrün giftig!

Japan-Segge

Das immergrüne Ziergras ist eigentlich als Solitärpflanze bekannt und beliebt. Wird es jedoch dicht gepflanzt, so kann es durchaus als Bodendecker verwendet werden. Es ist jedoch nicht zwangsläufig davon auszugehen, dass tatsächlich ein lückenloser Teppich entsteht. Mit einer Höhe von 30 cm um bis zu einem Meter Breite bedeckt das dekorative Gras jedoch größere Flächen mithilfe einer einzigen Pflanze.

Kaukasusvergissmeinnicht

Kaukasus-Vergissmeinnicht
Kaukasus-Vergissmeinnicht

Seinen Namen verdankt der Bodendecker der Tatsache, dass er optisch sehr einem Vergissmeinnicht ähnelt. Er wird bis zu 50 cm hoch und bildet von April bis Juni blaue Blüten, die sehr dekorativ sind. die kleine Staude wächst buschig, so dass sich schnell eine dichte Bodendecke ergibt. Bevorzugt wird ein durchlässiger, humoser und feuchter Boden.

Teppich-Golderdbeere

Dieser Bodendecker für den Schatten ist immergrün und schon alleine deswegen ein absoluter Blickfang. Noch schöner ist er von April bis Juni, wenn er seine fröhlichen gelben Blüten zeigt. Diese sind aufgrund ihres reichhaltigen Nektars eine beliebte Nahrungsquelle für heimische Insekten. Ihren Namen verdankt die Pflanze der Tatsache, dass sie sowohl vom Wuchs als auch vom Aussehen her tatsächlich einer Erdbeere ähnelt. Doch nicht nur das: aus den schönen Blüten entwickeln sich kleine Nussfrüchte, die ebenfalls wie Erdbeeren aussehen. Sie sind essbar, jedoch nicht besonders lecker.

Die kleine Pflanze benötigt einen lockeren und humosen Boden, der sowohl feucht als auch trocken sein darf. „klein“ übrigens im wahrsten Sinne des Wortes, da si nur maximal 10 cm hoch werden kann – dafür jedoch bis zu 60 cm breit.

…nicht zu vergessen: Efeu

Im Bereich der Bodendecker ist der Efeu eine sehr beliebte Pflanze. Innerhalb kürzester Zeit entsteht ein dichter Teppich, und das bei nur sehr geringer Anzahl an Pflanzen. Dennoch ist dieses Gewächs mit Vorsicht zu genießen: wird es ohne Rhizomsperre kultiviert, breitet es sich gnadenlos und rasend schnell aus, und zwar auch in Bereichen, in denen es überhaupt nicht erwünscht ist. Er bleibt zudem nicht diskret auf dem Boden, sondern klettert auch an anderen Gewächsen Die Beseitigung des Efeus ist eine Knochenarbeit; es ist nahezu unmöglich, ihn komplett auszurotten. Bevor also eine derartige Kultivierung erfolgt, sollte man sich diesen Schritt gründlich überlegen.

Bodendecker für den Schatten pflanzen

Bevor es ans Pflanzen geht, sollten zunächst einige vorbereitende Maßnahmen getroffen werden.

Vorbereitung

  • Beet gründlich umgraben
  • Unkraut und Wurzelreste entfernen

Danach muss auf die individuellen Ansprüche der Pflanzen Rücksicht genommen werden:

  • Für Bodendecker mit einem hohen Nährstoffbedarf Kompost in die Erde einarbeiten
  • Sand einarbeiten, wenn Pflanzen trockneres Substrat wünschen
  • Zur Gewährung der Durchlässigkeit gegebenenfalls Kies in den Boden einarbeiten

Anzahl der Pflanzen

Wie viele Pflanzen braucht man, damit ein dichter Teppich entsteht? Diese Frage stellt sich manch ein Hobbygärtner. Grundsätzlich ist es so, dass bereits bei der Pflanzung die einzelnen Exemplare möglichst dicht gesetzt werden sollten, damit der Boden schnell bedeckt ist. Allerdings heißt dies nicht zwangsläufig, dass der gewünschte Teppich auch schnell entsteht. Je nach Art des Bodendeckers kann es einige Zeit dauern:

Pflanzen pro Quadratmeter Lückenloser Teppich nach Jahren
Balkan-Storchschnabel 6 2
Dickmännchen 10 3
Elfenblume 6 2
Großblütiges Johanniskraut 4-6 2
Haselwurz 24 2
Immergrün 10 2
Japan-Segge 2
Kaukasusvergissmeinnicht 6-8 2
Teppich-Golderdbeere 16 2

