Schwedenkräuter Wirkung & Verarbeitung

Schwedenkräuter Wirkung & Ursprung
Schwedenkräuter Wirkung & Ursprung

Als Schwedenkräuter wird eine Mischung zur Herstellung eines Kräuter-Bitters bezeichnet, die sogenannte Schwedenkräuter-Tinktur. Die Schwedenkräuter Wirkung ist sehr vielseitig einsetzbar.

Welche Heilpflanzen sind im Schwedenkräuter vorhanden?

Doch die Hauptwirkung der Mischung ist wohl auf die Bitterstoffe zurückzuführen, die in nahezu allen Zutaten enthalten sind. Die Schwedenkräuter Wirkung und Inhalte sind aus folgenden Heilkräutern zusammengesetzt:

  • Aloe oder Enzianwurzel,
  • Naturkampfer,
  • Myrrhe,
  • Safran,
  • Sennesblätter,
  • Theriak,
  • Rhabarberwurzel,
  • Zitwerwurzel,
  • Manna,
  • Eberwurzel (Silberdistel)
  • Angelikawurzel

Diese regen bekanntlich die Verdauung an, indem sie die Sekretion von Speichel, Magensaft und Gallenflüssigkeit erhöhen, was sich als lindernd bei Völlegefühl, Blähungen und Oberbauchbeschwerden auswirkt.

Zudem wird durch die verbesserte Verarbeitung der Nahrung der gesamte Stoffwechselprozess optimiert, was letztlich auch die Selbstheilungskräfte des Organismus unterstützt und die Durchblutung der Organe verbessert.

Schwedenkräuter Wirkung  & Ursprung

Die Zusammenwirkung der Kräuter spielt hier eine wichtige Rolle.
Die Zusammenwirkung der Kräuter spielt hier eine wichtige Rolle.

Zudem hat der Ursprung mit Schweden wohl nur bedingt etwas zu tun. Verschiedene Quellen schreiben die Rezeptur sowohl dem schwedischen Arzt Dr. Claus Samst als auch dem wesentlich früher lebenden schwedischen Arzt Urban Hjärne zu.

Da Letzterer als Hofarzt des Schwedischen Königshauses ein glühender Anhänger des Paracelsus war, könnte die Ur-Rezeptur aber natürlich auch aus dessen Feder stammen. Durch Maria Treben und Ihr Buch „Gesundheit aus der Apotheke Gottes“ wurde die Kräutermischung erst so richtig bekannt.

Unser Buch-Tipp: Gesundheit aus der Apotheke Gottes: Ratschläge und Erfahrungen mit Heilkräutern

Zudem wird neben der verdauungsfördernden Kraft den Schwedenkräutern noch weitergehende heilsame Wirkung zugeschrieben. Dies resultiert aus den Wirkungen der einzelnen Kräuter, die sich im Zusammenspiel noch potenzieren. 

  • Eberwurz ist schweißtreibend
  • Die Zitwerwurzel löst Krämpfe und vertreibt Pilze aus dem Darm.
  • Die Angelikawurzel gilt als harntreibendes Blasen- und Nierenmittel,
  • während die Aloe dermatologisch hochwirksam ist und zudem Antikörper und Fresszellen des Immunsystems zu aktivieren vermag.
  • Manna und Sennesblätter wirken abführend bei hartnäckiger Verstopfung.
  • Natürlicher Kampfer soll eine regulierende Wirkung auf Zustände psychischer und organischer Dysfunktionen besitzen, er wird gern bei Schock, Ohnmacht aber auch Herz- und Kreislaufproblemen eingesetzt.
  • Des Weiteren wirkt der Safran schließlich tonisierend auf die Geschlechtsorgane, lindert Menstruationsbeschwerden und gilt nach der ayurvedischen Lehre als Aphrodisiakum.
  • Außerdem wirkt Myrrhe krampflösend und desinfizierend,
  • während die Rhabarberwurzel ebenfalls abführende Wirkung besitzt.

Gartenbist-Tipp: Zudem lässt sich die Mischung in Verbindung mit hochprozentigen Alkohol, natürlich selbst ansetzen. Um dem Aufwand zu entgehen, kann man natürlich fertige Schwedenbitter im Handel erwerben.

Textquelle: Ralph Kaste

Symbolgrafiken: © TwilightArtPictures, Team 5 – Fotolia.com


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