Salbei weiße Flecken – Ursache und Abhilfe

Salbei: weiße Flecken durch Mehltau
Salbei: weiße Flecken durch Mehltau

Zeigen sich auf einem Salbei weiße Flecken, ist dies zunächst ein Schock für den Hobbygärtner. Die Befürchtung ist groß, dass seine Kräuter alle krank sind und vernichtet werden müssen. So weit muss es nicht kommen: wird schnellstmöglich eingegriffen, sind die Pflanzen noch zu retten.

Warum bekommt der Salbei weiße Flecken?

Wenn sich am Salbei weiße Flecken zeigen, so handelt es sich dabei in der Regel um Mehltau. Dieser entsteht bei ungünstigen Witterungsverhältnissen und führt unbehandelt zum Eingehen der betroffenen Pflanze.

Krankheiten?

Salbei ist sehr robust und widerstandsfähig gegenüber Krankheiten. Es ist also unwahrscheinlich, dass diese ursächlich für die weißen Flecken sind.

Salbei weiße Flecken: Mehltau

Die weißen Flecken an der Salbeipflanze können sowohl vom Echten als auch vom Unechten Mehltau herrühren:

Echter Mehltau entsteht bei trockener, warmer Witterung. Er zeigt sich als weißer Belag an den Oberseiten der Blätter. Später werden diese braun, vertrocknen und fallen ab.

Unechter Mehltau hingegen entsteht in kalten, verregneten Sommern. Er äußert sich zunächst in weißen Flecken an der Unterseite der Blätter, später bildet sich ein mehlig-weißer Belag. Wird er nicht behandelt, wird das Laub gelb, dann braun, rollt sich ein und fällt ab.

Weiße Flecken bekämpfen

Um Mehltau an Salbei zu bekämpfen, stehen eine Reihe an Hausmitteln zur Verfügung:

  • Backpulver: 1 Esslöffel Backpulver und 15 ml Kernseife in 2 l Wasser alle 4 Tage auf die Pflanzen sprühen: Vorher testen, da es ein intensives Mittel ist.
  • Milch-Wasser im Mischverhältnis 1:5, alle 2-3 Tage auf die befallenen Pflanzen aufsprühen
  • Reinfarn-Tee: sechs Reinfarnpflanzen mit 2 l kochendem Wasser übergießen; 2 Stunden ziehen lassen, täglich auf die betroffenen Pflanzenteile sprühen

Verhinderung

Leider ist es schwierig, die Witterungsbedingungen für den Salbei positiv zu beeinflussen. Etwas kann man als Gartenbesitzer jedoch tun: die Abwehrkräfte der Kräuter stärken. Dies geschieht durch regelmäßige Gaben von Lebermoosextrakt.

Auch ist es hilfreich, im August die Triebspitzen um 5 cm einzukürzen. Mehltau-Sporen nutzen diese Stelle zum Überwintern, und durch den Schnitt wird ihnen der Lebensraum genommen.

Achtung: Schnittgut nicht auf dem Kompost entsorgen!

Richtige Pflege

Absehen von der Stärkung der Salbeipflanzen ist die richtige Pflege unabdingbar. Dazu gehören vor allem zwei relevante Kriterien, die zu beachten sind:

  • Standort
  • Wasserbedarf

Richtiger Standort

Um sich optimal entwickeln zu können, benötigt der Salbei einen Standort, der

  • vollsonnig und
  • warm

ist.

Der Boden sollte

  • durchlässig,
  • humos,
  • krümelig,
  • luftig und
  • nährstoffreich

sein. Staunässe ist zwingend zu vermeiden.

Gießen

Nur junge Salbeipflanzen sowie jene in Kübelhaltung müssen regelmäßig gegossen werden, wobei sich kein Wasser stauen darf. Ab dem zweiten Lebensjahr sind nur in langen Trockenphasen sowie gelegentlich an frostfreien Tagen im Winter Wassergaben notwendig.

Salbei weiße Flecken giftig?

Salbei wird durch Mehltaubefall nicht giftig.

Essbar?

Für den Menschen ist Mehltau zwar nicht giftig, dennoch sollte man sich überlegen, ob man betroffene Pflanzenteile wirklich essen möchte. Besser ist es, die unbefallenen Blätter zu verarbeiten und ansonsten den Salbei zu behandeln.

Symbolgraphiken: © SoniaBonet – Fotolia.com


, Kategorie: Kräuter

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