Wildpflanzen sammeln – So gehts

Nur die Kräuter sammeln, die man wirklich kennt.
Nur die Kräuter ernten, die man wirklich kennt.

Arznei- und Heilpflanzen werden je nach gewünschtem Sammelgut geerntet. Blätter und Spross erntet man zur späten Vormittagszeit kurz vor der Blüte. Blüten werden zur Blütezeit geerntet. Samen und Früchte werden zur Reife abgenommen. Wurzeln oder Wurzelstöcke werden nach der Vegetationsphase im Herbst gerodet. Doch es gibt einige Dinge, die man beim Wildpflanzen sammeln beachten sollte.

Wann sollte man Wildpflanzen sammeln?

Das Sammeln bei starker Trockenheit und starken Regenfällen ist nicht so vorteilhaft, da die Pflanzen in dieser Zeit wirkstoffarmer sind. Pflanzen mit ätherischen Ölen sollte man bei Blühbeginn oder zur Vollblüte kurz vor der Mittagszeit sammeln.

Generell gilt: Samen sollte man zur Mittagszeit ernten und Wurzeln am frühen Morgen. Trotzdem sollte man nie den gesamten Bestand einer Pflanze entnehmen, damit diese sich für die nächsten Jahre weiter versamen kann. Also nur so viel wie nötig ernten und nicht so viel wie möglich!

Gartenbista-Tipp: Sammelgut sollte nicht gewaschen werden, da es sonst beim Trocknen schimmelt.

Darauf sollte man unbedingt achten

Keine Plastiktüten zum Transport nutzen.
Wildpflanzen sammeln: Keine Plastiktüten zum Transport nutzen.

Man sollte dringends nur die Kräuter ernten, die man wirklich kennt! Denn es besteht bei vielen Kräutern eine gefährliche Verwechslungsgefahr. Zudem sollte man bitte nicht in Naturschutzgebieten Heilpflanzen sammeln.

Man sammelt nur Pflanzenteile von kräftigen, gesunden Pflanzen und sollte die Pflanzenteile mit der Hand abknipsen oder pflücken. Bei sehr harten Stängeln kann man natürlich die Schere oder das Messer benutzen. Der Transport von gesammelten Pflanzen sollte in

  • einem  Korb,
  • Stofftasche
  • oder in einer Papiertüte

geschehen. Bitte keine Plastiktüten dafür nutzen, da das Sammelgut dann zu schwitzen beginnt. Beliebte Heilpflanzen sind beispielweise Alant, Aloe, Baldrian, Melisse, Herzgespann, Spitzwegerich, Wermut oder Zistrose.

Unser Buch-Tipp: Essbare Wildkräuter und ihre giftigen Doppelgänger: Wildkräuter sammeln – aber richtig

Textquelle: Ralph Kaste

Symbolgrafiken: © Team 5, Behewa – Fotolia.com


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Du kannst unter Pseudonym kommentieren. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ja, ich habe die Datenschutzerklärung gelesen.