Zwetschgen einfrieren – das muss ich dabei beachten

Zwetschgen
Zwetschgen

Ist die Ernte allzu üppig ausgefallen oder gab es ein erstklassiges Sonderangebot im Supermarkt, kann es durchaus passieren, dass man mehr violette Früchte zuhause hat, als man verarbeiten kann. Das ist kein Problem, denn man kann Zwetschgen einfrieren.

Kann man Zwetschgen einfrieren?

Es ist überhaupt kein Problem, Zwetschgen einzufrieren. Dies sollte jedoch in so frischem Zustand wie irgendwie möglich passieren. Am besten gleich nach der Ernte. So kann man sich sicher sein, dass sich Farbe, Geschmack und Form der Früchte nicht verändern und auch die Vitamine erhalten bleiben.

Oder lieber einkochen?

Natürlich kann man Zwetschgen auch einkochen. Für welche Methode der Konservierung man sich entscheidet, hängt vor allem von dem späteren Verwendungszweck ab. Sollen die Früchte als Kuchenbelag dienen, macht Einkochen wenig Sinn, da sich die Konsistenz verändert. Wenn aber frisches Pflaumenmus als Brotaufstrich gewünscht wird, können die Früchte sehr gut eingekocht werden.

Gartenbista-Tipp: Sind die Zwetschgen bereits etwas älter, sollten sie grundsätzlich lieber eingekocht als eingefroren werden!

Zwetschgen einfrieren mit Stein?

Es wäre theoretisch möglich, Zwetschgen im Ganzen einzufrieren. Sinnvoll wäre dies jedoch nicht, da sich im Inneren Maden befinden könnten. Diese würden mit konserviert werden. Zwar würden sie die Zeit im Tiefkühlschrank nicht überleben, dennoch befänden sie sich auch nach dem Auftauen in den Früchten.

Abgesehen davon: warum sollte man Zwetschgen mit Stein einfrieren? Diesen aus aufgetauten Früchten zu entfernen, ist unsinnig, da die Zwetschge vermutlich zermatschen würde. Für Kuchenbelag oder zum Einkochen werden ebenfalls keine Steine benötigt, also sollten diese bereits vor dem Einfrieren entfernt werden.

Oder ohne?

Generell sollten die Steine vor dem Zwetschgen Einfrieren entfernt werden.

Im Ganzen?

Es wäre so einfach: ganze Früchte in den Tiefkühlschrank legen und bei Bedarf auftauen. Leider ist dieses Procedere aus oben genannten Gründen nicht sinnvoll – auch wenn es noch so verlockend wäre…

Zwetschgen einfrieren in Stücken?

Zwetschgen nach dem Einfrieren
Zwetschgen nach dem Einfrieren

Für gewöhnlich werden Zwetschgen vor dem Einfrieren halbiert. Wer jedoch lieber kleinere Stücke auf seinem Kuchen hat, der kann gerne die Früchte vierteln. Kleiner sollten die Stücke jedoch keinesfalls sein, da sie dann nach dem Auftauen sehr leicht matschig werden.

Zwetschgen einfrieren – so geht´s

Früchte sorgfältig kontrollieren: sie dürfen keine Druckstellen aufweisen. Falls doch, eignen sie sich nicht zum Einfrieren. Dasselbe gilt für beschädigte sowie sehr weiche Früchte.

  • Zwetschgen danach gründlich unter fließendem Wasser abwaschen
  • Mit einem Geschirrtuch oder Küchenkrepp vorsichtig abtrocknen
  • Stiele entfernen
  • Halbieren
  • Stein mithilfe eines scharfen Messers entfernen
  • Fruchthälften auf ein Backblech legen
  • Backblech mit den Früchten für maximal drei Stunden frosten

Nach Ablauf der Zeit die Zwetschgen in Gefrierbeutel oder -dosen füllen und zurück in den Tiefkühlschrank legen.

Achtung: Madige Zwetschgen keinesfalls einfrieren, sondern umgehend entsorgen!

Tipps & Tricks

  • Eingefrorene Zwetschgen bleiben eingefroren sechs bis neun Monate haltbar.
  • Wer gerne Zwetschen zu Kompott verarbeiten und dieses dann einfrieren möchte, kann das gerne tun. Nach dem Auskühlen wird es in Gefrierdosen gefüllt und bei Bedarf aufgetaut.

 

Symbolgraphiken: © Sea Wave – stock.adobe.com; alan – stock.adobe.com


, Kategorie: Obst

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