Berberitze: Heilwirkung, Pflege & Schneiden

Berberitze Heilwirkung
Berberitze Heilwirkung

In diesem Artikel geht es unter anderem um die Berberitze Heilwirkung. In früheren Zeiten gab es kaum einen Garten, der nicht von einer Berberitzenhecke umzäunt gewesen ist. Diese pflegeleichte Pflanze – auch als „Sauerdorn“ bekannt – bietet nicht nur guten Sichtschutz und Unterschlupfmöglichkeiten für Gartenvögel, sondern bildet auch essbare Beeren. Im Laufe der Jahre geriet dieses wertvolle Gewächs immer mehr in Vergessenheit, bis sie seit einigen Jahren eine Renaissance erlebte. Heutzutage gibt es immer mehr heimische Gärten, in denen die Berberitze fröhlich wächst…

Standort: sonnig

Die Berberitze bevorzugt einen sonnigen Standort, kann aber durchaus auch im Halschatten gedeihen. Besondere Ansprüche an den Boden stellt sie nicht; sie kann auf jeder Art Boden wachsen. Wichtig ist jedoch, dass dieser möglichst locker ist, so dass sich keine Staunässe bilden kann – diese mag die Berberitze gar nicht…

Berberitzen können sowohl als Kriechpflanze als auch als aufrecht wachsender Strauch erworben werden. Da sie extrem anspruchslos sind, lässt sich überall im Garten ein Plätzchen für sie finden…

Pflanzen zwischen Okt. – April

Wer eine Berberitzenhecke pflanzt, tut dies in der Regel, um einen wirklich blickdichten Sichtschutz zu erhalten. Hierfür ist es wichtig, so viele Berberitzen zu kaufen, dass sie in einem Anstand der halben Wuchsbreite gepflanzt werden können. Die beste Pflanzzeit für Berberitzen ist die Zeit zwischen Oktober und April, wenn es frostfrei ist. Eine Pflanzung an heißen Tagen ist nicht ratsam, da die Berberitze viel Feuchtigkeit benötigt, um gut anzuwurzeln. Bei Trockenheit wäre dies eher nicht möglich.

Das Pflanzloch muss so tief sein, dass der Wurzelballen komplett darin versenkt werden kann, also in etwa so tief wie der Pflanztopf hoch gewesen ist.

Gartenbista-Tipp: Es ist sinnvoll, das Loch mit Kompost aufzufüllen und die Erde gut anzudrücken. Danach müssen die Berberitzenpflanzen gründlich gewässert werden.

Pflege – Tipps

  • Sorten: Berberitzen gibt es in übe 400 Sorten, die sowohl immergrün als auch laubabwerfend sein können. Die Pflege der vielen verschiedenen Sorten ist jedoch weitestgehend identisch.
  • Gießen: Die Berberitze hat einen hohen Wasserbedarf – zumindest, bis die Pflanzen angewachsen sind. Dies bedeutet, dass die Pflanzen in der Zeit nach der Pflanzung regelmäßig gründlich gegossen werden müssen. Später ist eine zusätzliche Wassergabe nur noch in längeren Trockenperioden notwendig.
  • Düngen: Eine Gabe Kompost im Frühjahr deckt den Nährstoffbedarf der Berberitze für das ganze Jahr.
  • Vermehren durch Stecklinge: Die Berberitze kann durch Stecklinge vermehrt werden, welche im Spätsommer von bestehenden Sträuchern abgeschnitten werden. Diese circa 10 cm langen Stecklinge werden einfach in die Erde gesteckt, wo sie Wurzeln bilden.
  • Vermehren durch Samen: Auch ist eine Berberitzen Vermehrung durch Samen möglich, welche sich in den Beeren befinden.

