Binsen Pflege – das sollten Sie beachten

Binsen
Binsen

Süßgräser erfreuen sich im allgemeinen großer Beliebtheit unter Hobbygärtnern: sie sind pflegeleicht und dekorativ. Auch die Binsen bilden da keine Ausnahme. Hier erfahren Sie, was bei ihrer Pflege und Überwinterung alles zu beachten ist und ob Sie sie vermehren können.

Binsen – Pflanzen-Steckbrief von Gartenbista

  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Boden: feucht bis nass, nährstoffreich
  • Pflanzenhöhe/-größe: 20 – 200 cm
  • Gießen: Substrat darf nie austrocknen
  • Düngen: nur in Kübelhaltung
  • Kübelhaltung: bei einigen Sorten möglich
  • Schneiden: nur bei Frostschäden
  • Vermehrung: Rhizome, Selbstaussaat
  • Überwinterung: winterhart; Kübelpflanzen in ein Winterquertier bringe
  • Giftig: nein
  • Heilwirkung: harntreibend, beruhigend, entzündungshemmend, reinigend
  • Krankheiten und Schädlinge: keine bekannt

Allgemeine Informationen über die Binsen

Binsen gehören zur Familie der Binsengewächse, und innerhalb dieser zur Ordnung der Süßgräser. Weltweit sind sie mit etwa 300 Arten vertreten, von denen circa 30 in Deutschland heimisch sind. Bevorzugt wachsen sie in nassen beziehungsweise feuchten Standorten. Die meisten von ihnen sind immergrün und bestehen aus röhrenförmigen Stängeln. Häufig sind sie blattlos. Falls doch Blätter vorhanden sind, so sind diese ebenfalls röhrenförmig. Einige Arten bilden Blüten.

Schönste und beliebteste Arten

  • Blue-Arrows, die bis zu 60 cm hoch wird und bläuliche Stängel bildet.
  • Flatter-Binse wird bis 90 cm hoch, hat besonders dicke Halme und bringt gelbe Blüten hervor.
  • Schwertblättrige Binse, die bis zu 30 cm hoch werden kann und Blüten hervorbringt.
  • Spiralis, die aufgrund ihrer korkenzieherförmigen Blätter sowie pinselartigen Blüten besonders dekorativ ist. Sie kann bis zu 60 cm hoch werden.
  • Zwerg-Binse, die krautig wächst und bis 30 cm hoch wird.

Standort

Binsen bevorzugen feuchte Standorte. Demzufolge sind sie ideale Teichrandgewächse und können sogar bis 5 cm tief im Wasser stehen. Der Boden sollte möglichst nass, sumpfig und nährstoffreich sein. Werden sie als Kübelpflanzen gehalten, so wird ein Substrat auf Kompostbasis verwendet, welches keinen Torf enthält.

Optimal ist es, wenn das gewählte Plätzchen sonnig bis halbschattig gelegen ist.

Richtige Pflege

Die Binsen sind sehr pflegeleicht. Beim Pflanzen bereits sollte Rücksicht auf ihre Wuchsfreudigkeit genommen werden: es empfiehlt sich, sie in einem Pflanzkorb einzupflanzen, um so ihre Breite unter Kontrolle zu haben.

Gießen

Wenn die Pflanzen in einem Gewässer stehen, müssen sie nicht gegossen werden. In Uferzonen sowie an allen anderen Standorten gilt: die Erde darf niemals austrocknen.

Wird die Binse in einem Pflanzgefäß kultiviert, so muss das Substrat gleichmäßig feucht gehalten werden. Auch in dem zwingend erforderlichen Gießuntersetzer sollte sich immer Wasser befinden: im Gegensatz zu den meisten anderen Pflanzen freuen sich die Süßgräser über Staunässe.

Düngen

Im Freiland ist es nicht notwendig, Binsen zu düngen.

In Kübelhaltung wird von April bis September einmal im Monat eine Gabe Flüssigdünger zusammen mit dem Gießwasser verabreicht.

Schneiden?

Ein Schnitt ist bei dem Süßgras nicht notwendig. Für gewöhnlich reicht es aus, im Frühjahr mit einem Rechen die Pflanzen durchzukämmen. Sollte der Winter jedoch außergewöhnlich hart und kalt gewesen sein, kann es dadurch zu abgestorbenen Halmen kommen. In derartigen Fällen sollten die betroffenen Binsen im Frühjahr bodennah zurückgeschnitten werden.

Gartenbista-Tipp: Blütenstängel abschneiden, um eine Selbstaussaat zu verhindern.

Binsen überwintern

Sind die Süßgräser im Freiland gepflanzt, so sind sie vollkommen winterhart und benötigen keinen besonderen Schutz während der kalten Jahreszeit. Werden sie hingegen in Pflanzgefäßen kultiviert, die kleiner als 30 cm sind, so sollten diese in ein helles Winterquertier gestellt werden. Auch während der Überwinterung müssen sie gegossen werden.

Krankheiten und Schädlinge

Binsen sind im Allgemeinen sehr robust und widerstandsfähig. Weder für Krankheiten noch für Schädlinge sind sie anfällig.

 

Symbolgraphiken: © martina_98 – Fotolia.com


, Kategorie: Pflanzen

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