Nektarinenbaum, Nektarine pflanzen: Pflege & Standort

Nektarinen ähneln in jeder Beziehung den Pfirsichen; nur ihre glatte Haut sorgt dafür, dass sich diese Früchte außerordentlicher Beliebtheit erfreuen. Was liegt da näher, als einen Nektarinenbaum im eigenen Garten zu pflanzen? Zwar ist unser Klima nicht wirklich optimal für Nektarinen, da diese ein warmes Klima bevorzugen, doch mit ein wenig Knowhow klappt auch der Nektarinen Anbau im eigenen Garten…

Nektarinenbaum, Nektarine Pfanzen – Steckbrief:

Nektarinen Anbau: Was man über Nektarinenbäume wissen sollte

  • Alter: Nektarinenbäume haben keine besonders hohe Lebenserwartung. Maximal 30 Jahre kann ein solches Bäumchen alt werden.
  • Selbstbefruchter: Nektarinen sind Selbstbefruchter; dies bedeutet, dass es vollkommen ausreicht, einen einzigen Baum zu pflanzen.
  • Kübel: Nektarinenbäume sind auch hervorragend dafür geeignet, um im Kübel gehalten zu werden. Dieser sollte jedoch 25 l Fassungsvermögen haben. Heutzutage gibt es spezielle Züchtungen, welche eigens für den Nektarinen Anbau auf dem Balkon gedacht sind.

Nektarinen Standort: Sonnig und geschützt

Wenn es schon nicht möglich ist, für ein warmes Klima zu sorgen, so sollte man seinem Nektarinenbaum zumindest einen sonnigen Standort gönnen. Besonders angenehm für einen Nektarinenbaum ist es, wenn er vor einer Hauswand gepflanzt wird, die von der Sonne beschienen wird. Auch ist es bei der Wahl des Standorts sehr wichtig, darauf zu achten, dass dort möglichst keine Spätfröste auftreten. Einfacher gesagt als getan, aber beispielsweise die Südseite eines Grundstücks bietet sich als Standort für einen Nektarinenbaum eher an als die Nordseite.

Generell sollten Nekatarinenbäume geschützt stehen, da sie leider nicht sehr widerstandsfähig sind. Dies bedeutet, dass sie auch Wind nicht besonders mögen…Was sie allerdings sehr mögen, sind dauerhaft feuchte Böden, denn Nektarinen neigen dazu, bei allzu großer Trockenheit klein zu bleiben und einfach den Baum zu verlassen; sprich: sie fallen ab. Wer also ein Plätzchen in seinem Garten hat, welches sowohl geschützt ist als auch die passenden Bodenverhältnisse bietet, und wer dann auch noch ein Nektarinenfreund ist, der sollte schnellstmöglich mit dem Nektarinen Anbau beginnen…

Nektarinenbaum pflanzen im Frühjahr

Die beste Pflanzzeit für Nektarinenbäume ist das Frühjahr. Bevor das Bäumchen in die Erde gesetzt wird, sollte es gründlich gewässert werden. Ansonsten ist zu beachten, dass Nektarinenbäume genau wie Pfirsichbäume ein ziemlich großes Pflanzloch benötigen, welches tiefer sein muss, als die Wurzeln lang sind.

In dieses Pflanzloch wird Kompost gegeben und untergemischt. Erst dann sind die Verhältnisse optimal für das Einsetzen des Nektarinenbaums.

Nektarinenbäume züchten

Wer sehr viel Zeit und Geduld hat, kann versuchen, einen Nektarinenbaum selbst zu züchten. Hierfür muss ein Nektarinenkern monatelang getrocknet werden. Danach wird er auf feuchte Watte gelegt, wobei zu beachten ist, dass diese Watte immer feucht bleiben muss. Mit etwas Glück bildet sich nach Wochen oder sogar Monaten ein Keim. Ist dies geschehen, sollte das Pflänzchen in einen Topf mit Erde gesetzt werden, sobald es eine Höhe von circa 5 cm hat.

Nektarinen Pflege Tipps

  • Düngen: Nektarinenbäume nur einmal jährlich düngen
  • Gießen: Nektarinenbäume regelmäßig gießen – keinesfalls dürfen sie austrocknen

Nektarinenbäume schneiden

Nektarinenbäume tragen immer ihre Früchte an den Trieben des Vorjahres. So ist der beste Zeitpunkt zum Schneiden kurz vor der Blüte, da dann zu sehen ist, welche Zweige Früchte tragen werden und welche nicht. Dabei muss man wissen, dass nur Blüten, welche zwischen zwei Blattknospen sitzen, Nektarinen bilden werden. Diese sollten dementsprechend nicht geschnitten werden; reine Blütenzweige hingegen können entfernt werden.

Nektarinen Krankheiten,  Schädlinge

Wie auch bei Pfirsichen, ist die gefürchtetste Krankheit bei Nektarinenbäumen die Kräuselkrankheit, bei der die Blätter des betroffenen Baumes rötliche, wellige Ausstülpungen bilden. Die neue Blätter und Triebe kräuseln sich im Folgejahr nach der Blüte. Bei der Kräuselkrankheit handelt es sich um einen Pilz, welcher effektiv nur mit einem speziellen Fungizid bekämpft werden kann.

Auch Blattläuse sowie die grünen Pfirsichblattläuse können zum Problem für Nektarinenbäume werden, allerdings ist gegen sie nur in den seltensten Fällen mit einem Pflanzenschutzmittel vorzugehen.

Gartenbista-Tipp: Nektarinen sind nach der Ernte nicht sehr lange haltbar und sollten dher schnellstmöglich verzehrt, oder aber weiterverarbeitet werden.

Graphik: © Fotoimpressionen – Fotolia.com


2 Kommentare

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich beabsichtige in Thailand Nektarinenanbau zu versuchen. Was muss ich alles beachten?
    Da das Einführen von Pflanzen verboten ist, möchte ich diese gerne aus dem Kern versuchen. Können Sie mir bitte helfen?
    Mit freundlichen Grüßen
    Detlef Budnik

    1. Hallo, ich lebe in Deutschland und habe ein einfaches Experiment gestartet mit nur einem Kern aus einer frischen Nektarine. Ich entfernte das Fleisch und ohne es zu trocknen oder sonstiger Behandlung, setzte ich den Kern in einem immer feuchten Boden, kein stehendes Wasser direkt am Kern, dass mag er nicht. Nachburaltem einfachen einsetzen ohne jegliche Zusätze außer Wasser lauwarm und einen sehr gutem Gartenboden, geschah es ca.4 Monate später. Es kam ein Keim und mitlerweile sind es drei Keimstengel aus einem Kern. Über Winter nehme ich ihn in einem Kübel mit rein, da die Pflanzen nicht frostbeständig sind. Im Frühjahr wird er wieder dann ausgesetzt. Ich bin gespannt ob das was wird mit der Überwinterung. Fakt ist, guter nährreicher lauwarmer Boden in direkter Sonne scheinen ihm gut zu tun. Im Ende August Anfang September trieb er aus. Das Klima in der Pfalz ist aber auch für Deutschland sehr mild. Ich habe auf meiner Terrasse im Schatten immer noch 20 Grad …. aufpassen bei gelblich bräunliche Färbung und Kräuselung der Blätter, dass ist ein Pilz und den kann man leider nur mit bestimmte Mittel behandeln wie Fungiziede u.das sollte ganz schnell geschehen sofern ein Baum das aufweist. Denn die Bäumchen stecken sich ganz schnell an und verlieren ihr Laub und somit auch keine Ernte. Lg Heike aus Deutschland.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.