Kapstachelbeere, Physalis anbauen: Standort und Pflege

physalisDie Physalis stammt ursprünglich aus den Anden (auch Kapstachelbeere genannt). Aufgrund ihrer Herkunft und den dort herrschenden klimatischen Bedingungen vertreten viele Gartenbesitzer die Auffassung, dass ein Physalis Anbau in unseren Breiten nicht möglich ist. Inzwischen gibt es jedoch viele Sorten, die auch in gemäßigten Breiten erfolgreich kultiviert werden können – und zwar sowohl im Freiland als auch im Kübel. Mit ein paar Handgriffen kann jeder Gartenbesitzer die interessante Pflanze mit den lampionartig verhüllten Früchten selbst anbauen.

Kapstachelbeere, Physalis Pflanzen – Steckbrief von Gartenbista:

Was sind Physalis?

Wohl jeder hat schon einmal eine Physalis gesehen, ohne zu wissen, worum es sich dabei handelt. Physalis sind kleine, orangefarbige Früchte, die von einer lampionartigen grünen Hülle umgeben sind. Diese Hülle vertrocknet irgendwann und verfärbt sich hellbraun. Die Früchte sind auch unter den Bezeichnungen „Andenbeere“ sowie „Kapstachelbeere“ bekannt. Sie gehören – genau wie Tomaten – zur Familie der Nachtschattengewächse.

Physalis werden aufgrund ihrer interessanten Optik gerne zu Dekorationszwecken verwendet.

Physalis Standort: so sonnig wie möglich

Der Standort sollte so sonnig wie möglich sein. Besondere Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit stellt die kleine Frucht nicht.

Die Pflanzen können eine Höhe von einem Meter erreichen und sowohl in Kübeln als auch direkt ins Freiland gepflanzt werden.

Physalis Aussaat im Februar

  • Saatgut ist im Fachhandel erhältlich; es ist allerdings auch möglich, Samen aus bestehenden Früchten zu gewinnen: die kleinen orangefarbenen Früchte enthalten in ihrem Fruchtfleisch sehr viele Samenkörner, welche getrocknet und für die Anzucht verwendet werden können.
  • Zeit: Bereits im Februar sollte mit der Anzucht begonnen werden, damit die Pflanzen genügend Zeit haben, zu gedeihen.
  • Gefäß: Für die Anzucht wird ein Gefäß mit Erde gefüllt. Das Saatgut wird oben drauf gelegt und mit einer ganz dünnen Schicht Erde bedeckt. Danach muss die Erde gewässert werden, wobei dies vorzugsweise durch zartes Sprühen geschehen sollte.
  • Standort: Das Gefäß wird dann mit Folie abgedeckt und an einen warmen, hellen Platz gestellt. Sobald sich kleine Pflänzchen zeigen, wird die Folie entfernt. Lassen die Temperaturen dies zu, können die jungen Physalis tagsüber an einen geschützten Platz im Freien gestellt werden. Dort sollten sie auch nach und nach an die Sonne gewöhnt werden.

Physalis pflanzen

Physalis dürfen erst nach den Eisheiligen endgültig ins Freie gebracht werden. Werden sie direkt in die Erde gesetzt, sollte ein Abstand von 40-50 cm zwischen den einzelnen Pflanzen eingehalten werden.

Physalis Pflege – Tipps

  • Gießen: Eine regelmäßige Wassergabe ist notwendig, dabei ist jedoch darauf zu achten, dass sich keine Staunässe bildet.
  • Düngen: Eine zusätzliche Düngung ist nicht notwendig, sofern die Pflanzen in der Erde stehen. Kübelpflanzen können eine Gabe Dünger bekommen, wobei mit dieser recht sparsam umgegangen werden sollte.
  • Physalis sind einjährig: Nach der Ernte können die Pflanzen somit entsorgt werden.

Physalis Krankheiten und Schädlinge

Krankheiten und Schädlinge sind bei der Physalis nicht bekannt.

Physalis Ernte

Oft ist die Vegetationsperiode nicht lang genug, um sehr viele Physalis ernten zu können. Tragen Physalispflanzen jedoch zum Ende des Sommers unreife Früchte, können sie komplett ausgegraben werden und im Hause nachreifen. Dies ist allerdings nur möglich, wenn die Früchte an der Pflanze gelassen werden; grün geerntete Früchte reifen nicht mehr nach.

Graphik: © Alexandr Steblovskiy – Fotolia.com


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