Pflaumen Saison: Die Ernte kann beginnen!

Pflaumen Saison beginnt.
Pflaumen Saison beginnt.

Pflaumen Saison: Was Ende Juli beginnt und sich bis Ende September hinzieht, ist aber im Grunde eine Abfolge von Ernten verschiedenster Sorten. Denn Pflaume ist nicht gleich Pflaume.

Die Pflaumen Saison beginnt

Zur Frucht-Familie gehören die Rund- und Eierpflaumen ebenso, wie die länglichen, spitz zulaufenden Zwetschgen, die nur kirschgroßen, gelben und sehr zuckerhaltigen Mirabellen sowie die grünlich-gelben Renekloden. Gerade bei der Unterscheidung von Pflaumen und Zwetschgen bestehen immer wieder Unsicherheiten. Dabei weisen Letztere im Gegensatz zu den Sommerpflaumen keine Fruchtnaht auf und ihr Stein lässt sich vom Fruchtfleisch gut ablösen.

Zwetschgen sind demnach für den klassischen Kuchen, der in Bayern traditionell Datschi heißt, am besten geeignet. Sowohl frische Zwetschgen als auch Pflaumen sind von einer weißen Wachsschicht überzogen, die sie vor raschem Austrocknen schützt. Früchte mit diesem reifartigen Überzug bürgen für eine besonders gute Qualität. 

Noch vor 100 Jahren war jeder zweite Obstbaum in Deutschland ein Pflaumenbaum. Heute ist davon nicht mehr viel übrig. Auch kommerziell fristet die Pflaume eher ein Nischendasein. Der Pro-Kopf Verbrauch folgt prozentual der geringen Anbaufläche und erreicht nur selten ein Zehntel des Pro-Kopf Verbrauchs bei Äpfeln. 

Pflaumen sind gesund

Dabei sind Pflaumen sehr gesund. Sie enthalten viel Kalium, Kalzium und Magnesium und verfügen außerdem über zahlreiche Vitamine, vor allem B-Vitamine. Diese wirken positiv auf unsere Nerven. Der hohe Gehalt an Antioxidantien schützt vor Arterienverkalkungen, rheumatischen Erkrankungen und ist auch bei der Krebsvorsorge anerkannt.

Der hohe Gehalt an

  • Apfelsäure,
  • Sorbit
  • und Pektinen

fördert die Verdauung. Der hohe Fruchtzuckeranteil liefert darüber hinaus sehr schnell verfügbare Energie. Pflaumen reifen je nach Lichtintensität unterschiedlich schnell. Das erfordert eine vorsichtige und aufwendige Ernte per Hand. 

Ernte & Lagerung

Während Pflaumen etwa zwei Wochen nach ihrer Blaufärbung die perfekte Reife erreicht haben, können die Zwetschgen am Stielansatz ruhig schon etwas schrumpeln, bevor sie geerntet werden. Das Obst ist nicht nur sehr wetteranfällig, auch seine Behandlung nach der Ernte bedarf Sorgsamkeit.

Gartenbista-Tipp: Zum Essen sollten die Früchte erst kurz vor dem Verzehr unter fließendem Wasser abgespült werden. Andere Verarbeitungen müssen ebenfalls sehr zügig erfolgen. Am besten lässt sich das Obst ein paar Tage ungewaschen im Kühlschrank aufbewahren.

Unser Buch-Tipp: Ur-Obst: Wurzelecht und plegeleicht, 200 Sorten

Rezept: Zwetschgenmus

Zutaten für 8 Gläser a‘ 200 ml:

  • 1 Kilogramm Zwetschgen (oder Pflaumen)
  • 100 ml Wasser
  • 250 ml Rotwein (alkoholfreie Variante 250 ml Apfel-oder Organgensaft)
  • 500 g Gelierzucker (Verhältnis 2:1)
  • 1 Teelöffel Zimt

Zubereitung:

Zunächst werden die Zwetschgen gewaschen, entsteint und zusammen mit Wasser, Rotwein oder anstatt Rotwein (die alkoholfreie Variante) mit Saft in einen Topf gegeben. Dann die Früchte weich dünsten und mit einem Mixer fein pürieren. Danach gibt man den Zimt und den Gelierzucker dazu und kocht die Masse nach Angabe auf der Packung ein. Dann das fertige Zwetschgenmus jetzt randvoll in saubere Gläser füllen und diese dann gut verschließen. Haltbarkeit: 1 Jahr.

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Textquelle: Ralph Kaste

Symbolgrafiken: © Anitasstudio – Fotolia.com


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