Erdbeeren düngen – so mache ich es richtig

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Erdbeeren
Erdbeeren

Alljährlich stellt sich die Frage, ob man als Hobbygärtner seine Erdbeeren düngen soll oder nicht. Einerseits möchte man einen möglichst hohen Ertrag erzielen, andererseits sollen die Früchte auch nicht mit irgendwelchen Stoffen in Berührung kommen. Wir sagen, was zu beachten ist.

Soll man Erdbeeren düngen?

Für die meisten Obst- und Gemüsesorten sind Nährstoffgaben wichtig für eine gute Entwicklung und einen hohen Ertrag. Da bilden auch Erdbeeren keine Ausnahme. Es ist allerdings so, dass beim Erdbeeren Düngen etwas Fingerspitzengefühl gefragt ist. Sie vertragen keinesfalls jede Art von Nährstoffen, so dass ohne richtiges Knowhow mehr Schaden als Nutzen entstehen kann.

Oder lieber nicht?

Erdbeeren düngen
Erdbeeren düngen

Grundsätzlich spricht nichts gegen das Düngen der beliebten roten Früchte, sofern die geeigneten Mittel verwendet werden. Allerdings werden die Erdbeeren auch nicht leiden, wenn sie keine Nährstoffe zugeführt bekommen. Sie haben einen sehr geringen Nährstoffbedarf und kommen auch mit dem zurecht, was ihnen ihr Substrat bietet.

Geeignete Mittel zur Düngung

Um seine Erdbeeren richtig zu düngen, stehen verschiedene Mittel zur Auswahl. Welches individuell verwendet wird, hängt zum einen von der Jahreszeit ab, zum anderen von der Art der Kultivierung. So haben Erdbeeren im Kasten einen anderen Nährstoffbedarf als jene in Freilandkultur.

Organische Dünger

Düngemittel auf organischer Basis haben den großen Vorteil, dass sie ohne jegliche Chemie auskommen und demzufolge sehr schonend für Pflanzen, Umwelt und natürlich auch die Früchte sind.

  • Hornspäne,
  • Kompost,
  • Mist sowie
  • Rinderdung

sind die bekanntesten organischen Dünger. Sie verbessern die Bodenstruktur und fördern das Leben darin. Alternativ kann organischer Langzeitdünger aus dem Fachhandel verwendet werden. Dieser enthält unter anderem Phosphor, Stickstoff und Kalium. Diese sorgen nicht nur für ein kräftiges, gesundes Wachstum der Pflanzen, sondern zudem für eine reiche Blüten- und somit Fruchtbildung.

Spezialdünger?

Im Fachhandel sind spezielle Düngemittel für Erdbeeren erhältlich. Sofern es sich bei diesen um organische Langzeitdünger handelt, können sie sehr gut verwendet werden. Sollten sich jedoch aus irgendeinem Grund chemische Substanzen darin befinden, ist von einer Verwendung abzuraten.

Hausmittel?

Sowohl Kaffeesatz als auch Brenneseljauche können zum Erdbeeren Düngen verwendet werden. Besonders letztere ist für Pflanzen in Kübelhaltung bestens geeignet.

Kaffeesatz wiederum enthält Kalium, Phosphor und Stickstoff, also all jene Komponente, die auch in Spezialdüngern enthalten sind. Zudem senkt er den pH-Wert im Boden, was Erdbeerpflanzen sehr schätzen. Allerdings muss man sich darüber im Klaren sein, dass eine große Menge dieser Hausmittel regelmäßig verabreicht werden muss, um auch tatsächlich Wirkung zu zeigen.

Mehrjährige Erdbeeren düngen

Erdbeeren noch vor der Blüte düngen
Erdbeeren noch vor der Blüte düngen

Im Herbst wird organischer Dünger in den Boden eingearbeitet. Dieser hat bis zum Frühjahr die Erde so sehr verbessert, dass sie den Erdbeeren eine ideale Umgebung bietet.

Zusätzliche Gaben im Frühjahr unterstützen die Pflanzen beim Wachsen und der Fruchtbildung. Pro Quadratmeter werden

  • 5 Liter Kompost oder
  • 70 g Langzeitdünger

in den Boden eingearbeitet.

Gartenbista-Tipp: Bei organischen Düngemitteln in Granulatform unbedingt nach dem Erdbeeren Düngen gießen!

Einjährige Erdbeeren düngen

Überwiegend werden in heimischen Gärten die mehrjährigen Sorten kultiviert. Wer sich jedoch dazu entschließt, einjährige Exemplare anzubauen, der sollte diesen vor der Blüte Kompost oder mineralischen Langzeitdünger verabreichen. Die Dosis ist identisch mit jener für mehrjährige Erdbeeren.

Gelegentlich wird dazu geraten, vor der Fruchtreife eine weitere Nährstoffgabe zu veranlassen. Dies sollte jedoch möglichst vermieden werden, da die Gefahr einer Überdüngung einfach zu groß ist.

Immertragende Erdbeeren

Bei den sogenannten immertragenden Erdbeeren handelt es sich um Sorten, die während der gesamten Saison immer wieder neue Früchte hervorbringen. Dies kostet natürlich viel Kraft. Um die Pflanzen zu unterstützen, sollten sie möglichst in zweiwöchigem Rhythmus gedüngt werden.

Im Kasten

Werden die Erdbeeren in Kübelhaltung kultiviert, so sollte das Substrat etwa 14 Tage vor dem Pflanzen mit etwa einem Drittel Kompost angereichert werden. Gelegentliche weitere Düngegaben sind sinnvoll, sofern es sich um organische Mittel handelt.

Eine Besonderheit besteht bei jenen Erdbeersorten, die ganzjährig in einem Pflanzgefäß gehalten werden: sie benötigen in zweiwöchigem Abstand flüssige Nährstoffe.

Gartenbista-Tipp: Beinwell versorgt die Erdbeeren im Kasten mit dem benötigten Kalium.

Nach dem Pflanzen?

Es ist nicht besonders sinnvoll, Erdbeeren nach dem Pflanzen zu düngen. Vielmehr sollte der Boden bereits vor der Pflanzung aufbereitet werden. Dies geschieht mithilfe von organischem Dünger, und zwar bereits 4-8 Wochen vor dem geplanten Pflanztermin.

Tipps & Tricks beim Erdbeeren Düngen

  • Generell vor dem Erdbeeren Düngen den Boden gut auflockern und von Unkraut befreien.
  • Vor einer Neupflanzung sollte zudem das betreffende Beet umgegraben

 

Symbolgraphiken: © barmalini – stock.adobe.com; encierro – stock.adobe.com; Hanna – stock.adobe.com


, Kategorie: Obst

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