Baumwolle Steckbrief – hier ein Überblick über die Fakten

Baumwolle Steckbrief.

Einen schnellen und informativen Überblick mit den wichtigsten Details, über die mit dem Kakaobaum verwandte Pflanze, erhält man im Baumwolle Steckbrief. Aus den Samen der vor allem in China angebauten Nutzpflanze, werden Fasern für Textilien und zur Verstärkung von Kunststoff gewonnen.

Baumwolle Steckbrief – Wissenswerte Fakten

Auf riesigen Plantagen wächst Baumwolle, die entweder von Hand oder mit Maschinen gepflückt wird. In Zeiten der Sklaverei wurde diese Arbeit durch unzählige Sklaven verrichten. Heute kann eine Maschine einen ganzen Lastwagen mit einem gepressten Baumwollballen füllen.

Die weiße Baumwollwatte entsteht aus den reifen Früchten. Es handelt sich um die beharrten Samenkörner des weltweit wichtigsten Rohstofflieferanten. Viermal wurde die älteste Kulturpflanze seit ihrer Entdeckung domestiziert. 2 mal in Amerika und 2 mal in Asien. In Pakistan nutze man die Baumwollpflanze schon im Jahr 3000 vor Christus.

  • Pflanzenfamilie: Malvengewächse
  • Gattung: Gossypium
  • Herkunft: Tropen und Subtropen
  • Wuchs: Busch oder kleiner Baum bis ca. 6 Meter hoch
  • Blüten: gelbe Blüten, ca. 3 cm lang, Blüte im Sommer, die Baumwollfrucht entwickelt sich aus den Blüten
  • Blätter: wechselständige Laubblätter mit Nebenblättern, behaart
  • Vermehrung: Die Samen im luftigen Wattebett vermehren sich durch den Wind, im Topf können Samen gezogen werden
  • Überwinterung: In der industriellen Pflanzung werden einjährige Pflanzen kultiviert, die den höchsten Ertrag bieten. Nach der Frostperiode werden die Pflanzen abgeschlegelt und zur Gründüngung in den Boden eingearbeitet.
  • Krankheiten und Schädlinge: In den Großplantagen werden Pestizide verwendet, um Krankheiten oder Schädlingen entgegenzuwirken. Bei einzelnen Pflanzen können Blattläuse, Spinnmilben oder weiße Fliegen auftreten.
  • Pflege: Die sonst nicht sehr anspruchsvolle Pflanze braucht eine ausreichende Wasserversorgung und die regelmäßige Gabe von Mineraldünger. Allerdings auch einen hohen Einsatz von Pestiziden auf Grund der raschen Folge von Ernte auf Neusaat. Im Topf geben Sie alle 14 Tage einen Volldünger.
  • Schneiden: Nur mehrjährige Baumwollarten müssen regelmäßig zurückgeschnitten werden, da sie sonst zu sehr verzweigen. Bei Topfplanzen ist kein Schneiden notwendig.
  • Verwendung: Vier Baumwollarten sind für die industrielle Nutzung geeignet und werden heute weltweit angebaut. Der Großteil geht in die Textilherstellung, aber auch zur Festigung von Kunststoffen können die Baumwollfasern verarbeitet werden.
  • Standort: Die robuste Pflanze sollte ein Temperaturminimum von 15 Grad Celsius vorfinden. Sie bevorzugt als Topfpflanze einen vor Wind und heftigem Regen geschützten Standort und mag es sonnig bis absonnig. Kalter Durchzug sollte vermieden werden.
  • Anforderungen an den Boden: Ein schwerer, feuchter Boden ist für den nachwachsenden Rohstoff ideal.

Baumwolle – eine genauere Beschreibung

Weiße Baumwollwatte entsteht aus den reifen Früchten.

Die krautartige Pflanze wächst als Strauch oder kleiner Baum bis 6 Meter Höhe und ist meist als einjährige Pflanze zu finden. Im Sommer bilden sich gelbe Blüten mit drei oder mehr Blütenblättern, die einzeln am Ende der Stiele wachsen.

Aus den Blüten entstehen grüne Kapseln mit mehreren Blättern, die sich öffnen, wenn sie vollreif sind. Die langen Samenhaare in den Kapseln sind gut sichtbar, wenn die Kapsel aufgebrochen ist. In jeder Kapsel sind zwischen 3-5 kugelige Samen enthalten. Die wolleähnlichen Büschel werden dann gepflückt und die Samen entfernt.

Baumwolle Steckbrief – warum heißt es Baumwolle?

Die langen Fasern der Früchte sind wohl verantwortlich für die Namensgebung. Sie wehen zur Vermehrung über die Felder und wurden in alten Schriften mit der Wolle von Schafen verglichen.

Woher kommt der Name Baumwolle?

Auch wenn es so klingt, als wäre die Herleitung des Namens ganz einfach – Der Name Baumwolle kommt nicht daher, dass Wolle am Baum wächst. Eigentlich ist die Pflanze ein Busch, aber das englische Wort „cotton“ steht im hocharabischen für „qu?ún“, was „Baumwolle“ bedeutet. Schon in Herodots Historien Buch 3 ist zu lesen, dass in Indien Wolle am Baum wachsen würde. In Deutschland ist die Verwendung des Wortes „boumwolle“ im 12. Jahrhundert belegt.

Gartenbista-Tipp: Die spannende Pflanze ist für den heimischen Garten nicht geeignet. Probieren Sie, aus den Samen eine Topfpflanze zu ziehen. Sie finden im Gartencenter aber auch Kulturpflanzen vorgezogen im Topf. Der warme und sonnige Wintergarten ist ein idealer Standort.

Symbolgrafiken: © Zoja, Gargonia – Fotolia.com


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