Wo wachsen Kiwis? Wissenswertes zur Herkunft und weltweiten Anbaugebieten

Kiwis
Kiwis

Die beliebten Früchte sind hierzulande in nahezu jedem Supermarkt ganzjährig zu erwerben. In heimischen Gärten sind sie jedoch eher selten zu finden. Doch wo wachsen Kiwis eigentlich? Hier erfahren Sie alles über Anbaugebiete und Klimaanforderungen der Klettersträucher.

Allgemeine Informationen über die Kiwi

Bei der Kiwi handelt es sich um eine windende Kletterpflanze aus der Familie der Strahlengriffelgewächse, die bis zu 3 m lang werden kann. Frühestens im Alter von drei Jahren blühen sie das erste Mal, die weiblichen Pflanzen sogar noch später. Die 6-8 cm großen, bräunlich-grünen Früchte werden sich jedoch nur bilden, wenn eine andersgeschlechtliche Kiwipflanze im Umkreis von 20 m zu finden ist. Dank Bienen, Hummeln und anderer Insekten kann es so zu einer Bestäubung kommen, welche zur Fruchtbildung führt. Die hieraus entstandenen Früchte werden ebenfalls als Kiwis bezeichnet. Sie sind kalorienarm, dafür reich an Vitaminen und Mineralien.

Wo wachsen Kiwis?

Kiwis brauchen zum Wachsen Sonne
Kiwis brauchen zum Wachsen Sonne

Bezüglich ihrer Standortansprüche sind Kiwis etwas anspruchsvoll und wachsen demzufolge nicht überall. Sie benötigen Sonne und viel Wasser, vertragen jedoch Wind nicht so gut.

Gartenbista-Tipp: Nährstoffreicher Boden ist wichtig zum optimalen Gedeihen.

Herkunft

Ursprünglich stammen Kiwis aus Ostasien. Von dort wurden sie Anfang des 20. Jahrhunderts nach Neuseeland gebracht, wo ein Gärtner anfing, sie zu züchten.

Bäume oder Sträucher?

Bei den Kiwipflanzen handelt es sich um Sträucher, jedoch nicht um aufrechte stehende, sondern um kletternde. Werden sie angebaut, benötigen sie zwingend eine Kletterhilfe in Form eines Spaliers, Rankgitters oder ähnlichem.

Kiwi Anbaugebiete in Europa

In den warmen Regionen in

  • Frankreich,
  • Griechenland,
  • Italien und
  • Spanien

liegen die europäischen Anbaugebiete für Kiwis. Diese Früchte sind auch in heimischen Supermärkten erhältlich, und zwar etwa ab September.

Übrigens: Kiwis werden unreif geerntet und reifen erst während des Transports beziehungsweise der Lagerung.

Weltweit

Kiwis nach der Ernte
Kiwis nach der Ernte

Im Jahre 2018 wurde insgesamt über 4.000.000 Tonnen Kiwis auf den Markt gebracht. Die größten Anbaugebiete liegen in China, jedoch gibt es auch welche in

  • Chile,
  • Iran,
  • Japan,
  • Neuseeland,
  • Südkorea,
  • Taiwan sowie den
  • USA.

Klimaanforderungen der Kiwi

Eine Kiwi kann in Ländern und Regionen erfolgreich kultiviert werden, in denen

  • es keine Spätfröste gibt,
  • die Sommer sehr warm sind und
  • milde Temperaturen im Winter

Wo wachsen Kiwis – etwa auch im Hausgarten?

Es gibt einige Kiwisorten, die sich tatsächlich auch hierzulande anbauen lassen, da sie frostresistent sind. Sie benötigen einen nährstoffreichen, durchlässigen und gleichmäßig feuchten Boden und einen sonnigen, notfalls auch halbschattigen, geschützten Standort.

Die Pflege ist nicht besonders aufwändig, lediglich auf regelmäßige Wassergaben sind die Kiwis angewiesen. Ansonsten sind lediglich eine Gabe Kompost im Frühjahr sowie gelegentliche Schnittmaßnahmen notwendig. Damit die Triebe durch Spätfröste keine Schäden annehmen, empfiehlt es sich, etwas Tannenreisig als Winterschutz aufzulegen.

Gartenbista-Tipp: Unter den Pflanzen mulchen!

Im Gewächshaus?

Grundsätzlich ist ein Gewächshaus ein guter Platz, um Kiwis anzubauen. Es muss sich dabei allerdings um ein größeres Haus handelt, da die Kiwis wachsen und somit viel Platz benötigen. Außerdem muss immer einkalkuliert werden, dass zwei Kiwipflanzen notwendig sind, wenn man auf einen Ertrag hofft.

 

Symbolgraphiken: © darenlot – stock.adobe.com; Adriana – stock.adobe.com; JackF – stock.adobe.com


, Kategorie: Obst

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