Zum Vergleich: Es werden lediglich maximal vier Efeupflanzen benötigt, die innerhalb eines Jahres den Boden komplett bedecken. So kann man sich leicht vorstellen, was für Ausmaße die Ausbreitungsfreudigkeit dieser Gewächse annehmen können…

Achtung: Schnellwachsende Bodendecker, zu denen unter anderem das Dickmännchen sowie der Haselwurz gehören, geraten schnell in Konkurrenz zueinander und sollten deswegen mit einem größeren Abstand zueinander gepflanzt werden

Pflanzung

Der ideale Zeitpunkt zum Pflanzen der Bodendecker für den Schatten ist der Spätsommer. Das Unkraut ist dann nicht mehr so wuchsfreudig, so dass die Vorbereitung der Beete leichter fällt und die Pflanzen besser einwurzeln können. Auch besteht keine große Gefahr, dass durch Sommerhitze den Gewächsen das Anwachsen schwergemacht wird.

Es empfiehlt sich, zunächst die kleinen Gewächse auf das vorbereitete Beet zu legen, um sich einen Überblick über die etwaige Anordnung zu verschaffen. Ist der Anblick so, wie er gewünscht ist, können die Pflänzchen in die Erde gebracht werden, wobei der Ballen etwa einen Zentimeter unter der Erdoberfläche liegen sollte. Danach sollten Hornspäne eingearbeitet werden, um eine langfristige Nährstoffversorgung zu gewährleisten.

Nach dem Pflanzen ist es sinnvoll, die Triebe um die Hälfte einzukürzen. Dadurch wird die Verzweigung angeregt, was wiederum zu einem schnelleren Ergebnis – sprich: dichter Teppich – führt.

Hier sehen Sie kurz und knapp, was beim Bodendecker Pflanzen zu beachten ist:

Pflege der schattenliebenden Pflanzen

Im Allgemeinen benötigen die Bodendecker für den Schatten keine große Pflege. Von ihren Genen her sind sie es gewöhnt, im Wald oder an Waldrändern alleine klarzukommen und ohne menschliche Hilfe zu überleben. Es ist jedoch nicht so, dass man als Hobbygärtner gar keine Zeit für die Pflanzen aufbringen muss. Gerade bei jenen Arten, die langsamen wachsen, ist ein regelmäßiges Unkraut jäten unvermeidlich. Würde man diese Tätigkeit vernachlässigen, so würden unerwünschte Wildgewächse früher oder später die Bodendecker verdrängen. In den ersten 2-3 Jahren nach dem Pflanzen sind sie noch nicht kräftig und dicht genug, um sich zur Wehr zu setzen.

Eine Mulchschicht sollte aus verschiedenen Gründen eine Option sein:

  • Schutz vor Unkraut
  • Speicherung von Feuchtigkeit
  • Schöne Optik

Der Mulch wird direkt nach dem Einarbeiten von Hornspänen auf dem Boden ausgebracht.

Gießen

Vorsicht beim Gießen der Bodendecker!
Vorsicht beim Gießen der Bodendecker!

Nach der Pflanzung werden die Bodendecker gründlich gewässert. Im ersten Standjahr sollte grundsätzlich im Abstand von einigen Tagen gegossen werden, damit die Pflanzen schöne Wurzeln bilden können.

Auch später sollte ein besonderes Augenmerk auf die Bewässerung gelegt werden: wenn die Pflänzchen unter Bäumen oder anderen Gehölzen gedeihen, bekommen sie kaum Regen ab. Demzufolge trocknet der Boden aus und die Wurzeln können die Pflanzen nicht mehr mit ausreichend Feuchtigkeit versorgen. Hinzu kommt noch, dass viele der Bodendecker für den Schatten große Blätter haben. Diese schützen zwar die den Boden und die Wurzen vor Austrocknung, verdunsten aber sehr viel Wasser. So ist es nachvollziehbar, dass die regelmäßige Wassergaben sinnvoll sind. Besonders an heißen Tagen sowie in langen Trockenperioden muss gegossen werden, vorzugsweise abends.

Keine Regel ohne Ausnahme: es gibt einige Pflanzen, die einen sehr geringen Wasserbedarf haben. Diese sollten – wie in anderen Bereichen auch – nur vorsichtig bewässert werden.

Gartenbista-Tipp: Keinen Gartensprenger benutzen, da dieser zu einer Erhöhung der Luftfeuchtigkeit und somit zu erhöhtem Risiko von Pilzbefall führt!

Düngen erforderlich?