Berberitzenhecke schneiden

Pflanze der Beberitze
Pflanze der Beberitze

Es ist eigentlich nicht notwendig, die Berberitze zu schneiden. Wenn doch, dann wird sie vorzugsweise im Spätherbst oder zeitigen Frühjahr geschnitten. Da sie viele kleine spitze Dornen besitzt, ist es ratsam, beim Berberitze Schneiden Handschuhe zu tragen. s gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, die Berberitze zu schneiden: Schnitt, um Wachstum zu dämmen, sowie Schnitt, um Wachstum zu fördern. Während ersterer während der Wachstumsphase zu geschehen hat, wird zweiter in der Ruhezeit getätigt, nämlich dann, wenn die Pflanzen laubfrei sind.

Bei dem Formschnitt werden Triebspitzen abgeschnitten. Dies dient dazu, dass die Berberitzenhecke dichter und buschiger wird. Auch ein Schnitt bis tief in alte Geäst hinein macht der Berberitze nichts aus; im Gegenteil: sie baut sich von unten her mit dichteren, verzweigten Trieben wieder auf. Wichtig ist, die Berberitzenhecke unten breiter zu schneiden als oben, damit auch diese Partie Licht erhält.

Achtung: Aufgrund der starken Dornen ist es ratsam, beim Berberitze Schneiden Handschuhe zu tragen!

Krankheiten und Schädlinge

Die Berberitze ist ausgesprochen widerstandsfähig und gegenüber Krankheiten und Schädlingsbefall weitestgehend resistent.

Ernte der Berberitze-Beeren

Die länglichen roten Beeren sind nicht nur ein Gaumenschmaus für Vögel, sondern können auch von Menschen verzehrt werden. Roh schmecken sie allerdings ziemlich sauer, deswegen ist es ratsam, sie zu Gelee oder Marmelade zu verarbeiten. Geerntet werden die Beeren im September – vorausgesetzt, die Gartenvögel haben noch welche übrig gelassen…

Berberitze Heilwirkung

Die Berberitze entfaltet eine Heilwirkung, bei der zu differenzieren ist zwischen den Beeren und der Wurzelrinde. Während die Früchte antibakteriell, schweißtreibend, schleimlösend und kräftigend sind, hat die Wurzelrinde eine harntreibende, verdauungsanregende, Blutgefäß erweiternde und appetitanregende Wirkung.

Beeren werden deswegen unterstützend eingesetzt bei

  • Infektionen
  • Zahnfleischentzündungen
  • sowie zur Kräftigung.

Wurzelrinde hingegen wird zur Unterstützung gegeben bei

  • Appetitlosigkeit
  • Blähungen
  • Bluthochdruck
  • Gallenbeschwerden
  • Menstruationsbeschwerden
  • Verdauungsbeschwerden
  • Verstopfung

Die Beeren der Berberitze werden getrocknet und bei Bedarf gegessen. Auch die orale Einnahme von Saft, Gelee oder Mus kann die oben angegebene Heilwirkung erzielen. Die Wurzelrinde wird getrocknet. Ein Teelöffel davon wird mit 200 ml kochendem Wasser übergossen und 5 min ziehen gelassen.

Gartenbista-Tipp:Bitte beachten Sie, dass gartenbista-Artikel nicht den fachlichen Rat eines Arztes, Heilpraktikers oder Physiotherapeuten ersetzen können. Außerdem übernehmen weder der Autor noch gartenbista das Risiko für eine Eigenbehandlung aufgrund dieses Artikels.

Sauerdorn vielseitig verwendbar

Die Früchte der Berberitze sind eine beliebte Nahrungsquelle für heimische Vögel. Doch auch für Menschen sind sie essbar und aufgrund ihres hohen Vitamin-C-Gehalts sehr gesund. Leider sind sie sehr sauer (daher auch ihre Bezeichnung „Essigbeere“), so dass ein Rohverzehr keine große Freude macht. Es ist daher empfehlenswert, sie zu Kompott oder Marmelade zu verarbeiten.

Symbolgrafiken: © argot – Fotolia.com; © hraska – Fotolia.com


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