Astern pflanzen, aussäen & schneiden

In Kreuzworträtsel muss bei der Frage „Herbstblume mit fünf Buchstaben“ in  der Regel „Aster“ eingetragen werden. Im Allgemeinen gilt diese Pflanze als Herbstblume schlechthin, wobei dies eigentlich ein wenig inkorrekt ist: es gibt viele verschiedene Sorten Astern, die den ganzen Sommer hindurch mit ihrer Blütenpracht den Betrachter erfreuen. Da aber die Hauptblütezeit dieser beliebten Blume von August bis Oktober ist, darf sie auch hier gerne den Beinamen „Herbstblume“ tragen…

Astern Pflanzen – Steckbrief von Gartenbista

Astern Sorten – eine Zier für jeden Garten

Astern gibt es in vielen verschiedenen Sorten und Farben, sowohl als einjährige, als auch als mehrjährige, winterharte Pflanzen. Grob unterteilt werden sie in die Kategorien

  • Bergaster
  • Herbstaster
  • Kissenaster
  • Sommeraster

Je nach Sorte erreichen sie eine Höhe von 20 cm bis hin zu 1,20 m. Sie eignen sich hervorragend als Bepflanzung von Schalen oder Töpfen, für Beeteinfassungen, zur Bepflanzung von Rabatten, Steingärten und Bauerngärten. Eines haben sie allerdings alle gemeinsam: sie lieben einen Standort in voller Sonne. Auch als Schnittblumen machen sie große Freude: zwei Wochen halten sie durchschnittlich in der Blumenvase…

360°-Video von der Sommer-Aster (Aster amellus)

In diesem Gartenbista-Video zeigen wir Ihnen in einer 360°-Ansicht, wie die Sommer-Aster (Aster amellus) aussieht.

360°-Video von der Sommer-Aster (Aster amellus)- Gartenbista-Videostudio, gedreht im September

360°-Video von dem Aster (Aster ageratoides)

In diesem Gartenbista-Video zeigen wir Ihnen in einer 360°-Ansicht, wie die Aster (Aster ageratoides) aussieht.

360°-Video von dem Aster (Aster ageratoides)- Gartenbista-Videostudio, gedreht im Juli

Ganzjährig pflanzen ist möglich

Die mehrjährigen Stauden sind als Containerpflanzen im Fachhandel erhältlich und können ganzjährig gepflanzt werden. Natürlich nur, wenn kein Frost besteht…

Astern aussäen

Die einjährige Sommeraster kann bereits im März in Töpfen vorgezogen werden. Es empfiehlt sich, jeweils 2-3 Samen in einen Anzuchttopf zu geben und diesen an einen warmen Ort zu stellen. Mehr Samenkörner führen zu einer eher lästigen Tätigkeit: dem Pikieren.

Ab Mitte Mai können die Samen auch direkt im Freiland ausgesät werden. Auch hier ist es ratsam, die Samen einzeln oder maximal zu zweit in ein Loch zu stecken, und zwar höchstens einen Zentimeter tief.

Astern schneiden: so geht´s!

Die mehrjährigen Astern haben eine Tendenz dazu, zu großen Büschen auszuufern. Wer dies nicht möchte, kann einen derartigen Wuchs unterbinden und die Astern schneiden, indem er die Triebe auf Bodennähe zurückschneidet. Wichtig hierbei ist, dass dies im Frühjahr geschieht. Asternstauden, die im Herbst geschnitten werden, sind der kalten Jahreszeit schutzlos ausgesetzt – dies könnte im schlimmsten Falle ihren Tod durch Erfrieren verursachen. Somit ist der Zeitpunkt beim Astern schneiden sehr entscheident.

Zusätzlich sollten Astern alle 3-4 Jahre verjüngt werden. Dies bedeutet, ältere und verholzte triebe komplett entfernen.

Tipp: verblühte Stiele generell entfernen – dies kräftigt die Pflanze.

Astern vermehren

Da – wie bereits erwähnt – einige Asternsorten üppig wachsen, bietet es sich an, diese Pflanzen durch Wurzelteilung zu vermehren. Der positive Effekt tritt dabei doppelt auf: die „alten“ Asternpflanzen müssen nicht mehr so viele Triebe versorgen, zusätzlich hat der Gartenliebhaber neue Pflanzen, die seine Beete verschönern…

Mehrjährige Astern können sowohl im zeitigen Frühjahr als auch im Herbst vermehr werden – wichtig hierbei ist nur, dass keinerlei Nachtfröste bestehen.

Krankheiten und Schädlinge bei Astern

Während Nützlinge sich sehr von den beliebten Asterpflanzen angezogen fühlen, bleiben Schädlinge ihnen weitestgehend fern.

Die Asternwelke hingegen kann gelegentlich auftreten. Die Blätter der betroffenen Pflanzen verfärben sich bräunlich. Sollte dieser Zustand nur einen Tag anhalten, ist er nicht bedrohlich. Dauert er aber länger an, kann sich der Gartenbesitzer sicher sein, dass er es mit besagter Pilzkrankheit zu tun hat. Dann bleibt ihm nichts anderes übrig, als die Pflanzen zu entsorgen.

Auch Mehltau macht vor Astern nicht Halt, kommt aber glücklicherweise selten vor.

Graphik: © jokapix-Fotolia.com


2 Kommentare

  1. Ich bin ein großer Liebhaber von Zwergastern. Anfang März ziehe ich sie im Gewächshaus vor. Dort stelle ich an einen eher kühlen Platz und decke sie mit einer schwarzen Folie ab. Gelegentlich mal die Folie anheben, damit eventuelles Schwitzwasser abdunstet.
    Bekannter Weise sind gerade die Zwergastern hoch empfindlich für die Asternwelke. Die bekämpfe, nun schon seit Jahren erfolgreich, ich in dem
    1. jedes Jahr das Beet wechsele.
    2. nach der Pflanzung die Erde um die jungen Pflänzchen Urgesteinmehl abstreue. Gewiss, einiges gerät auch auf die jungen Pflanzen.
    3. das spüle ich mit Schachtelhalmbrühe ab. Das wiederhole ich später noch zwei bis drei Mal im Jahr.
    4. Ich dünge nur mit Brennnesselbrühe.
    Ich wünsche allen Sommeraster-Liebhabern viel Erfolg.

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