Ahornbaum Pflege, Standort, Pflanzen & Schneiden

Isolated autumn maple leavesEs ist für einen Laien nicht immer einfach, einen einheimischen Baum eindeutig identifizieren zu können – zu ähnlich sind sich manche Laubgewächse in Wuchs, Blattform oder Blüte. Eine Ausnahme bildet da der Ahornbaum: durch seine außergewöhnliche, gezackte Blattform ist er nahezu jedermann ein Begriff…

Ahornbaum – Steckbrief von Gartenbista:

Ahornbaum Standort

Der Ahornbaum mit seinen circa 150 verschiedenen Sorten ist eine reine Zierpflanze. Einzige Ausnahme bildet der in den USA beheimatete Zucker-Ahorn, aus dessen Saft der beliebte Ahorn-Sirup gewonnen wird.

Ahornbäume sind sehr anspruchslos, machen keinerlei Arbeit (außer im Herbst, wenn sie ihr Laub abwerfen) und gedeihen eigentlich überall. Bei der Wahl des Standorts ist allerdings zu beachten, dass der Ahornbaum sehr hoch werden kann und es nicht besonders schätzt, wenn man ihm mit Schere und Säge zu Leibe rückt. Für ausreichend Platz muss also gesorgt sein. Auch sollte der Boden nicht zu nass sein, da dies Pilzkrankheiten begünstigen kann.

Ahornbaum pflanzen: so geht´s!

Die beste Zeit, um einen Ahornbaum zu pflanzen, ist der Herbst. Das Pflanzloch, welches gegraben wird, sollte etwa doppelt so groß sein wie der Ballen des Bäumchens. Die Erde darin sollte gelockert und von Steinen befreit werden; besonders schön ist es, wenn etwas Humus eingearbeitet wird.

Wenn der Ahornbaum eingesetzt worden ist, wird das Pflanzloch zugeschüttet und die Erde wird gut angetreten. Dann wird das Bäumchen gründlich gewässert. Ein Stützpfahl, an den das Bäumchen gebunden wird, ist hilfreich, wenn es bereits recht hoch ist.

Ahornbaum Pflege Tipps

Der Ahornbaum benötigt keinerlei besondere Pflege. An heißen Sommertagen freut er sich sehr über eine Wassergabe, allerdings ist darauf zu achten, dass er nur im Wurzelbereich gegossen wird.

Im April/Mai kann er einmalig gedüngt werden. Empfehlenswert hierfür ist ein organischer Dünger.

Ahornbaum Vermehrung durch Stecklinge oder Samen

Theoretisch bestehen zwei verschiedene Möglichkeiten für die Ahornbaum Vermehrung: Vermehrung durch Stecklinge sowie durch Samen. In der Praxis hat es sich allerdings gezeigt, dass es sehr schwierig bis unmöglich ist, einen Ahornbaum zu vermehren. Es ist daher ratsam, einen jungen Ahornbaum beim Fachhändler zu kaufen.

Wer es dennoch versuchen möchte, kann im Juni einen ca. 40 cm langen Steckling von einem bestehenden Ahornbaum abschneiden. Dieser wird in ein Wasserglas gesteckt, wo er Wurzeln bilden soll. Tut er dies, kann er – wie unter „Ahornbaum pflanzen“ beschrieben – in die Erde gebracht werden.

Bei der Ahornbaum Vermehrung durch Samen braucht man viel Geduld, denn das Saatgut braucht sehr, sehr lange, bis es keimt (ein bis zwei Jahre sind keine Seltenheit). Der getrocknete Samen wird in einen Blumentopf gesteckt und leicht mit erde bedeckt. Es ist darauf zu achten, dass die Erde immer leicht feucht ist (nicht nass!).

Ansonsten erledigt der Ahornbaum seine Vermehrung ganz alleine: aus seinen geblichen Blüten bilden sich Spaltfrüchte (auch als „Nasen“ bekannt), die abfallen, in die Erde absinken und dort zu keimen beginnen.

Ahornbaum schneiden

Wie bereits erwähnt, ist das Ahornbaum Schneiden seitens des Baumes nicht erwünscht. Der Ahornbaum möchte wachsen, wie er will. Rückt man ihm doch mit Schneidewerkzeug zu Leibe, zeigt er sein Missfallen darüber, indem er seine Äste absterben lässt. Er wird dann sehr anfällig gegenüber Krankheiten und Mehltau, was sogar so weit gehen kann, dass er komplett eingeht.

Ist es trotz des hohen Risikos unumgänglich, den Ahornbaum zu schneiden, sollte dies im Spätsommer geschehen, da dann die Vegetationsruhe eintritt. Ansonsten neigt der Ahornbaum dazu, extrem auszubluten. Generell ist es nach dem Schnitt sinnvoll, die Wunden mit Baumwachs zu verschließen.

Ahornbaum Krankheiten und Schädlinge

Besonders anfällig gegenüber Schädlingen ist der Ahornbaum nicht. Blattläuse und Spinnmilben siedeln sich gelegentlich an, aber nur in den seltensten Fällen ist der Befall so stark, dass ein Einschreiten seitens des Gartenbesitzers notwendig ist.

Pilzkrankheiten, vor allem bei jungen Ahornbäumen, treten insbesondere bei einem zu nassen Standort auf. Sie äußern sich beispielsweise im Zweigsterben. Betroffene Äste müssen bis tief in das gesunde Holz hinein abgeschnitten werden.

Graphik: © Lilya – Fotolia.com


6 Kommentare

  1. Hallo, ich beziehe mich auf Ihren Artikel. Ich habe im letzten Herbst 60 Samen des Ahornbaumes gepflanzt und habe nun 53 Töpfe mit zwischen 10 und 40 cm hohen kleinen Ahornbäumen. Es ist also nicht unmöglich. LG annie

  2. Ich habe meinen sehr schönen Ahorn radikal beschnitten, da ich ihn im Winter einpacken wollte. Jetzt sieht er ziemlich doof aus – dick und garnicht mehr elegant. Was kann/muss ich tun, um ihn wieder hübsch japanisch aussehen zu lassen. Ich freue mich auf euren Kommentar.

    Herzliche Grüße

    Ingrid

  3. Wir haben einen sehr großen rotblätterigen Ahorn im Garten. Dieser wurde vor einigen Jahren von einem Gartenbaubetrieb (siehe oben!!) geschnitten. Daß man den Ahorn nicht schneiden sollte hat uns dieser Herr auch nicht gesagt – das Geld nimmt man eben gerne auch mit…..
    Wie alt kann ein solcher Baum eigentlich überhaupt werden?? Das würde mich sehr interessieren! Für die Antwort meinen besten Dank im voraus.

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