Amberbaum Pflege, Standort & Vermehrung

Amberbaum - sweetgum 05Im Frühjahr und Sommer ist der Amberbaum (auch: Seesternbaum) einer unter vielen; Besonderheiten weist er nicht wirklich auf. Seine Stunde schlägt im Herbst, wenn sich das Laub verfärbt: kaum ein anderes Gewächs weist eine derart schöne Herbstfärbung auf wie der Amberbaum. Von Gelb über Orange, Rot, Braun bis hin zu Schwarzviolett zeigen seine Blätter alle erdenklichen Färbungen; ein Anblick, den sich viele Gartenbesitzer im eigenen Garten wünschen. Dies sollte kein Problem darstellen, denn die Amberbaum Pflege ist denkbar einfach.

Amberbaum – Pflanzen Steckbrief von Gartenbista:

Amberbaum Standort

Der Amberbaum möchte an einem möglichst vollsonnigen Standort stehen, denn nur dort ist es ihm möglich, seine wunderschöne Herbstfärbung zu entwickeln. Optimal ist es, wenn dieser Standort auch noch windgeschützt ist, damit nicht die Blätter gleich dem ersten Herbststurm zum Opfer fallen…

Besondere Ansprüche an den Boden stellt der Amberbaum nicht, allerdings fühlt er sich in lockerer, nährstoffreicher Erde am wohlsten. Staunässe hingegen verträgt er überhaupt nicht.

Zu beachten ist, dass die zwischen 10 und 25 m hohen Amberbäume einen Standortwechsel überhaupt nicht schätzen. Sind sie einmal irgendwo eingepflanzt, sollten sie dort auch ihr Leben verbringen dürfen.

Amberbaum pflanzen

Die optimale Pflanzzeit für Amberbäume ist das Frühjahr. So hat das Bäumchen bis zum Wintereinbruch noch genügend Zeit, um genügend Wurzeln zu bilden. Werden Amberbäume erst im Herbst gepflanzt, kann es passieren, dass sie den Winter nicht überleben.

Beim Amberbaum Pflanzen ist darauf zu achten, dass zu anderen Gehölzen ein ausreichender Abstand eingehalten wird: Amberbäume können eine Breite von 12 m erreichen… Allerdings wirkt der Amberbaum ohnehin am besten als Solitärpflanze, beispielsweise mitten im Rasen, so dass in der Regel keine anderen Pflanzen in seiner unmittelbaren Nähe sind.

Amberbaum Pflege Tipps

Der Amberbaum ist ausgesprochen pflegeleicht und bedarf keinerlei besonderen Aufmerksamkeit seitens des Gartenbesitzers.

Selbst ein Schnitt ist überflüssig, da der Amberbaum seine typische Kronenform ganz alleine ausbildet.

Im Sommer ist lediglich darauf zu achten, dass der Amberbaum niemals zu trocken steht. Ratsam ist es, zweimal wöchentlich kräftig zu wässern – oder wahlweise täglich mäßig zu gießen.

Amberbaum Vermehrung

Im Mai bildet der Amberbaum Blüten, aus denen sich kleine, kastanienähnliche Früchte entwickeln. In diesen entstehen die Samen, welche Kaltkeimer sind. Das bedeutet, sie müssen einmal Kälte ausgesetzt werden, um keimen zu können, also für einige Wochen in den Kühlschrank gelegt werden. Danach werden sie in ein Gefäß mit einem Sand-Erde-gemisch gelegt und leicht mit Erde bedeckt. Dieses Gefäß wird bei circa 20°C Raumtemperatur an einen hellen Ort gestellt und mit Folie abgedeckt, welche alle paar Tage entfernt werden muss, um eine Belüftung zu gewährleisten. Während der gesamten Keimzeit muss die Erde leicht feucht gehalten werden; direkte Sonneneinstrahlung ist zu vermeiden.

Nach circa 6 Wochen können die Keimlinge ins Freiland gestellt werden; ein Auspflanzen ist erst ratsam, wenn sie eine Höhe von 10 – 15 cm erreicht haben.

Auch besteht die Möglichkeit der Amberbaum Vermehrung durch Stecklinge. Hierfür werden im Herbst oder Frühjahr 15 cm lange Stecklinge von bestehenden Amberbäumen abgeschnitten und in ein Pflanzgefäß gesteckt. Ein Auspflanzen ins Freiland ist erst dann ratsam, wenn die Stecklinge ausreichend Wurzeln gebildet haben.

Amberbäume, welche durch Vermehrung entstanden sind, sollten in den ersten Lebensjahren einen Winterschutz in Form von Reisig erhalten.

Amberbaum: Kein Problem mit Schädlingen und Krankheiten

Der robuste Amberbaum ist gegenüber Schädlingen und Krankheiten weitestgehend immun.

Graphik: © LianeM – Fotolia.com


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