Bambus Pflege, Standort & Pflanzen

bambooSeit einigen Jahren erfreut sich der Bambus in heimischen Gärten immer größerer Beliebtheit. Kein Wunder: er ist nicht nur ein extrem pflegeleichtes Gewächs, welches auch noch sehr schnell wächst, sondern bietet auch optimalen Sichtschutz.

Bambus – Steckbrief von Gartenbista:

Bambus Standort: von der Sorte abhängig

Der Bambus Standort ist abhängig von der jeweiligen Bambus Sorte: einige mögen sehr gerne ein sonniges Plätzchen, andere hingegen bevorzuge einen halbschattigen Standort. Kein Bambus mag jedoch sehr windige Orte: Bambuspflanzen sollten grundsätzlich vor bösen Nord- und Ostwinden geschützt werden.

Der Bambus bevorzugt lockere, durchlässige und nährstoffreiche Böden; notfalls nimmt er auch mit sandigen Böden vorlieb. Keinesfalls darf sich Staunässe bilden.

Auch sollte kein Rindenmulch verwendet werden, da dieser bei seiner Zersetzung Stickstoff verbraucht. Da auch der Bambus Stickstoff benötigt, könnte er diesbezüglich unterversorgt werden.

Bambus pflanzen: ganzjährig möglich

Bambus, welcher als Containerpflanzen erworben wird, kann ganzjährig gepflanzt werden, solange es frostfrei ist. Bei bambuspflanzen, welche erst spät im Jahr in die Erde gebracht worden sind, ist im ersten Jahr ein Winterschutz in Form von Vlies unabdingbar.

Bevor der Bambus in die Erde kann, muss sein Wurzelballen gewässert werden. Hierfür wird dieser in einen Wassereimer gesteckt und so lange dort belassen, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Das Pflanzloch, in welches der Bambus gesetzt werden soll, muss doppelt so groß sein wie der Wurzelballen. In dieses Loch kann ein wenig Rinderddung eingearbeitet werden. Danach wird die Bambuswurzel so tief in das Loch gesetzt, dass deren oberer Rand plan mit dem Erdreich ist. Nun wird das Loch mit Erde aufgefüllt, welche angedrückt werden muss. Danach muss der Bambus gewässert werden, wobei es ratsam ist, einen Gießrand zu bilden.

Bambus Pflege – Tipps

  • Immergrün: Bambus ist immergrün und benötigt auch im Winter Wasser. Wenn sich seine Blätter rollen, ist es höchste Zeit, ihn zu gießen: er steht kurz vor einer Austrocknung!
  • 2 x pro Jahr düngen: Bambus sollte zweimal im Jahr gedüngt werden: im März vor dem Austrieb und im Spätsommer, um genügend Kraft für die Überwinterung zu erhalten.
  • Robust & anspruchslos: Ansonsten ist der Bambus sehr robust und anspruchslos.

Bambus schneiden

Aus den Wurzelausläufern bilden sich immer wieder neue Triebe, so dass innerhalb weniger Jahre eine einzige Bambuspflanze gigantische Ausmaße erreichen kann. Im März sollte der Bambus stark zurückgeschnitten werden. 4 – 5-jährige Bambussträucher sollten zudem noch ausgelichtet werden.

Beim Bambus Schneiden gilt generell: wird ein Bambus in der Höhe gekürzt, wird er umso buschiger und muss gegebenenfalls wieder ausgedünnt werden.

er Bambus zählt zu den sehr robusten Pflanzen und bedarf eigentlich keiner besonderen Aufmerksamkeit bezüglich irgendwelcher Krankheiten oder Zipperlein. Dennoch ist auch er nicht davor gefeit, krank oder von Schädlingen befallen zu werden. Ist dies der Fall, ist der Gartenbesitzer gefragt, denn durch rasches Eingreifen können die Bambus Krankheiten geheilt werden, bevor die gesamte Pflanze eingeht…

Bambus Pflegefehler

HealthDie meisten vermeintlichen Bambuskrankheiten sind Pflegefehler: falscher Standort, falsche Behandlung,… Damit ein Bambus optimal und gesund gedeihen kann, benötigt er nährstoffreichen Boden und genügend Platz; Staunässe ist dringend zu vermeiden.

Bambus Krankheiten: Getreiderost

Bei dem Getreiderost handelt es sich um einen Pilz, der in Form von orangenen und braunen Flecken auf den Blättern des Bambus auftritt. In der Regel ist dies der Fall, wenn dem Bambus nicht genügend Raum gelassen worden ist, sowie bei zu hoher Luftfeuchtigkeit. Im Gegensatz zu anderen Pilzkrankheiten braucht der Getreiderost nicht behandelt zu werden: wenn der Bambus sein Laub abwirft, verschwindet auch der Rost.

Gelbe Blätter beim Bambus

Ob gelb Blätter am Bambus ein Anzeichen für eine Krankheit sind oder nicht, hängt von der Jahreszeit ab: im Herbst ist es vollkommen normal, wenn sich die Blätter des Bambus verfärben. Bedenklich wird es hingegen im Frühjahr oder Sommer: die Blätter des Bambus werden dann nur gelb, wenn der Boden viel zu nass ist. Der Bambus ist dann schon dabei, einzugehen, da seine Wurzeln nach und nach absterben. Da eine umgehende Trockenlegung unabdingbar ist, hilft häufig nur ein Ausgraben der Pflanze (wenn möglich), um sie an einem anderen Standort wieder einzupflanzen.

Bambus Schädlinge

Besonders gerne siedelt sich die Bambusmilbe auf dem Bambus an, doch auch Blatt- und Schildläuse sind gelegentlich an dieser Pflanze zu finden. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Halme nicht geschnitten worden sind und somit zu eng stehen. Die Luft kann dann nicht zirkulieren, so dass sich optimale Gegebenheiten für Läuse bilden.

Besonders in milden Regionen kommt ein weiterer Schädling hinzu, der in unseren Breitengraden nicht unbedingt als große Gefahr in Erscheinung getreten ist: die Heuschrecke. Da Heuschrecken in der Regel nicht alleine, sondern in Schwärmen einfallen, kann ein Bambusstrauch innerhalb kürzester Zeit komplett abgefressen werden. Sieht der Gartenbesitzer das Drama, sind die Schädlinge längst schon wieder über alle Berge…

Auch Wühlmäuse können dem Bambus arg zusetzen, indem sie an seinen Wurzeln und Rhizomen knabbern.

Da ein Schädlingsbefall – insbesondere der Milbenbefall – den Bambus sowie die umliegenden Pflanzen nachhaltig schädigen kann, ist der Einsatz eines speziellen Pflanzenschutzmittels ratsam.

Graphik: © oly5 – Fotolia.com; ©  Pixelrohkost – Fotolia.com


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