Bio Baumwolle Vorteile und Produktion

Bio Baumwolle Vorteile und Herstellung.
Bio Baumwolle Vorteile und Herstellung.

Bio-Lebensmittel sind für deutsche Verbraucher inzwischen eine Selbstverständlichkeit. Nicht etwa, weil jeder Konsument nur noch Biologisch einkauft, sondern weil die Alternative zur Verfügung steht und die Entscheidung FÜR oder WIDER bewusst getroffen werden kann. Das Bewusstsein, für faire Herstellungs- und Handelsbedingungen ebenso einen Beitrag zu leisten, wie für den nachhaltigen Erhalt unserer Natur, das ist zum klaren Trend geworden. Forscher erwarten nunmehr eine ähnliche Entwicklung auch in der Mode. Seit Jahren setzen große Textilproduzenten, Designer und Handelsunternehmen auf die Bio Baumwolle Vorteile.

Vorkommen

Doch bisher fristet der angekündigte Trend eher ein Dasein in der Marktnische. Der weltweite Umsatz mit Bio-Textilien hat sich zwar seit zehn Jahren etwa vervierfacht und die Produktion ist inzwischen auf stattliche 178.000 Tonnen pro Jahr angewachsen. Doch im Vergleich zu 23 Millionen Tonnen herkömmlicher Baumwolle pro Jahr liegt der Marktanteil von Biologischer Baumwolle immer noch unter einem Prozent.

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Bio Baumwolle Vorteile: Im Vergleich zur konventionellen Baumwolle

Das Angebot an Naturmode geht in den großen Warenhäusern oft noch unter, was aber keine Frage des Preises ist. Experten gehen davon aus, dass der Bio-Anbau kaum teurer als der konventionelle Anbau ist. Letzterer belastet die Umwelt allerdings deutlich schwerer. So ist beispielsweise ein herkömmliches T-Shirt aus Baumwolle mit rund 150 Gramm Pestiziden belastet und fliegt einmal um die halbe Welt, bevor es im Handel landet. 

Bio-Baumwolle dagegen wird in sogenannter Mischkultur und Fruchtwechselwirtschaft angebaut. Das bedeutet, verschiedene und wechselnde Pflanzenarten werden dabei auf einem Feld kultiviert. Die Bodenfruchtbarkeit bleibt dadurch auf natürliche Weise erhalten.

Gartenbista-Tipp: Die Vielfalt der Fauna fördert die Artenvielfalt und erhält das natürliche Gleichgewicht zwischen Nützlingen und Schädlingen. Dünger und Pflanzenschutzmittel werden kostenfrei und biologisch vor allem durch Kompost ersetzt.

Dank der dadurch deutlich niedrigeren Produktionskosten und den höheren Verkaufspreisen für biologische Qualität, ergibt sich für die Bauern ein Nettogewinn, der die Rentabilität sichert. Langfristige Lieferverträge garantieren zudem stabile Preise und Absatzmengen. Sie begünstigt somit auch faire soziale Standards.

Das ökologische Verständnis wird zum Trend

Das Interesse von Herkunft und Produktion der Produkte wird immer größer.
Das Interesse von Herkunft und Produktion der Ware wird immer größer.

Lange Zeit galten die Produkte als Markenzeichen der alternativen Szene. Seit dem gewachsenen Verständnis für ökologische und wirtschaftliche Zusammenhänge und einem regen Interesse an Herkunft und Produktion der konsumierten Ware, reagierten zunehmend auch die Händler mit entsprechender Sortimentsanpassung im Textilbereich.

Heute soll es möglichst keine Kleidung mehr aus genmanipulierten Fasern sein, die Pestizide enthält und von Kindern gefertigt wurde.

Doch etwa zwanzig Gütesiegel auf dem deutschen Markt lassen einen schnell den Überblick verlieren. Einige davon sind auch lediglich Eigenkreationen von Herstellern und Handelsunternehmen. Ein einheitliches Siegel auf EU-Ebene  könnte das Angebot an Biologischer Kleidung durchaus attraktiver und verlässlicher machen. Letztlich sind es die Kunden, die durch ihr gezieltes Kaufverhalten auch hier einen Trend entstehen lassen können.

Textquelle: Ralph Kaste

Symbolgrafiken: © Gargonia, Contrastwerkstatt – Fotolia.com


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