Ob eine Nährstoffversorgung stattfinden muss oder nicht hängt von dem jeweiligen Standort ab. Befinden sich die Bodendecker im Schatten laubabwerfender Gehölze, so verrotten deren Blätter und bilden Humus.

Sind jedoch keine Gehölze in Sicht, so wird auch die Humusproduktion nicht durchgeführt werden können. In derartigen Fällen sollte im Frühjahr Kompost in die Beete eingearbeitet werden, damit auch diese Bodendecker ausreichend versorgt sind.

Bodendecker schneiden?

Bodendecker haben für gewöhnlich eine wilde und freie Wuchsform, was sie so attraktiv macht. Ein Schnitt würde diese schöne Optik nur unnötig zerstören und ist weder sinnvoll noch notwendig. Ein leichtes Ausputzen kann im Frühjahr durchgeführt werden, ist jedoch ebenfalls nicht zwingend notwendig. Im Gegenteil: jeglicher menschliche Eingriff führt zu einer Unterbrechung des Nährstoffkreislaufs, was von keinem Hobbygärtner gewünscht wird.

Ist eine Vermehrung möglich?

Bodendecker für den Schatten lassen sich kinderleicht vermehren. Eigentlich erledigen die Pflanzen dies ganz alleine: sie bilden unter- oder oberirdische Ausläufer, die im Herbst abgeschnitten und in ein Wasserglas gestellt werden. Wenn sich genügend Wurzeln gebildet haben, können die jungen Pflänzchen am gewünschten Standort in die Erde gesetzt werden.

Gartenbista-Tipp: Ältere Exemplare mit unterirdischen Ausläufern können durch eine Teilung verjüngt werden!

Was ist noch zu beachten?

Manche Bodendecker werden als Rasenersatz gepflanzt und sollen dementsprechend trittfest sein. Dennoch sollte man es mit der Belastung nicht übertreiben: im ersten Standjahr sollten diese Pflanzen möglichst gar nicht betreten werden, damit sie gut einwurzeln können. Auch in späteren Jahren ist eine massive Beanspruchung – wie sie bei einer Rasenfläche möglich wäre – nicht sinnvoll. Besonders nach Regengüssen sollten diese Areale gemieden werden.

Sollte sich Unkraut zwischen den Bodendeckern gebildet haben, so wird dieses lediglich mit der Hand herausgezupft. Keinesfalls darf man mit einer Hacke oder einem Grubber in den Boden eindringen, da deren scharfe Klingen das flach wachsende Wurzelwerk beschädigen oder sogar zerstören könnte. Doch nicht nur das: es würden sich Lücken bilden, die nicht nur unschön aussehen, sondern auch das Zusammenwachsen der Bodendecker hinauszögern

Tipps zur Überwinterung

Bodendecker im Winter
Bodendecker im Winter

Schattenliebende Bodendecker benötigen keinen Frostschutz, da sie winterhart sind. Je nach Art überwintern sie oberirdisch oder ziehen sich in den Boden zurück, um im folgenden Frühjahr wieder auszutreiben.

Leider kommt es immer wieder vor, dass Pflanzen den Winter über vertrocknen; auch Bodendecker bilden da keine Ausnahme. Dies ist besonders dann der Fall, wenn keine Humusschicht vorhanden ist, also wenn es sich nicht um eine Unterpflanzung von Gehölzen handelt. Diese Pflänzchen müssen auch während der kalten Jahreszeit an frostfreien Tagen gegossen werden.

Was ist noch interessant für Pflanzenfreunde?

Diese Fragen stellen Pflanzenfreunde häufig:

Welche Pflanzen brauchen wenig Licht?

Auch einige Einjährige benötigen nicht zwingend Sonne, um sich zu entwickeln. Zu diesen gehören unter anderem Buntnesseln, Fleißige Lieschen, Fuchsien und Stiefmütterchen. Auch Bauernhortensien bilden wunderschöne Blüten an einem schattigen Standort.

Wie dicht pflanzt man Bodendecker?

Der Pflanzabstand zwischen den einzelnen Gewächsen ist abhängig von deren zu erwartender Größe. Auch kommt es darauf an, wie schnell ein lückenloser Teppich entstehen soll.

Wie wachsen Bodendecker?

Wie der Name vermuten lässt, breiten sich Bodendecker über dem Boden aus, so dass ein dichter, lückenloser Teppich entsteht. Dies geschieht mithilfe ihrer zahlreiche Ausläufer, die sich sowohl ober- als auch unterirdisch bilden.

 

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• 14. Januar 2021 • Kategorie: Pflanzen

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