Kornelkirsche Pflege, Standort, Vermehrung und Ernte

kornelkirscheWildobstgewächse sollten in keinem Garten fehlen. Zum einen sind sie in der Regel ein echte Blickfang, zum anderen dienen ihre Früchte als beliebte Nahrungsquelle für heimische Gartenvögel. Auch für den menschlichen Verzehr sind diese Früchte geeignet. Die Kornelkirsche bildet da keine Ausnahme…

Kornelkirsche Pflanzen – Steckbrief von Gartenbista:

Kornelkirsche Standort: Wuchshöhe beachten

Die Kornelkirsche kann eine Höhe von bis zu sechs Metern erreichen, was bei der Wahl des Standorts berücksichtigt werden muss. Sie ist sowohl als Solitär- als auch als Heckenpflanze  bestens geeignet, und stellt keine besonderen Ansprüche an die Bodenverhältnisse. Lediglich mit Staunässe hat sie ein Problem.

Der Standort sollte möglichst sonnig gelegen sein; auch ein halbschattiges Plätzchen ist der Kornelkirsche genehm.

Kornelkirsche pflanzen im Doppelback

Wer die Früchte der Kornelkirsche für den Eigenbedarf nutzen möchte, sollte nach Möglichkeit zwei Bäume pflanzen. Dies hat den Vorteil, dass sie sich gegenseitig bestäuben können, was sich sehr ertragsfördern auswirkt.

Die beste Pflanzzeit für die Kornelkirsche ist das Frühjahr beziehungsweise der Herbst. Bei der Pflanzung ist zu beachten, dass die Wurzelspitzen um ein Drittel eingekürzt werden sollten.

Kornelkirsche Pflege – Tipps

  • Düngen: Eine einmalige Kompostgabe im Frühjahr deckt den Nährstoffbedarf der Kornelkirsche vollkommen.
  • Gießen: Gegossen werden muss dieses Wildobstgewächs eigentlich nicht. An sehr heißen Tagen freut sich die Kornelkirsche jedoch genau wie alle anderen Pflanzen über eine kleine Erfrischung.
  • Schneiden: Um ein allzu starkes Wuchern zu vermeiden, sollte die Kornelkirsche gelegentlich geschnitten werden. Besondere Regelungen hierbei sind nicht zu beachten.

Schädlinge und Krankheiten: keine Gefahr für die Kornelkirsche

Die ausgesprochen robuste Kornelkirsche wird kaum von Schädlingen heimgesucht; auch gegenüber Krankheiten scheint sie immun zu sein.

Kornelkirsche Ernte im Spätsommer

Die gelben Blüten der Kornelkirsche, welche sich bereits im Februar/März öffne, dienen als eine der ersten Nahrungsquellen für Insekten. Aus diesen Blüten reifen im Spätsommer die Früchte heran. Wenn diese tiefrot und weintraubengroß sind, sollte ein Drucktest gemacht werden: tritt bei leichtem Druck auf die Frucht der Fruchtsaft aus, sind die Kornelkirschen reif.

Die Ernte erfolgt, indem die Kornelkirsche kräftig geschüttelt wird. Sinnvoll ist es, unter den Baum ein feinmaschiges Netz oder eine Folie zu legen, damit die Früchte gleich darauf fallen können. Zu beachten ist, dass niemals alle Kornelkirschen gleichzeitig reif werden, sondern dass sich dieser Prozess über mehrere Wochen ziehen kann. Es ist daher zu empfehlen, den Erntevorgang in jeweils drei- bis viertägigem Abstand zu wiederholen.

Die geernteten Früchte eignen sich zur Herstellung von Saft, Likör, Gelee sowie zur Verfeinerung von Soßen.

Graphik: © elvira gerecht – Fotolia.com


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