Feigenbaum – Pflege, Standort, Ernte & Überwintern

figsWer etwas mediterranes Feeling in seinen Garten bringen möchte, der sollte diesen mit einem Feigenbaum verschönern. Dieser sieht nicht nur recht ansprechend aus, sondern bringt auch tatsächlich Früchte hervor – vorausgesetzt, es werden einige Pflege Tipps berücksichtigt…

Feigenbaum – Steckbrief von Gartenbista:

Feigenbaum Standort: viel Sonne

Der Feigenbaum ist ein Selbstbestäuber; dies bedeutet, dass er keine weitere Feige in der Umgebung benötigt, um Früchte bilden zu können.

Der Standort für Feigenbäume sollte nach Möglichkeit sehr sonnig sein. Notfalls würden diese Pflanzen auch mit einem halbschattigen Plätzchen vorlieb nehmen, solange dieses mindestens drei Stunden täglich von der Sonne besucht wird. Darüber hinaus sollte der Feigenbaum etwas geschützt stehen, damit er nicht unwirtlichen Wetterbedingungen ausgesetzt wird. Ein Platz an der Hauswand wäre optimal.

Da Feigenbäume nur mäßig winterhart sind, ist es sinnvoller, sie als Kübelpflanze zu halten, da dies die Überwinterung wesentlich erleichtert. Der Boden sollte durchlässig und nährstoffreich sein.

Feigenbaum Pflege – Tipps

  • Gießen: Feigenbäume regelmäßig, aber nur mäßig wässern! Erst eine erneute Wassergabe geben, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist.
  • Schnitt: Feigenbäume werden im Februar/März geschnitten. Dieser Schnitt ist notwendig, da sie eine Höhe von bis zu 5 m erreichen können. auch ein radikaler Schnitt ist möglich, allerdings sollte bei diesem immer bedacht werden, dass sich die Feigen nur an zweijährigen ästen bilden.
  • Vermehren: Die Vermehrung erfolgt durch Stecklinge, welche im Frühjahr vom Baum abgenommen und in die Erde gesteckt werden.
  • Überwintern: Feigenbäume, die in der Erde wachsen, sollten als Winterschutz eine Laub- oder Reisigabdeckung bekommen. Kübelpflanzen sollten in einem kühlen, aber frostfreien Raum gehalten werden. Sie sollten frühestmöglich wieder ins Freie gebracht werden; zunächst an einen hellen, später an einen sonnigen Standort.

Feigen Ernte ab August

Ab August können die Feigen geerntet werden. Dies sollte allerdings erst dann geschehen, wenn sie fast vollreif sind. Zu beachten ist, dass Feigen keine lange Lagezeit haben und schon überhaupt nicht übereinander liegen dürfen – sie schimmeln ansonsten; innerhalb weniger Tage müssen sie verbraucht werden.

Feigenbaum Krankheiten, Schädlinge und Pflegefehler

Feigenbäume sind recht resistent gegenüber Schädlingen und Krankheiten. Lediglich Spinnmilben können zu einem Problem werden. Tritt ein derartiger Befall auf, hilft nur der Einsatz eines speziellen Pflanzenschutzmittels. Dasselbe gilt für Pilze, welche gelegentlich einen Feigenbaum befallen können.

Viel mehr leidet der Feigenbaum unter Viren. Diese zeigen sich darin, dass die Früchte missgebildet sind und gelbe Flecken aufweisen. Ist dies der fall, hilft leider nur eines: Bäumchen entsorgen (nicht auf dem Kompost!).

Feigenbäume haben aber auch oft unter Pflegefehlern zu leiden. Diese äußern sich beispielsweise im Gelbwerden der Blätter, was ein Zeichen für Mangelerscheinungen ist. Abhilfe lässt sich nur schaffen, indem dem Feigenbaum neue Erde zukommen gelassen wird.

Graphik: © nata_vkusidey – Fotolia.com


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